Die Passivlegitimation im Amtshaftungsrecht bei Handeln auf Weisung.

Dargestellt am Beispiel der Bundesauftragsverwaltung.

By (author) Franziska-Maria Jaschke

Book cover: Die Passivlegitimation im Amtshaftungsrecht bei Handeln auf Weisung.

Extent: 317 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law

Series: Schriften zum Öffentlichen Recht

Series volume number: 1427

Language: German

Paperback (Published)

(April 2020)

ISBN: 9783428155514

6.18 x 9.17 inches

Price: $145.00

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Nach staatshaftungsrechtlichen Grundsätzen ist seit Langem unumstritten, dass aus der Befolgung einer bindenden rechtswidrigen Weisung kein Amtshaftungsanspruch resultieren kann. Für den Bereich der Bundesauftragsverwaltung wird dagegen nahezu einhellig von einer Haftung des Landes bei Befolgung einer rechtswidrigen Weisung ausgegangen. Diese Arbeit zeigt, dass jedoch auch in der Bundesauftragsverwaltung das Haftungssubjekt anhand des Kriteriums der Eigenverantwortlichkeit zu bestimmen ist.


In Zusammenhang mit der als Moratorium bekannten befristeten Stilllegung deutscher Kernkraftwerke ruckte die Frage nach dem Haftungssubjekt eines Amtshaftungsanspruchs im Falle der Erteilung einer rechtswidrigen Weisung in der Bundesauftragsverwaltung in den Fokus der rechtswissenschaftlichen Literatur. Obwohl nach staatshaftungsrechtlichen Grundsatzen seit Langem unumstritten ist, dass aus der Befolgung einer bindenden rechtswidrigen Weisung kein Amtshaftungsanspruch resultieren kann, wird aus verfassungsrechtlicher Perspektive nahezu einhellig eine Passivlegitimation des Landes angenommen, eine Passivlegitimation des Bundes dagegen als ausgeschlossen erachtet. Die Arbeit zeigt auf, dass auch bei Berucksichtigung der Besonderheiten des Verfassungsrechtsverhaltnisses zwischen Bund und Land in der Bundesauftragsverwaltung die Passivlegitimation anhand des Kriteriums der Eigenverantwortlichkeit zu bestimmen ist und daher eine Passivlegitimation des Bundes keineswegs ausscheidet.

1. Einführung

Anlass, Gegenstand und Ziel der Arbeit – Grundlagen

2. Die Passivlegitimation im Amtshaftungsrecht bei Handeln auf Weisung

Passivlegitimation im engeren Sinne – Verletzung einer Amtspflicht bei Befolgung einer rechtswidrigen Weisung – Beurteilung der Passivlegitimation im Amtshaftungsrecht bei Handeln auf Weisung anhand der Regelungen des Beamtenrechts – Belange des Geschädigten – Heranziehung der Vorschriften des Beamtenrechts zur Bestimmung der Passivlegitimation im Amtshaftungsrecht bei Handeln auf Weisung – Erteilung einer Weisung zwischen Behörden verschiedener Verwaltungsträger – Die Passivlegitimation im Amtshaftungsrecht bei Handeln auf Weisung in der Bundesauftragsverwaltung – Schlussbetrachtung

3. Zusammenfassung der erarbeiteten Thesen

Literaturverzeichnis

Sachwortverzeichnis

Franziska-Maria Jaschke studied law at the University of Passau and received scholarships from the German Academic Scholarship Foundation and the Max Weber Programme (Elite Network Bavaria) during this time. In 2015 and 2016, she worked as a research assistant at the »Chair of Constitutional and Administrative Law, in particular Public Finance and Tax Law« at the University of Passau. She was awarded a scholarship of the German Academic Scholarship Foundation for her doctorate at the University of Passau, which she completed in 2018. Franziska-Maria Jaschke is currently working as a law clerk within the jurisdiction of the Higher Regional Court of Munich.

  • By (author) Franziska-Maria Jaschke

»Es handelt sich um eine wohldurchgedachte und klug komponierte Arbeit mit einem innovativen haftungsrechtlichen Ansatz. Es wird sich zeigen, ob Jaschkes Überlegungen Eingang in die Rechtsprechung finden werden.« Prof. Dr. Norbert Janz, in: Landes- und Kommunalverwaltung, 8/2022
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