Das zivil- bzw. bereicherungsrechtliche Verständnis der Einziehung von Taterträgen (§§ 73 ff., 75 ff. StGB).

Zugleich ein Beitrag zur Fremdrechtsanwendung im Vermögensabschöpfungsrecht.

By (author) Aleksandar Zivanic

Book cover: Das zivil- bzw. bereicherungsrechtliche Verständnis der Einziehung von Taterträgen (§§ 73 ff., 75 ff. StGB).

Extent: 270 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law

Series: Schriften zum Strafrecht

Series volume number: 402

Language: German

Paperback (Published)

(October 2022)

ISBN: 9783428185658

6.18 x 9.17 inches

Price: $114.00

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Die Arbeit legt die neu gefassten Vorschriften der Einziehung von Taterträgen – unter Berücksichtigung national-verfassungsrechtlicher sowie supranationaler Vorgaben – konsequent zivil- bzw. bereicherungsrechtlich aus. Zudem entnimmt sie der Vorschrift des § 262 StPO eine positivrechtliche Aussage darüber, dass das Strafgericht bei zivilrechtlichen Vorfragen das an seinem Standort geltende Internationale Privatrecht (IPR) anzuwenden hat.


Kaum ein Rechtsinstitut wird von der strafrechtlichen Praxis mehr gefurchtet als die Vermogensabschopfung. Sie gilt gemeinhin – seit jeher und auch gegenwartig – als zu komplex. Das gesetzgeberische Ziel, umfassend Ertrage aus Straftaten abzuschopfen, weil sich Straftaten nicht lohnen durfen, wird damit konterkariert. Dabei bezweckte der Reformgesetzgeber aus dem Jahre 2017 gerade, die Komplexitat der gesetzlichen Regelungen zu beseitigen. Sucht man nach einem Grund, weshalb die Einziehung von Tatertragen als wenig geliebt gilt, wird man schnell fundig: Das Einziehungsrecht unterliegt zahlreichen externen Einflussen. Vor allem sind es aber zivil- bzw. bereicherungsrechtliche Grundsatze, die im Vermogensabschopfungsrecht besonders zu beachten sind. Die Arbeit setzt sich zum Ziel, die Einziehung von Tatertragen konsequent zivil- bzw. bereicherungsrechtlich – insbesondere unter Berucksichtigung nationalverfassungsrechtlicher sowie supranationaler Vorgaben – zu verstehen, um damit einen Beitrag zu mehr Rechtssicherheit im reformierten Einziehungsrecht zu leisten.

1. Grundlagen der Diskussion
Einleitung, Eingrenzung und Gang der Darstellung – Grundlagen der strafrechtlichen Vermögensabschöpfung – (Ein) Stufenmodell der Gesetzesanwendung – Zusammenfassung

2. Die Auslegung der Einziehungsvorschriften
Die Einziehung bei Tatbeteiligten – Die Einziehung bei Drittbegünstigten – Begrenzung des Einziehungsumfangs und Ausschluss der Einziehung – Sonderfälle der Einziehung von Taterträgen – Zusammenfassung der Ergebnisse

3. Zivilrechtliche Fremdrechtsanwendung im Vermögensabschöpfungsrecht
Internationale Zuständigkeit deutscher Strafgerichte – Fremdrechtsanwendung im Einziehungsrecht – Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit

Literatur- und Stichwortverzeichnis

  • By (author) Aleksandar Zivanic

Review - German Die von Zivanic faszinierend skizzierte Themenpaletterankt sich zwar um das deutsche Einziehungsrecht, reicht aber weit daruber hinaus nicht nur auf inlandisches, sondern auchauf Europa- und auslandisches Recht. Es ist ein grosses Verdienstdieser Dissertation, den Blick der Praxis nicht nur aufdie Komplexitat der Abschopfungsmaterie zu lenken, sondernauch systematisch schlussige Losungen anzubieten. Ihre grossteBedeutung durfte jedoch darin liegen, sowohl fur die Notwendigkeiteiner systematischen Durchdringung als auch fur diedaraus folgende Ableitung von Detail-Ergebnissen zu sensibilisieren.Wer dafur ein Faible hat, darf sich bei der Lekture aufein intellektuelles Vergnugen freuen und findet weiterfuhrende Anregungen auch dort, wo ihn eines der zahlreichen EinzelergebnisseZivanics nicht uberzeugt. Folker Bittmann, in: wistra, 5/2023

»Sicher ist, dass die Arbeit von Zivanic die Diskussion zu vielen Fragen des Einziehungsrechts noch befruchten und (ganz und gar gerechtfertigt) bereichern wird.« Dr. Sören Lichtenthäler, in: Goltdammer´s Archiv für Strafrecht, 4/2025

»Die von Zivanic faszinierend skizzierte Themenpaletterankt sich zwar um das deutsche Einziehungsrecht, reicht aber weit darüber hinaus nicht nur auf inländisches, sondern auchauf Europa- und ausländisches Recht. Es ist ein großes Verdienstdieser Dissertation, den Blick der Praxis nicht nur aufdie Komplexität der Abschöpfungsmaterie zu lenken, sondernauch systematisch schlüssige Lösungen anzubieten. Ihre größteBedeutung dürfte jedoch darin liegen, sowohl für die Notwendigkeiteiner systematischen Durchdringung als auch für diedaraus folgende Ableitung von Detail-Ergebnissen zu sensibilisieren.Wer dafür ein Faible hat, darf sich bei der Lektüre aufein intellektuelles Vergnügen freuen und findet weiterführende Anregungen auch dort, wo ihn eines der zahlreichen EinzelergebnisseZivanics nicht überzeugt.« Folker Bittmann, in: wistra, 5/2023