Schuldausschließungsgründe bei Täterschaft und Teilnahme.

By (author) Alexander Bechtel

Book cover: Schuldausschließungsgründe bei Täterschaft und Teilnahme.

Extent: 367 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law

Series: Strafrechtliche Abhandlungen. Neue Folge

Series volume number: 289

Language: German

Paperback (Published)

(September 2019)

ISBN: 9783428158461

6.18 x 9.17 inches

Price: $139.00

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Die mit der »Teilnahme an der entschuldigten Tat« verbundene Fragestellung nach der Reichweite des Schuldausschlusses infolge der Unzumutbarkeit normgemäßen Verhaltens wird ganz überwiegend unter Verweis auf die limitierte Akzessorietät sowie die von den Schuldauschließungsgründen selbst gezogenen Grenzen beiseite gewischt. Dabei zeigt sich bei genauerem Hinsehen, dass die Situation der Teilnahme den Schlüssel zur Fortschreibung und Konkretisierung des Prinzips der Unzumutbarkeit darstellt und so auch die Grenzen des übergesetzlichen Schuldausschlusses neu definiert.


Die akzessorietatsbezogenen Regelungen des Strafgesetzbuches wie auch die ebendort kodifizierten Schuldausschlieaungsgrunde waren und sind regelmaaig Gegenstand vertiefter wissenschaftlicher Betrachtung. Die groate Schnittmenge beider Regelungsmaterien findet sich unter dem Gesichtspunkt der sog. Limitierten Akzessorietat, mithin unter der Annahme, dass das Unrecht beteiligtenubergreifend wirkt, wahrend die Schuld Gegenstand individueller Betrachtung ist. Ob und inwieweit dies auch fur Falle gilt, in denen der Schuldausschluss Resultat der Unzumutbarkeit normgemaaen Verhaltens ist, wurde bislang kaum eingehender untersucht. Dabei bietet die Fragestellung nicht nur die Moglichkeit, die von den Schuldausschlieaungsgrunden wie auch den akzessorietatsbezogenen Regelungen gezogenen Trennlinien kritisch zu hinterfragen, sondern eroffnet auch die Chance, das Prinzip der Unzumutbarkeit konsequent fortzuschreiben und zugleich in seinen rechtsfigurlichen Ausformungen zu konkretisieren.

A. Einleitung

Einführung – Gegenstand und Ziel der Untersuchung – Gang der Untersuchung

B. Zum Begriff der Schuldausschließungsgründe

Von Entschuldigungs- und Schuldausschließungsgründen – Abgrenzung zu Strafausschließungs- und Strafaufhebungsgründen – Schuldausschluss außerhalb gesetzlicher Regelung – Schuldausschluss bei Handeln auf Weisung – Zusammenfassung

C. Beteiligung im Umfeld entschuldigter Taten

Zu den relevanten Entschuldigungsgründen – Denkbare Konfliktlagen – Lösung der Konfliktlagen nach gängigem Verständnis – Begründungswege der gängigen Auffassung – Abweichende Lösungsansätze – Fazit zu den gefundenen Ergebnissen – Der umgekehrte Fall

D. Beteiligung im Umfeld von Schuldausschließungsgründen im engeren Sinne

Beteiligung im Umfeld des § 17 StGB – Beteiligung im Umfeld des § 20 StGB – Beteiligung im Umfeld des § 19 StGB – Fazit

E. Entwicklung einer eigenen Konzeption

Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse – Eigene Auffassung

F. Übertragung der Konzeption auf die Konfliktlagen

§ 35 StGB – Übergesetzlicher entschuldigender Notstand – Der umgekehrte Fall – Zusammenfassende Betrachtung – Exkurs: Der übergesetzliche Schuldausschluss im Zeitalter automatisierten Fahrens

G. Zusammenfassung

Der übergesetzliche entschuldigende Notstand als notwendige »Fortschreibung« der Prinzipien des § 35 StGB – Ausblick

Literatur- und Sachverzeichnis

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