Deutsche Erbengemeinschaft und italienische comunione ereditaria
Eine historisch-vergleichende Untersuchung
By (author) Kira Behre
Paperback (Published)
(July 2026)
ISBN: 9783162002389
6.1 x 9.13 inches
Price: $164.00
Out of stock
Kira Behre examines the historical development of the German community of heirs and the Italian comunione ereditaria and then uses a functional analysis of the applicable law in both countries to show the weaknesses and strengths of both concepts of multiple heirship.
English summary: If a deceased person has multiple heirs, the law has to answer a number of important questions: Who may administer, take possession of and use the deceased’s assets and to what extent? Who is liable for the debts left by the deceased and to what extent, and to whom must the deceased’s creditors turn? As substantive inheritance law has so far been spared fundamental standardization, European countries answer these questions differently. The German community of heirs was essentially developed from that of Prussian land law. Today, it presents itself as a community of joint heirs in which the co-heirs are generally treated as a collective until the estate is divided. Although the Italian Codice civile of the 19th century goes back to the Code Napoleon, it was also significantly influenced by Austrian law and was reissued in 1942. Today, the comunione ereditaria presents itself as a hybrid form, in which the legal power of the individual heir still extends further than in Austria, but his responsibility for the liabilities of the estate has also increased. On the one hand, this work examines the question as to which historical assessments have given the community of heirs of the German Civil Code and that of the Italian Civil Code their current forms and, on the other hand, sheds light on the currently applicable German and Italian law. German description: Wird ein Verstorbener von mehreren Personen beerbt, hat das Recht eine Vielzahl bedeutender Fragen zu beantworten: Wer darf das Vermogen des Verstorbenen in welchem Umfang verwalten, in Besitz nehmen und fur sich nutzbar machen? Wer haftet in welcher Hohe fur die vom Erblasser hinterlassenen Verbindlichkeiten und an wen mussen die Glaubiger des Erblassers sich wenden? Da das materielle Erbrecht bislang von grundlegender Vereinheitlichung verschont geblieben ist, beantworten die europaischen Staaten diese Fragen unterschiedlich. Die deutsche Erbengemeinschaft ist im Wesentlichen aus jener des preussischen Landrechts entwickelt worden. Sie prasentiert sich heute als Gesamthandsgemeinschaft, in der die Miterben bis zur Nachlassteilung grundsatzlich als Kollektiv behandelt werden. Der italienische Codice civile des 19. Jahrhunderts geht zwar auf den Code Napoleon zuruck, hat jedoch auch bedeutende Einflusse aus dem osterreichischen Recht erfahren und wurde im Jahre 1942 neu aufgelegt. Heute stellt sich die comunione ereditaria als Hybridform dar, in der die Rechtsmacht des einzelnen Erben nach wie vor weiter reicht als hierzulande, sich aber auch seine Verantwortung fur die Nachlassverbindlichkeiten verstarkt hat. Kira Behre geht einerseits der Frage nach, welche historischen Veranlagungen der Erbengemeinschaft des BGB und jener des italienischen Codice civile ihre heutigen Formen gegeben haben und beleuchtet andererseits das derzeit geltende deutsche und italienische Erbenmehrheitsrecht im funktionalen Vergleich.
A. Einleitung I. Vom Zweck des erbrechtlichen Rechtsvergleichs im Allgemeinen II. Die deutsche Erbengemeinschaft als selten hinterfragtes Wesen und die italienische comunione ereditaria als Vergleichsobjekt III. Das ""Problem Erbengemeinschaft"" IV. Schwerpunkte und Gang der Darstellung Teil 1: Historisches B. Die massgeblichen historischen Erbenmehrheitsmodelle und die Entwicklung der deutschen Gesamthandslosung I. Die Erbengemeinschaften des altromischen Rechts und der alten deutschen Volksrechte II. Die Erbengemeinschaft des romisch-gemeinen Rechts III. Die Erbengemeinschaft des ABGB IV. Die Erbengemeinschaft des Preussischen Landrechts V. Die deutsche Erbengemeinschaft und ihre Entwicklung im Gesetzgebungsverfahren zum BGB VI. Gesamtschau C. Die Wurzeln des kodifizierten italienischen Erbenmehrheitsrechts und Vorschriften im geltenden Codice civile I. Vom historischen Code civil zum ersten Codice civile II. Die Erbengemeinschaft