Kritik des Record-Date-Systems im deutschen Aktienrecht.

Zur Notwendigkeit einer effektiven Rückbindung des Legitimationsaktionärs an die Interessen des materiell-rechtlichen Aktieninhabers.

By (author) Stefan Jobst

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Extent: 450 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law

Series: Abhandlungen zum Deutschen und Europäischen Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht

Series volume number: 231

Language: German

Hardback (Published)

(January 2024)

ISBN: 9783428190386

6.18 x 9.17 inches

Price: $152.00

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Das aktienrechtliche Record Date-System birgt die Gefahr eines Auseinanderfallens von Totalverlustrisiko und Stimmrechtslegitimation. Die Arbeit zeigt, dass nach okonomischen Grunduberlegungen und ubergeordneten gesellschaftsrechtlichen Prinzipien ein effektiver Mechanismus zur Ruckbindung des Legitimationsaktionars an die Interessen des Totalverlusttragers notwendig ist, aber de lege lata kein effektiver Ruckbindungsmechanismus existiert.


English summary: Criticism of the Record Date System in German Stock Corporation Law. The Need for an Effective Reconnection between the Legal Owner of Voting Right and the Interests of the Beneficial Owner as Total Loss Carrier: The record date system under stock corporation law bears the risk of a separation between the risk of total loss and voting rights. The thesis shows that, according to economic considerations and principles of company law, an effective mechanism is necessary to reconnect the legal owner of the voting right to the interests of the beneficial owner as total loss carrier, but de lege lata no effective mechanism exists. German description: Die Arbeit geht der Frage nach, unter welchen Voraussetzungen die mit dem in 123 Abs. 4 AktG normierten Record-Date-System einhergehende Gefahr eines Auseinanderfallens von Totalverlustrisiko und Stimmrechtslegitimation mit okonomischen Grunduberlegungen sowie ubergeordneten Prinzipien des Gesellschaftsrechts vereinbar ist und ob die Ausgestaltung des Record-Date-Systems de lege lata diesen Anforderungen gerecht wird. Die Ausarbeitung zeigt, dass ein effektiver Mechanismus zur Ruckbindung des Legitimationsaktionars an die Interessen des Totalverlusttragers notwendig ist, aber vertragliche, gesellschaftsrechtliche und kapitalmarktrechtliche Schutzmechanismen de lege lata keinen effektiven Schutz des Totalverlusttragers bieten. Die Arbeit zeigt abschliessend Reformvorschlage auf, um der Gefahr eines Auseinanderfallens von Totalverlustrisiko und Stimmrechtslegitimation zu begegnen.

1. Teil
Einleitung: Einführung in die Problematik

2. Teil: Das record-date-System in Deutschland und rechtsvergleichende Umschau
Gesetzgebungsgeschichte in Deutschland – Status quo des record-date-Systems in
Deutschland – Rechtsvergleichende Umschau

3. Teil: Kritische Würdigung des Auseinanderfallens von materieller
Rechtsinhaberschaft und formeller Legitimation
Ökonomische Implikationen des Auseinanderfallens von Stimmberechtigung und
Totalverlustrisiko – Grundsatz der Verbandssouveränität

4. Teil: Schutzmechanismen des materiell-rechtlichen Inhabers gegenüber dem
Legitimationsaktionär
Rückbindungsmechanismen aus dem Erwerbsgeschäft zwischen Veräußerer und Erwerber –
Rückbindungsmechanismen kraft Verbandsinnenverhältnisses – Sonstige Schutzmechanismen
– Kapitalmarktrechtliche Mitteilungspflichten (§§ 33 f. WpHG n. F.)

5. Teil: Reformvorschläge de lege ferenda
Reformvorschläge de lege ferenda

6. Teil: Zusammenfassung

Anlage I

Literatur- und Stichwortverzeichnis

  • By (author) Stefan Jobst