Verhinderung einer Mehrfachhaftung des Kartellanten.

Die Streitverkündungslösung des Bundesgerichtshofes.

By (author) Hannah-Sophia Visé

Book cover: Verhinderung einer Mehrfachhaftung des Kartellanten.

Extent: 260 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law

Series: Schriften zum Wirtschaftsrecht

Series volume number: 346

Language: German

Paperback (Published)

(May 2023)

ISBN: 9783428185856

6.18 x 9.17 inches

Price: $114.00

Out of stock

Fur einen Kartellanten besteht das Risiko sowohl seinem unmittelbaren als auch dem mittelbaren Abnehmer Ersatz fur einen Preisuberhohungsschaden leisten zu mussen. Die Arbeit untersucht die vom Bundesgerichtshof in der Entscheidung ORWI zur Verhinderung einer solchen Mehrfachhaftung angefuhrte Streitverkundung sowohl vor dem Hintergrund des vor dem Inkrafttreten der 9. GWB-Novelle geltenden Rechtes als auch unter Berucksichtigung der durch die 9. GWB-Novelle bedingten Anderungen der Gesetzeslage.


English summary: Avoidance of Multiple Liability of the Cartelist. The Third Party Notice Solution of the Federal Court of Justice: For a cartelist, there is the risk of having to compensate both his direct and indirect customers for price overcharge damages. The paper examines the third party notice cited by the Federal Court of Justice (Bundesgerichtshof) in the ORWI decision to prevent such multiple liability. The paper investigates the background of the law applicable before the 9th GWB amendment came into force and the changes in the legal situation caused by the 9th GWB amendment. German description: Fur einen Kartellanten besteht das Risiko sowohl seinem unmittelbaren als auch dem mittelbaren Abnehmer Ersatz fur einen Preisuberhohungsschaden leisten zu mussen, obwohl der kartellbedingte Preisaufschlag nur bei einem der Abnehmer oder bei beiden in Teilen als Schaden dauerhaft das Vermogen geschmalert haben kann. Die kritische Auseinandersetzung mit der vom Bundesgerichtshof in der Entscheidung ORWI zur Verhinderung einer solchen Mehrfachhaftung angefuhrten Streitverkundung steht im Vordergrund dieser Arbeit. Die Streitverkundungslosung wird sowohl vor dem Hintergrund des vor dem Inkrafttreten der 9. GWB-Novelle geltenden Rechtes als auch unter Berucksichtigung der durch die 9. GWB-Novelle bedingten Anderungen der Gesetzeslage untersucht. Gleichzeitig soll gezeigt werden, dass sich Schwierigkeiten im Bereich des Kartellschadensersatzes vielfach durch den Ruckgriff auf das allgemeine Zivil- bzw. Zivilprozessrecht bewaltigen lassen.

A. Einleitung
Problemstellung – Begrenzung des Untersuchungsgegenstandes – Gang der Untersuchung
B. Die Abwälzung von kartellbedingten Preisaufschlägen innerhalb mehrgliedriger Lieferketten: Vorüberlegungen
Die Entwicklung des GWB bis zur 9. Gesetzesnovelle: Ein kurzer Überblick – Die unterschiedlichen Perspektiven der Abwälzung unter Berücksichtigung des grundlegenden Urteils des BGH in der Rechtssache ORWI
C. Die Streitverkündungslösung des BGH vor dem Hintergrund des vor dem Inkrafttreten der 9. GWBNovelle in Deutschland geltenden Rechtes
Der Kartellschadensersatzanspruch: Anspruchsvoraussetzungen und Vorteilsausgleichung – Zulässigkeit und Wirkung einer Streitverkündung – Erfolgsgeeignetheit zur Vermeidung einer Mehrfachhaftung: Prozessuale Überlegungen
D. Änderung der Gesetzeslage durch die 9. GWB-Novelle in Umsetzung der Kartellschadensersatzrichtlinie
Unionsrechtlich aufgestellte Vorgaben durch die Kartellschadensersatzrichtlinie – Deutsches Gesetzgebungsverfahren zur 9. GWB-Novelle: Umsetzung der unionsrechtlichen Vorgaben in deutsches Recht – Punktuelle Neuerung durch das GWB-Digitalisierungsgesetz (10. GWB-Novelle) – Die Modifizierung der Gesetzeslage: Inhaltliche Ausgestaltung des Kartellschadensersatzanspruches – Konsequenzen der geänderten Verteilung der Darlegungs- und Beweislast im Kartellschadensersatzprozess für die Streitverkündungslösung des BGH
E. Zusammenfassung der wichtigsten Untersuchungsergebnisse
Anhang
Literatur- und Stichwortverzeichnis

  • By (author) Hannah-Sophia Visé