im Code Napoleon, in den praunitaren italienischen Kodifikationen und im ersten Codice civile III. Erbenmehrheitsregeln im heutigen Codice civile IV. Gesamtschau D. Die Gemeinschaftslehre unter dem historischen Code civil und ihr Einfluss auf das italienische Erbenmehrheitsrecht I. Die (Erben-)Gemeinschaft des Code Napoleon und seiner italienischen Derivate II. Erfahrungen in Italien vor 1942 III. Der geltende Codice civile IV. Gesamtschau Teil 2: Die Zuordnung der Nachlassaktiva zu den Erben E. Die Rechtsnatur der italienischen Erbengemeinschaft I. Die (Erben-)Gemeinschaft als notwendiges Ubel II. Die Erbengemeinschaft als Unterform der comunione ordinaria III. Gesamtschau F. Die Berechtigung der Miterben an den einzelnen Nachlasssachen I. Die deutsche Erbengemeinschaft als anteilslose Gemeinschaft II. Der Miterbenbruchteil im italienischen Recht G. Rechtshandlungen der Miterben und ihrer Glaubiger uber den ungeteilten Nachlass I. (Anteilige) Verausserung ungeteilter Nachlasssachen durch einzelne Miterben nach deutschem Recht II. (Anteilige) Verausserung ungeteilter Nachlasssachen in Italien III. Verausserung des Anteils am Nachlassganzen IV. Bedeutung von Verausserungen einzelner Miterben aus dem ungeteilten Nachlass in der italienischen Rechtspraxis V. Verzicht auf den Anteil VI. (Anteilige) Belastung der ungeteilten Nachlasssachen durch einzelne Miterben VII. Zugriff der Glaubiger der Miterben auf die ungeteilten Nachlasssachen VIII. Schutz der Interimserwerber IX. Verwaltung des ungeteilten Nachlasses X. Gesamtschau H. Erbengemeinschaft und Nachlassforderungen I. Der Umgang mit Nachlassforderungen im deutschen Recht II. Die Nachlassforderungen im italienischen Recht III. Gesamtschau Teil 3: Die Berichtigung der Passiva I. Die Haftung fur Nachlassverbindlichkeiten I. Verzerrte Gesamtschuld in der deutschen Erbengemeinschaft II. Teilschuldnerische Miterbenhaftung in Italien III. Die Teilschuld in der italienischen Rechtspraxis IV. Gesamtschau J. Erbenmehrheit und Haftungsbeschrankung auf den Nachlass I. Die wesentlichen Fragen an das (Mit-)Erbenhaftungssystem II. Uberblick uber die massgeblichen historischen Haftungsmodelle III. Die (Mit-)Erbenhaftung des BGB IV. Die (Mit-)Erbenhaftung des italienischen Rechts V. Gesamtschau ~GER~A. Einleitung I. Vom Zweck des erbrechtlichen Rechtsvergleichs im Allgemeinen II. Die deutsche Erbengemeinschaft als selten hinterfragtes Wesen und die italienische comunione ereditaria als Vergleichsobjekt III. Das ""Problem Erbengemeinschaft"" IV. Schwerpunkte und Gang der Darstellung Teil 1: Historisches B. Die massgeblichen historischen Erbenmehrheitsmodelle und die Entwicklung der deutschen Gesamthandslosung I. Die Erbengemeinschaften des altromischen Rechts und der alten deutschen Volksrechte II. Die Erbengemeinschaft des romisch-gemeinen Rechts III. Die Erbengemeinschaft des ABGB IV. Die Erbengemeinschaft des Preussischen Landrechts V. Die deutsche Erbengemeinschaft und ihre Entwicklung im Gesetzgebungsverfahren zum BGB VI. Gesamtschau C. Die Wurzeln des kodifizierten italienischen Erbenmehrheitsrechts und Vorschriften im geltenden Codice civile I. Vom historischen Code civil zum ersten Codice civile II. Die Erbengemeinschaft im Code Napoleon, in den praunitaren italienischen Kodifikationen und im ersten Codice civile III. Erbenmehrheitsregeln im heutigen Codice civile IV. Gesamtschau D. Die Gemeinschaftslehre unter dem historischen Code civil und ihr Einfluss auf das italienische Erbenmehrheitsrecht I. Die (Erben-)Gemeinschaft des Code Napoleon und seiner italienischen Derivate II. Erfahrungen in Italien vor 1942 III. Der geltende Codice civile IV. Gesamtschau Teil 2: Die Zuordnung der Nachlassaktiva zu den Erben E. Die Rechtsnatur der italienischen Erbengemeinschaft I. Die (Erben-)Gemeinschaft als notwendiges Ubel II. Die Erbengemeinschaft als Unterform der comunione ordinaria III. Gesamtschau F. Die Berechtigung der Miterben an den einzelnen Nachlasssachen I. Die deutsche Erbengemeinschaft als anteilslose Gemeinschaft II. Der Miterbenbruchteil im italienischen Recht G. Rechtshandlungen der Miterben und ihrer Glaubiger uber den ungeteilten Nachlass I. (Anteilige) Verausserung ungeteilter Nachlasssachen durch einzelne Miterben nach deutschem Recht II. (Anteilige) Verausserung ungeteilter Nachlasssachen in Italien III. Verausserung des Anteils am Nachlassganzen