Missbrauchsgefahren durch Vergleiche in Kollektivverfahren.

By (author) David Quack

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Extent: 306 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law

Series: Schriften zum Prozessrecht

Series volume number: 297

Language: German

Paperback (Published)

(March 2024)

ISBN: 9783428187904

6.18 x 9.17 inches

Price: $114.00

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In jungerer Zeit pragten Massenschadensfalle die rechtspolitische Diskussion in Deutschland. Der Gesetzgeber reagierte mit Einfuhrung der Musterfeststellungsklage und der EU-Verbandsklage. Es steht zu erwarten, dass es auch in Deutschland in Zukunft vermehrt zu Kollektivvergleichen kommen wird. Die Arbeit unternimmt es, rechtsvergleichend zu den USA und den Niederlanden die Gefahren von Vergleichen in Massenverfahren und mogliche Losungswege aufzuzeigen.


English summary: Risks Associated with Settlements in Mass Proceedings: Recently, there has been an uptick in mass damage cases. In response, a collective action aimed at achieving a binding determination of common facts, along with an EU representative collective action were amended. Consequently, it is anticipated that there will be an increase in collective settlements. This dissertation aims to outline the risks associated with settlements in mass proceedings and explore potential solutions by comparing the legal frameworks in the USA and the Netherlands. German description: Der Vergleich wird oft als zentrales Mittel zur schnellen und kostengunstigen Beilegung von Rechtsstreitigkeiten angesehen und daher insbesondere auch vom Gesetzgeber gefordert. In jungerer Zeit pragten Massenschadensfalle die rechtspolitische Diskussion in Deutschland. Der Gesetzgeber reagierte mit Einfuhrung der Musterfeststellungsklage und der EU-Verbandsklage. Es steht zu erwarten, dass es auch in Deutschland in Zukunft vermehrt zu Kollektivvergleichen kommen wird – eine Praxis, die in den USA bereits seit Langem gangig ist. Die Arbeit unternimmt es, rechtsvergleichend zu den USA und den Niederlanden die Gefahren von Vergleichen in Massenverfahren und mogliche Losungswege aufzuzeigen. Missbrauchsgefahren resultieren nach der Principal-Agent-Theorie insbesondere aus Interessengegensatzen zwischen den Geschadigten und deren Reprasentanten wie einem Verbraucherverband oder einer weitgehend autonom agierenden Anwaltschaft.

§ 1 Einführung

§ 2 Nachteile von Vergleichen im Individualprozess
Beeinträchtigung öffentlicher Interessen durch Vergleiche – Beeinträchtigung
subjektiver Interessen – Vergleichszwänge – Vergleichsdruck durch die Beteiligten

§ 3 Grundlagen der Kollektivverfahrensarten und deren Beteiligte
USA – Niederlande – EU-Verbandsklage – Deutschland

§ 4 Prinzipal-Agenten-Probleme in Kollektivverfahren
Einführung in die Prinzipal-Agenten-Theorie – Informationsasymmetrien bei Vergleichen
in Kollektivverfahren – Interessengegensätze basierend auf der Vergütung – Gefahren
durch fehlende Unabhängigkeit der Repräsentanten von Dritten

§ 5 Bekämpfung von Prinzipal-Agenten-Problemen
Aktives Vergleichsmanagement durch das Gericht – Angemessenheitsprüfung durch das
Gericht – Möglichkeiten der Nichtteilnahme am Vergleich

§ 6 Zusammfassende Betrachtung der Prinzipal-Agenten-Konflikte
USA – Niederlande – EU-Verbandsklage – Deutschland

§ 7 Schlussfolgerungen und Ausblick
Optimale Repräsentationsstruktur zur Vermeidung von Interessenskonflikten bei
Vergleichen – Urteile als vorzugswürdige Beendigung von Kollektivverfahren

Literatur- und Stichwortverzeichnis

  • By (author) David Quack