Veräußerungsgewinnbesteuerung im privaten Bereich

By (author) Til Kopietz

Image coming soon

Extent: 246 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law

Series: Schriften zum Steuerrecht

Series volume number: 199

Language: German

Paperback (Published)

(November 2024)

ISBN: 9783428193981

6.18 x 9.17 inches

Price: $101.00

Out of stock

Die Arbeit untersucht die uneinheitliche Rechtslage der Verausserungsgewinnbesteuerung im privaten Bereich; ein Teil der Verausserungsgewinne wird stets und der andere Teil grundsatzlich nicht besteuert. Diesen Befund nimmt die Arbeit zum Anlass, den gesetzlichen Einkommensbegriff zu untersuchen und einen neuen Einkommensbegriff zu entwickeln. Die Arbeit schliesst mit einem konkreten Reformvorschlag zur Verausserungsgewinnbesteuerung im privaten Bereich.


English summary: The thesis addresses the inconsistent taxation of private asset gains in Germany. While private capital gains are always subject to taxation, profits from disposals of private real estate and other private assets are generally tax-exempt. Further, according to the thesis, the exception of the general tax exemption is incompatible with the German Constitution. In conclusion, the thesis proposes a reform for a more consistent approach to the taxation of private asset gains. German description: Die Arbeit untersucht die uneinheitliche Rechtslage der Verausserungsgewinnbesteuerung im privaten Bereich. Wahrend Verausserungsgewinne aus Kapitalanlagen stets besteuert werden, bleiben Gewinne aus der Verausserung von Immobilien und anderen Wirtschaftsgutern – vorbehaltlich einer Spekulationsbesteuerung – steuerfrei. Die Belastungsgrundentscheidung im EStG unterscheidet damit nicht mehr den unternehmerischen und den privaten Bereich, sondern nun auch innerhalb des privaten Bereichs unterschiedliche Verausserungsgewinne. Der Dualismus innerhalb der Verausserungsgewinnbesteuerung wird mit 22 Nr. 2, 23 Abs. 1 EStG zudem nicht folgerichtig umgesetzt. Diese Ungleichbehandlung ist dabei mangels eines besonderen sachlichen Grundes verfassungswidrig. Den Befund nimmt die Arbeit zum Anlass, einen neuen, verfassungskonformen sowie monistischen Einkommensbegriff zu entwickeln und einen konkreten Vorschlag zur Reform der Verausserungsgewinnbesteuerung im privaten Bereich zu unterbreiten.

Einleitung
Reformbedarf und politisches Umfeld

1. Einkommen im EStG
Finanzwissenschaftliche Grundlagen des Einkommensbegriffs – Gesetzesentwicklung

2. Verfassungsrechtliche Untersuchung der Veräußerungsgewinnbesteuerung im privaten
Bereich
Verfassungsrechtlicher Maßstab – Belastungsgrundentscheidung und Umsetzung –
Verfassungsmäßigkeit der Regelungen zum Steuergegenstand

3. Überwindung der Verfassungswidrigkeit
Maßstab der Reform – Einkommenstheoretische Grundlage der Belastungsgrundentscheidung
– Pragmatischer Einkommensbegriff – Zusammenfassung des neueren Einkommensbegriffs –
Verfassungsmäßigkeit des neueren Einkommensbegriffs

4. Implementierung des pragmatischen Einkommensbegriffs – de lege ferenda
Integration in das bestehende EStG – Änderungsvorschlag des Einkommensteuergesetzes
Ergebnis

  • By (author) Til Kopietz

»Die in der Arbeit gewonnen Erkenntnisse sind auch
für den österreichischen Rechtsbereich sehr interessant und das Werk daher sehr zu
empfehlen.« Prof. Dr. Sebastian Bergmann, in: Zeitschrift für Gesellschaftsrecht und
angrenzendes Steuerrecht, 7/2024