Reparationen am Internationalen Strafgerichtshof.
By (author) Mareike Feiler
Paperback (Published)
(July 2021)
ISBN: 9783428183067
6.18 x 9.17 inches
Price: $131.00
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Der Internationale Strafgerichtshof hat seit seiner Errichtung drei Reparationsentscheidungen gefällt. Bei der Lektüre wird offensichtlich, dass Wiedergutmachung im Kontext der Makrokriminalität herausfordernd ist. Ein divergierendes Verständnis dessen, was das Reparationsmandat des IStGH leisten kann und soll, führt zu unterschiedlichen Sichtweisen auf das Recht. Die vorliegende Arbeit analysiert die Entscheidungen, zeigt Unterschiede auf und macht für mehr Opfergerechtigkeit am IStGH.
Seit der Errichtung des Internationalen Strafgerichtshofs wurde sein Mandat wiederholt mit der Schaffung von Opfergerechtigkeit, justice for victims, beschrieben. Maageblicher Teil dessen ist die Anordnung von Opferentschadigung gegen die vom IStGH verurteilten Tater. Der Internationale Strafgerichtshof hat nunmehr drei Reparationsentscheidungen gefallt. Es zeigt sich, dass Wiedergutmachung im Bereich der Makrokriminalitat nicht trivial ist. Unterschiedliche rechtliche Verstandnisse und Ansatze konnen zu sehr unterschiedlichen Rechtauffassungen fuhren. Die vorliegende Arbeit beschaftigt sich mit dem Reparationsregime des IStGH. Ausgehend von allgemeinen Gedanken zum Ziel und Zweck des Reparationsregimes, werden die Anspruchsvoraussetzungen des Art. 75 IStGH-Stauts analysiert, in der Konturierung, die die Tatbestandsvoraussetzungen durch die Entscheidungen Lubanga, Katanga und Al Mahdi erhalten haben.
I. Einleitung
II. Die Genese des Rechts der Reparationen bis zur Reparationsstruktur des IStGH
Staatenberechtigung im Völkerrecht – Mittelbarer internationaler Schutz – humanitäres Völkerrecht – Menschenrechte – Staatenverantwortlichkeit zum Schutz des Individuums – Völkerstrafrecht – der Täter als Völkerrechtssubjekt – Fazit
III. Zweck von Reparationen im Völkerstrafrecht
Kein durch Definition festgelegter Zweck – Reparationen im Völker(straf)recht – strukturell inadequat? – Zweck von Reparationen – Ein straftheoretischer Ansatz – Charakterisierung der Rechtsnatur – Zweckbestimmung der unterschiedlichen Formen von Reparationen am IStGH: Diskussion
IV. Gerichtliche Reparationen nach Art. 75 Abs. 2 IStGH-Statut
Anspruchsvoraussetzungen und Anspruchsinhalt von Art. 75 Abs. 2 IStGH-Statut – Implementierung von Reparationsanordnungen – Gesamtdiskussion
V. Gesamtbetrachtung und Kriminalpolitische Schlussfolgerungen
Das Reparationsmandat am IStGH – Wie es zustande kam und wie es sich heute darstellt – Zweck und Grenzen des Mandats – Wunsch und Realität am IStGH – Fortentwicklung des IStGH-Systems auf materieller, prozessualer und struktueller Ebene – Fazit
Annex I
Literatur- und Sachwortverzeichnis
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