IV. Bedeutung von Verausserungen einzelner Miterben aus dem ungeteilten Nachlass in der italienischen Rechtspraxis V. Verzicht auf den Anteil VI. (Anteilige) Belastung der ungeteilten Nachlasssachen durch einzelne Miterben VII. Zugriff der Glaubiger der Miterben auf die ungeteilten Nachlasssachen VIII. Schutz der Interimserwerber IX. Verwaltung des ungeteilten Nachlasses X. Gesamtschau H. Erbengemeinschaft und Nachlassforderungen I. Der Umgang mit Nachlassforderungen im deutschen Recht II. Die Nachlassforderungen im italienischen Recht III. Gesamtschau Teil 3: Die Berichtigung der Passiva I. Die Haftung fur Nachlassverbindlichkeiten I. Verzerrte Gesamtschuld in der deutschen Erbengemeinschaft II. Teilschuldnerische Miterbenhaftung in Italien III. Die Teilschuld in der italienischen Rechtspraxis IV. Gesamtschau J. Erbenmehrheit und Haftungsbeschrankung auf den Nachlass I. Die wesentlichen Fragen an das (Mit-)Erbenhaftungssystem II. Uberblick uber die massgeblichen historischen Haftungsmodelle III. Die (Mit-)Erbenhaftung des BGB IV. Die (Mit-)Erbenhaftung des italienischen Rechts V. Gesamtschau ",
A. Einleitung
I. Vom Zweck des erbrechtlichen Rechtsvergleichs im Allgemeinen
II. Die deutsche Erbengemeinschaft als selten hinterfragtes Wesen und die italienische comunione ereditaria als Vergleichsobjekt
III. Das „Problem Erbengemeinschaft"
IV. Schwerpunkte und Gang der Darstellung
Teil 1: Historisches
B. Die maßgeblichen historischen Erbenmehrheitsmodelle und die Entwicklung der deutschen Gesamthandslösung
I. Die Erbengemeinschaften des altrömischen Rechts und der alten deutschen Volksrechte
II. Die Erbengemeinschaft des römisch-gemeinen Rechts
III. Die Erbengemeinschaft des ABGB
IV. Die Erbengemeinschaft des Preußischen Landrechts
V. Die deutsche Erbengemeinschaft und ihre Entwicklung im Gesetzgebungsverfahren zum BGB
VI. Gesamtschau
C. Die Wurzeln des kodifizierten italienischen Erbenmehrheitsrechts und Vorschriften im geltenden Codice civile
I. Vom historischen Code civil zum ersten Codice civile
II. Die Erbengemeinschaft im Code Napoléon, in den präunitären italienischen Kodifikationen und im ersten Codice civile
III. Erbenmehrheitsregeln im heutigen Codice civile
IV. Gesamtschau
D. Die Gemeinschaftslehre unter dem historischen Code civil und ihr Einfluss auf das italienische Erbenmehrheitsrecht
I. Die (Erben-)Gemeinschaft des Code Napoléon und seiner italienischen Derivate
II. Erfahrungen in Italien vor 1942
III. Der geltende Codice civile
IV. Gesamtschau
Teil 2: Die Zuordnung der Nachlassaktiva zu den Erben
E. Die Rechtsnatur der italienischen Erbengemeinschaft
I. Die (Erben-)Gemeinschaft als notwendiges Übel
II. Die Erbengemeinschaft als Unterform der comunione ordinaria
III. Gesamtschau
F. Die Berechtigung der Miterben an den einzelnen Nachlasssachen
I. Die deutsche Erbengemeinschaft als anteilslose Gemeinschaft
II. Der Miterbenbruchteil im italienischen Recht
G. Rechtshandlungen der Miterben und ihrer Gläubiger über den ungeteilten Nachlass
I. (Anteilige) Veräußerung ungeteilter Nachlasssachen durch einzelne Miterben nach deutschem Recht
II. (Anteilige) Veräußerung ungeteilter Nachlasssachen in Italien
III. Veräußerung des Anteils am Nachlassganzen
IV. Bedeutung von Veräußerungen einzelner Miterben aus dem ungeteilten Nachlass in der italienischen Rechtspraxis
V. Verzicht auf den Anteil
VI. (Anteilige) Belastung der ungeteilten Nachlasssachen durch einzelne Miterben
VII. Zugriff der Gläubiger der Miterben auf die ungeteilten Nachlasssachen
VIII. Schutz der Interimserwerber
IX. Verwaltung des ungeteilten Nachlasses
X. Gesamtschau
H. Erbengemeinschaft und Nachlassforderungen
I. Der Umgang mit Nachlassforderungen im deutschen Recht
II. Die Nachlassforderungen im italienischen Recht
III. Gesamtschau
Teil 3: Die Berichtigung der Passiva
I. Die Haftung für Nachlassverbindlichkeiten
I. Verzerrte Gesamtschuld in der deutschen Erbengemeinschaft
II. Teilschuldnerische Miterbenhaftung in Italien
III. Die Teilschuld in der italienischen Rechtspraxis
IV. Gesamtschau
J. Erbenmehrheit und Haftungsbeschränkung auf den Nachlass
I. Die wesentlichen Fragen an das (Mit-)Erbenhaftungssystem
II. Überblick über die maßgeblichen historischen Haftungsmodelle
III. Die (Mit-)Erbenhaftung des BGB
IV. Die (Mit-)Erbenhaftung des italienischen Rechts
V. Gesamtschau
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