Die interpolierende Betrachtungsweise als lastengerechtes Absehen von Besteuerung.

Eine Analyse der Zusammenschau von Steuerbefreiungen im Grunderwerbsteuerrecht.

By (author) Johannes Heck

Book cover: Die interpolierende Betrachtungsweise als lastengerechtes Absehen von Besteuerung.

Extent: 288 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law

Series: Schriften zum Steuerrecht

Series volume number: 172

Language: German

Paperback (Published)

(December 2021)

ISBN: 9783428184644

6.18 x 9.17 inches

Price: $127.00

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Der Autor stellt und beantwortet die Frage nach einer methodisch, systematisch und verfassungsrechtlich tragfähigen Begründung für die interpolierende Betrachtungsweise, mit der im Grunderwerbsteuergesetz über dessen Wortlaut hinaus Steuerfreiheit gewährt wird. Ausgehend von einer ausführlichen Untersuchung des steuerlichen Belastungsgrunds wird ein lastengerechter Ansatz zur Interpolation im Grunderwerbsteuerrecht entwickelt, wofür dessen Steuerbefreiungen analysiert und kategorisiert werden.


Die interpolierende Betrachtungsweise ist eine vom Bundesfinanzhof entwickelte Methode zur Anwendung von Steuerbefreiungen im Grunderwerbsteuerrecht, die hierbei uber ihren Wortlaut hinaus zur Steuerfreiheit verbunden werden. Dies nimmt die Untersuchung zum Anlass, die Frage nach einer methodisch und systematisch tragfahigen Begrundung der Interpolation aufzuwerfen und zu beantworten. Im Mittelpunkt der Arbeit steht neben der Anwendbarkeit von Steuerbefreiungen auf Gesamthandsgemeinschaften der Belastungsgrund der Grunderwerbsteuer, der ausfuhrlich unter dem Aspekt wirtschaftlicher Leistungsfahigkeit untersucht wird. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem fur einen leistungsfahigkeitskonformen Steuerzugriff notwendigen Zusammenspiel von typisierenden Steuertatbestanden und Befreiungsvorschriften. Ausgehend davon entwickelt die Arbeit einen eigenen, lastengerechten Ansatz zur Interpolation, wofur die Steuerbefreiungen des Grunderwerbsteuerrechts nach ihrer Funktion kategorisiert werden.

1. Einführung: Problemaufriss – Terminologie – Gang der Untersuchung
2. Katalogisierung der Rechtsprechung zur interpolierenden Betrachtungsweise: Verweisungskanon des Bundesfinanzhofs – Anwendung personenbezogener Befreiungsvorschriften des § 3 GrEStG bei Beteiligung von Gesamthandsgemeinschaften – Rechtsprechung zu landesrechtlichen Steuerbefreiungen des sozialen Wohnungsbaus – Ergänzung: Entscheidungen des Reichsfinanzhofs – Ergebnis zu Kapitel 2
3. Methodische Kategorisierung der interpolierenden Betrachtungsweise: Methodische Grundlagen – Methodische Einordnung der Interpolation – Ergebnis zu Kapitel 3
4. Die interpolierende Betrachtungsweise als Rechtsanalogie im Binnensystem des Grunderwerbsteuergesetzes: Regelungslücke – Interessenlage bei der Anwendung personenbezogener Steuerbefreiungen bei Beteiligung von Gesamthandsgemeinschaften – Interessenlage beim Grundstückserwerb von Geschwistern im Rahmen vorweggenommener Erbfolge – Ergebnis zu Kapitel 4
5. Die Geltung des Leistungsfähigkeitsprinzips im Grunderwerbsteuerrecht: Inhalt des Leistungsfähigkeitsprinzips – Bestandsaufnahme zum Geltungsbereich des Leistungsfähigkeitsprinzips –Gleichheitsrechtliche Dimension des Steuerzugriffs – Ergebnis zu Kapitel 5
6. Die interpolierende Betrachtungsweise als lastengerechte Rechtsanalogie: Eigener Ansatz: Interpolation nach Grundstücksumsätzen – Einordnung der Befreiungen in § 3 GrEStG – Abgleich mit der Anwendung personenbezogener Steuerbefreiungen bei Beteiligung von Gesamthandsgemeinschaften – Anwendung der Grundsätze auf die Fälle vorweggenommener Erbfolge – Ergebnis zu Kapitel 6
Zusammenfassung in Thesen
Literatur- und Sachverzeichnis

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