Die Verletzung von Lock-up Agreements.

Zur Herleitung eines Haftungskonzepts "extra legem, intra ius".

By (author) Lorenz M. Koffka

Book cover: Die Verletzung von Lock-up Agreements.

Extent: 327 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law

Series: Abhandlungen zum Deutschen und Europäischen Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht

Series volume number: 141

Language: German

Paperback (Published)

(May 2019)

ISBN: 9783428156979

6.18 x 9.17 inches

Price: $164.00

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Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob die Verletzung von sog. Lock-up Agreements eine Haftung gegenüber Anlegern begründet. Da eine Haftung weder aus vertraglichen noch aus gesetzlichen Ansprüchen in Betracht kommt, wird der Versuch unternommen, im Wege der Rechtsfortbildung ein Haftungskonzept zu entwickeln, das weder willensbasiert noch gesetzlich angeordnet ist, um anhand einer »außervertraglichen Selbstbindung« eine Haftung für die Verletzung von Lock-up Agreements darzulegen.


Lock-up Agreements verpflichten die Altaktionare eines Unternehmens, ihre Aktien fur einen gewissen Zeitraum nach einem Borsengang nicht zu verauaern. Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob die Verletzung eines Lock-up Agreements eine Schadensersatzhaftung gegenuber den am Lock-up Agreement nicht beteiligten Anlegern begrundet. Es wird dargelegt, dass eine Haftung im Rahmen der Dichotomie aus willensgetragener und gesetzlicher Bindung nicht in Betracht kommt. Daher wird im Wege der Rechtsfortbildung und unter Einbeziehung rechtsokonomischer Erwagungen der Versuch unternommen, eine Form der rechtlichen Bindung, die weder willensbasiert noch gesetzlich angeordnet ist, innerhalb der Grenzen der Rechtsordnung zu verorten. Anhand einer solchen auaervertraglichen Selbstbindung soll gezeigt werden, dass eine Haftung der Altaktionare fur die Verletzung von Lock-up Agreements de lege lata moglich ist.

I. Grundlagen

1. Lock-up Agreements: Einführung und Begriffsdefinition – Zweck und Schutzfunktion von Lock-up Agreements – Lock-up Agreements im Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht
2. Kapitalmarktökonomie: Begriff des Kapitalmarkts – Ökonomische Grundlagen – Normative Regelungsziele des Kapitalmarktrechts
3. Lock-up Agreements aus ökonomischer Perspektive: Funktionsweise von Lock-up Agreements – Stabilisierung des Kursniveaus – Funktionsschutz des Kapitalmarkts
4. Haftung aufgrund der Verletzung von Lock-up Agreements: Die Verletzung von Lock-up Agreements – Haftung der Altaktionäre nach den allgemeinen Anspruchsgrundlagen – Haftung nach US-amerikanischem Kapitalmarktrecht
5. Ergebnisse des ersten Teils

II. Entwicklung eines Haftungskonzepts im Wege der Rechtsfortbildung

6. Vorüberlegungen zur Methodologie der Rechtsfindung: Zulässigkeit der Rechtsfortbildung – Stufen der Rechtsfindung
7. Bedürfnis nach einem privatrechtlichen Haftungsinstitut: Vorliegen einer Lücke im Gesetz – Notwendigkeit einer privatrechtlichen Haftung
8. Entwicklung eines Haftungskonzepts: Dogmatische Grundlagen eines Haftungskonzepts – Begründungsansätze einer Haftung – Konzept eines eigenen Haftungsinstituts – Dogmatische Herleitung eines eigenen Haftungsinstituts – Rechtsökonomische Bewertung
9. Voraussetzungen und Anwendung des Haftungsinstituts: Voraussetzungen eines Schadensersatzanspruchs der Anleger – Schadensberechnung – Haftungsausschluss
10. Ergebnisse des zweiten Teils

Schlussbetrachtung

Literatur- und Stichwortverzeichnis

  • By (author) Lorenz M. Koffka