Vertrauen und Abhängigkeit als Willensmängel

Eine vergleichende Betrachtung des deutschen und französischen Rechts sowie der Modellregelungen PECL, DCFR und CESL

By (author) Julia Chantrel

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Extent: 284 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law

Series: Studien zum vergleichenden Privatrecht / Studies in Comparative Private Law

Series volume number: 30

Language: German

Paperback (Published)

(September 2025)

ISBN: 9783428194285

6.18 x 9.17 inches

Price: $114.00

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Die Arbeit untersucht rechtsvergleichend das deutsche und franzosische Recht sowie die PECL, DCFR und CESL dahingehend, ob Willensbeeintrachtigungen aufgrund personlichen Vertrauens oder emotionaler Abhangigkeit die Losung von einem dadurch geschlossenen Vertrag rechtfertigen. Die Arbeit entwickelt ausserdem ein Stufenmodell, um die im deutschen Recht existierenden Rechte, sich wegen einer von aussen kommenden Willensbeeintrachtigung vom Vertrag zu losen, besser vergleichen zu konnen.


English summary: Trust and Dependence as Defects of Will. A Comparative Analysis of German and French Law and the Model Rules PECL, DCFR and PECL: This thesis uses comparative law to examine German and French law as well as the PECL, DCFR, and CESL to determine whether impairments of will arising from personal trust or emotional dependence justify the avoidance of a contract concluded as a result of this lack of will. The thesis develops a graded model to better compare the different rights to avoid a contract due to wrongful interference with the formation of will in German law. German description: Die Arbeit geht der Frage nach, ob aus personlichen Naheverhaltnissen Willensbeeintrachtigungen erwachsen konnen, welche die beeintrachtigte Partei zur Losung von dem geschlossenen Vertrag berechtigen. Dazu identifiziert die Arbeit das besondere personliche Vertrauen, beispielsweise zwischen Familienmitgliedern, und emotionale Abhangigkeit als haufige Ursache einer Willensbeeintrachtigung und erortert die Voraussetzungen und Rechtsfolgen des Losungsrechts der schwacheren Partei. Dabei werden primar das deutsche und franzosische Recht sowie die Modellregelungen PECL, DCFR und CESL beleuchtet, aber auch Bezuge zum englischen Institut der undue influence hergestellt. Ausgehend von den rechtsvergleichend aufgefundenen Ergebnissen thematisiert die Arbeit zudem, wie das Losungsrecht wegen eines beziehungsbedingten Willensmangels zu den ubrigen Losungsrechten wegen Willensmangeln im deutschen Recht steht, und entwickelt zur besseren Vergleichbarkeit der Willensmangel ein Stufenmodell.

Einleitung
Tatsächliche und rechtliche Ausgangslage – Ziel der Arbeit – Gang der Darstellung

1. Willensbeeinträchtigung des schwächeren Vertragspartners
Tatsächlich gestörte Willensbildung infolge einer beziehungsbedingten Schwäche – Vermutete Schwäche einer Partei innerhalb von bestimmten Beziehungen

2. Unfairer Vertrag als Ergebnis der Willensbeeinflussung
Kausalität zwischen Schwächezustand und Vertrag – Unfaire entgeltliche Verträge – Unfaire unentgeltliche Verträge

3. Kenntnis oder vorwerfbare Unkenntnis der stärkeren Partei
Kein konkretes Ausnutzungsverhalten erforderlich – Kenntnis oder vorwerfbare Unkenntnis von Schwächelage und Vertragsinhalt

4. Rechtsfolgen der Ausnutzung einer beziehungsbedingten Schwäche
Eigentumsrechtliche Situation nach dem Abschluss des nichtigen oder vernichtbaren Vertrages – Lage bei bereits erbrachter Leistung der schwächeren Partei – Leistungsverweigerungsrecht der ausgenutzten Partei

  • By (author) Julia Chantrel