Indikation und nicht-indizierte Eingriffe als Gegenstand des Medizinrechts.
Zur Systematisierung der rechtlichen Behandlung nicht-indizierter medizinischer Maßnahmen auf der Grundlage der medizinrechtlichen Bedeutung des Indikationsbegriffs.
By (author) Isabell Richter
Paperback (Published)
(September 2018)
ISBN: 9783428153664
6.18 x 9.17 inches
Price: $177.00
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Die Arbeit geht der Frage nach, wie sich bei der medizinischen Behandlung eines Gesunden das Fehlen einer Indikation zum Eingriff rechtlich auswirkt. Hierzu werden rechtsgebietsübergreifend ein historisch gewachsener Begriffspluralismus systematisiert, die Begriffe der Indikation, Kontraindikation und der »Nichtindikation« geklärt und zu anderen Grundlagenbegriffen abgegrenzt sowie die Voraussetzungen für die Rechtmäßigkeit indikationsloser Eingriffe bei Erwachsenen und Minderjährigen untersucht.
Die Arbeit wurde als herausragende Dissertation des Jahres 2017 von der Juristenfakultät der Universität Leipzig und der Dr. Feldbausch-Stiftung Landau/Pfalz ausgezeichnet.
»Indication and Non-Indicated Interventions as a Subject of Medical Law«
The author suggests a systematization of the legal treatment of non-indicated medical measures based on the medical law meaning of the term »indication«.
Einleitung
Einführung ins Thema – Gang der Untersuchung
1. Die historische Entwicklung des Indikationsbegriffs im Recht
Rechtsentwicklung bis zur Einführung des § 226a RStGB – Rechtsentwicklung ab Einführung des § 226a RStGB – Die Einführung des Grundgesetzes und die Folgezeit – Das »Dohrn«-Urteil – Entwicklung nach der Dohrn-Entscheidung bis heute – Gesetzgebungskompetenzen
2. Nicht indizierte Behandlungen und die grundlegenden Begriffe und Kategorien ihrer Bestimmbarkeit
Gesundheit und Krankheit – Indikation – Heilauftrag, Heilbehandlung und Heilzweck – Kontraindikation – Die medizinisch nicht indizierte Behandlung (»Nichtindikation«) – Enhancement und »wunscherfüllende Medizin« – Patient und Kunde – Der Eingriffsbegriff
3. Die Rechtmäßigkeit nicht indizierter Behandlungen nach der aktuellen Rechtslage
Verfassungsrechtliche Einbettung – Die Indikation und die Frage nach der Rechtmäßigkeit ärztlichen Handelns – Die Einwilligung in einen medizinischen Eingriff – Die Selbstbestimmungsaufklärung bei nicht indizierten Eingriffen – Die Einwilligung in einen nichtärztlichen Eingriff
4. Der Behandlungsvertrag
Die Rechtsnatur des Vertrages – Vertragliche Pflichten – Beendigung des Vertrages – Nichtigkeit des Vertrages – Die Haftung des Behandelnden – Maßnahmen von Nichtärzten
5. Nicht indizierte Maßnahmen bei Minderjährigen
Die Einwilligung bei Minderjährigkeit – Behandlungsvertrag – Kostenbeteiligung gemäß § 52 Abs. 2 SGB V
6. Fazit
Zusammenfassende Ergebnisse – Ausblick
Literatur- und Sachwortverzeichnis
- By (author) Isabell Richter
»Die Dissertation von Richter ist eine wahre Fundgrube, welche die medizinrechtliche Literatur bereichert und eine grundlegende Arbeit darstellt, die nicht nur arzthaftungsrechtlich tätigen oder wissenschaftlich interessierten Medizinrechtlern weiterhilft. Darüber hinaus wird sie gerade der juristischen Aufgabe in einem vornehmlich durch Mediziner geprägten Gebiet gerecht, und zwar anstelle einer unbesehenen Übertragung von medizinischen Begrifflichkeiten grundlegende rechtliche Überlegungen anzustellen, um diese zu systematisieren und damit rechtlich handhabbar sowie überprüfbar zu machen.« Dr. Ole Ziegler, in: Gesundheit und Pflege, 3/2019
»Eine sehr solide Lektüre, die sich aufgrund der guten Gliederung überraschend gut liest - und einen guten rechtlichen Ratgeber für Behandler darstellen dürfte.« Volker Grosskopf, in: Rechtsdepesche für das Gesundheitswesen, Jg. 16, 3/2019
»Das Buch stellt eine umfassende und beeindruckende Behandlung eines wesentlichen Bereichs des Medizinrechts dar. Auch für die (Rechts-)Lage in Österreich sind diese Ausführungen von großem Interesse und mit Gewinn zu lesen. Das Buch kann den am Medizinrecht, besonders am Bereich der Indikation und ihrer Bedeutung Interessierten bestens empfohlen werden.« Prof. Dr. Helmut Schwamberger, in: Recht der Medizin, 1/2019
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