Die strafrechtlichen Risiken des Mediziners im Rahmen von Präimplantationsdiagnostik und Pränataldiagnostik.
By (author) Katharina Ollech
Paperback (Published)
(March 2020)
ISBN: 9783428158799
6.18 x 9.17 inches
Price: $160.00
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Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Frage, ob Mediziner, die präimplantations- oder pränataldiagnostische Untersuchungen durchführen, aufgrund der gesetzlichen Regelungen in Deutschland unangemessenen Strafbarkeitsrisiken ausgesetzt sind. Hierbei wird auch ein Vergleich zu den gesetzlichen Vorgaben in anderen europäischen Ländern gezogen. Es wurde zudem untersucht, ob etwaige Strafbarkeitsrisiken dem ohnehin vorhandenen durchschnittlichen Berufsrisiko eines Mediziners entsprechen.
Die Methoden der Praimplantations- und Pranataldiagnostik erfahren immer groaere Beliebtheit. Es konnen mit diversen Untersuchungen vor der Einpflanzung eines Embryos oder im Rahmen einer Schwangerschaft Krankheiten diagnostiziert werden. Doch gerade der medizinische Fortschritt offnet Missbrauch Tur und Tor. Es ist unabdingbar, dass die rechtlichen Voraussetzungen dieser Verfahren normiert und Verstoae strafrechtlich sanktioniert sind. Der deutsche Gesetzgeber hat die Aufgabe, ein ethisch sensibles Gebiet strafrechtlich zu regeln, aber auch Rechtssicherheit fur die Arzte zu gewahrleisten, die die Untersuchungen durchfuhren. Im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen die strafrechtlichen Risiken der Arzte. Es wird untersucht, ob der Mediziner de lege lata unzumutbaren Strafbarkeitsrisiken ausgesetzt ist, oder ob die Risiken dem durchschnittlichen Berufsrisiko von Arzten entsprechen. Letztendlich musste ein verantwortungsvoller Arzt in Zweifelsfallen eine Untersuchung unterlassen, wenn er dem Wortlaut der Rechtsnorm nicht entnehmen kann, ob diese rechtmaaig ist. In der Arbeit wird festgestellt, dass tatsachlich unangemessene Strafbarkeitsrisiken vor allem bei den Regelungen zur Praimplantationsdiagnostik bestehen und auch praktische Relevanz haben.
1.Einleitung
Relevanz des Themas und Problemaufriss – Ziel der Arbeit – Gang der Untersuchung – Bedeutung der PID und PND
2. Naturwissenschaftliche Grundlagen für Pränatal und Präimplantationsdiagnostik
Zur Terminologie in Bezug auf die Entwicklungsprozesse des Menschen – Grundlagen der Humangenetik – Mutationen – Erbgänge – Epigenetik und X-Chromosom Inaktivierung
3. Präimplantationsdiagnostik
Naturwissenschaftliche und medizinische Grundlagen der embryonalen Entwicklung – Durchführung der PID – Empirische Befunde zur PID – Risiken einer Fehldiagnose im Rahmen der PID – Embryonenauswahl durch die Mutter nach Durchführung der medizinischen Diagnostik – Internationale Regelungen im Hinblick auf die PID – Rechtliche Regelung der PID in Europa – Die Neuregelung der PID durch § 3a Embryonenschutzgesetz – Aufbau des § 3a ESchG – Gesetzgeberisches Schweigen zum Umgang mit nicht transferierten Embryonen – Teilnahme an einer Auslandstat – Ergebnis zur PID
4. Pränataldiagnostik
Untersuchungsmethoden – Intrauterine fetale Chirurgie – Empirische Befunde – Diagnosen nach Durchführung invasiver pränataler Untersuchungen – Risiken invasiver Untersuchungsmethoden – Rechtliche Würdigung der Pränataldiagnostik – Regelungen zur PND im Lichte der Rechtsprechung des BVerfG zu Art. 103 Abs. 2 GG – Ergebnis PND
5. Beurteilung eines Entwurfes des Fortpflanzungsmedizingesetzes
Bedürfnis nach einem Fortpflanzungsmedizingesetz – Augsburg-Münchner Entwurf – Zusammenfassende Stellungnahme zur Regelung der PID im Rahmen des AME-FMedG
6. Resümee und Ausblick
Resümee – Ergebnisse zu PID und PND in Thesen – Schlussbetrachtung und Ausblick
Literatur- und Stichwortverzeichnis
- By (author) Katharina Ollech
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