Funktionselemente der Koalitionsfreiheit nach Art. 11 EMRK.

Vorgaben von Art. 11 Abs. 1 Hs. 2 EMRK für die Gestaltung kollektiver Beziehungen.

By (author) Florian Lettmeier

Book cover: Funktionselemente der Koalitionsfreiheit nach Art. 11 EMRK.

Extent: 210 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law, Social Sciences 

Series: Abhandlungen zum deutschen und internationalen Arbeits- und Sozialrecht

Series volume number: 3

Language: German

Hardback (Published)

(June 2021)

ISBN: 9783428183395

6.18 x 9.17 inches

Price: $114.00

Out of stock

Der EGMR entwickelt Vorgaben von Art. 11 Abs. 1 Hs. 2 EMRK aus den funktionswesentlichen Elementen. Diese Funktionselemente geben wieder, was die Mitgliedstaaten als wesentlich für die Funktionsfähigkeit eines kollektiven Systems ansehen. Eine Analyse der Rechtsprechung des EGMR zeigt, wie Vorgaben entwickelt werden können, und welche Grenzen dabei zu beachten sind. Eine konkrete Vorgabe erwächst erst dann aus Art. 11 EMRK, wenn die effektive Verfolgung des Koalitionszwecks nicht mehr möglich ist.


Haufig werden im deutschen Schrifttum aus Entscheidungen des EGMR zu Art. 11 Abs. 1 Hs. 2 EMRK vermeintliche Strukturvorgaben abgeleitet. Die Praxis des EGMR ist jedoch eine andere. Die EMRK ist ein subsidiares Auffangnetz: Sie sorgt dafur, dass die Mitgliedstaaten nicht nach unten abweichen, erlegt ihnen aber keine Matrixstruktur von oben auf. Der Gerichtshof entwickelt Vorgaben von Art. 11 EMRK fur die Gestaltung kollektiver Beziehungen aus den funktionswesentlichen Elementen. Diese Funktionselemente geben wieder, was die Mitgliedstaaten als wesentlich fur die Funktionsfahigkeit eines kollektiven Systems ansehen. Eine Analyse der Rechtsprechung des EGMR zeigt, wie Vorgaben entwickelt werden konnen und welche Grenzen dabei zu beachten sind. Eine konkrete Vorgabe erwachst erst dann aus Art. 11 EMRK, wenn die effektive Verfolgung des Koalitionszwecks nicht mehr moglich ist. Dabei bestehen weite Spielraume fur die Mitgliedstaaten, wie sie ihre Systeme ausgestalten.

1. Gestaltung von kollektiven Beziehungen im Arbeitsrecht: Selektive Wahrnehmung von Art. 11 EMRK – Untersuchungsgegenstände – Gestaltungsmöglichkeiten

2. Spruchpraxis des EGMR zu Art. 11 Abs. 1 Hs. 2 EMRK: Übersicht der Spruchpraxis – Grenzen der Spruchpraxis

3. Strukturmerkmale als Gestaltungsvorgaben: Explizite Bestimmung über den Kernbereich oder den Wesensgehalt – Implizite Bestimmung über die margin of appreciation – Absage an Strukturmerkmale als Gestaltungsvorgaben

4. Funktionselemente als Gestaltungsvorgaben: Wesentliche Elemente als Anknüpfungspunkt – Die einzelnen Funktionselemente von Art. 11 EMRK – Konkrete Vorgaben nur unter Berücksichtigung der Funktionsfähigkeit der nationalen Systeme

5. Zusammenfassung und Ergebnisse

Literatur- und Internetquellenverzeichnis

Rechtsprechungs- und Sachwortverzeichnis

  • By (author) Florian Lettmeier