Kollektivismus und Individualismus im Aktienrecht

Zum Einfluss aktienrechtlicher Paradigmen auf die Rechtsentwicklung in Deutschland und den USA

By (author) Alexander Sajnovits

Book cover: Kollektivismus und Individualismus im Aktienrecht

Extent: 696 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Business & Economics, German Studies, Law

Series: Jus Privatum

Language: German

Hardback (Unspecified)

(April 2026)

ISBN: 9783162000163

6.1 x 9.13 inches

Price: $216.00

In stock

Alexander Sajnovits analyzes corporate law paradigms in Germany and the United States. He highlights historical foundations, legal structures, and recent developments, while addressing the potential for paradigm shifts and convergence between the two systems.


English summary: Alexander Sajnovits offers a comprehensive comparative analysis of German and U.S. corporate law by focusing on key structural questions: the rigidity of corporate charters versus contractual flexibility, the independence and purpose of the corporation, the scope of directors’ duties and accountability, and the position of shareholders. Rather than treating these issues in isolation, the work uncovers the paradigms-or “styles of thought”-that shape corporate law discourse in the two jurisdictions. German corporate law is grounded in collectivist traditions, while U.S. law is shaped by individualist approaches. These paradigms, deeply embedded in intellectual and legal history, have produced distinctive doctrinal frameworks and practical outcomes in corporate governance and internal organization. The author also addresses recent trends with the potential to challenge established paradigms and trigger convergence between the two legal systems. By situating corporate law within its broader intellectual context, the book reveals both the depth of transatlantic differences and the possibilities of rapprochement, providing valuable insights for scholars and practitioners alike. German description: Alexander Sajnovits widmet sich den grundlegenden Fragen des Aktienrechts im deutsch-amerikanischen Vergleich. Er untersucht die Spannung zwischen Satzungsstrenge und Vertragsfreiheit, die rechtliche Eigenstandigkeit der Aktiengesellschaft, ihren Zweck jenseits der Gewinnmaximierung, das Organisationsrecht sowie die Rolle der Aktionare. Dabei geht es nicht nur um rechtstechnische Differenzen, sondern um unterschiedliche rechtliche Paradigmen oder “Denkstile”, die sich aus den geistesgeschichtlichen Fundamenten beider Rechtsordnungen speisen. Wahrend im deutschen Recht kollektivistische Vorstellungen pragend sind, steht im US-amerikanischen Recht der individualistische Ansatz im Vordergrund. Diese Ausgangspunkte fuhren zu unterschiedlichen dogmatischen und praktischen Losungen im Innen- und Organisationsrecht der Aktiengesellschaft. Der Autor geht auch auf aktuelle Entwicklungen ein, die das Potenzial haben, etablierte Paradigmen infrage zu stellen und eine mogliche Konvergenz der beiden Rechtsordnungen einzuleiten. So entsteht ein differenziertes Bild der Gemeinsamkeiten und Gegensatze, das fur die wissenschaftliche Diskussion ebenso wie fur die Praxis des Aktienrechts von hoher Relevanz ist.

Einfuhrung A. Zwei aktienrechtliche Paradigmen 1. Kapitell: Akeitenrechtliche Paradigmen als Untersuchungsgegenstand 1: Grunde fur Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Aktienrechtsordnungen in der internationalen Corporate Governance-Diskussion 2: Kollektivistisches vs. individualistisches Paradigma 2. Kapitel: Das kollektivistisch-verbandrechtliche Aktienrechtspraradigma in Deutschland 3: Entwicklung des organisationsrechtlichen Normenbestands in Deutschland 4: Vor-paradigmatische Phase im aktienrechtlichen Diskurs des 19. Jahrhunderts 5: Der (korporative) Verband und sein kollektivistisches Fundament: Was bleibt nach mehr als 125 Jahren Verbandsrechtslehre? 3. Kapitel: Das individualistisch-kontraktualistische Aktienrechtsparadigma in den USA 6: Historischer Abriss der Entwicklung des Aktienrechts Delawares 7: Die Debatte uber das Wesen der Corporation bis zum Siegeszug des Legal Realism und im Zeitalter des Managerialism 8: Zur Verfestigung des individualistischen Paradigmas 9: Das Aktienrecht Delawares: Das individualistische Paradigma im geschriebenen Aktienrecht und in der Rechtsprechung 4. Kapitel: (resultierende) Divergenzen ziwschen dem deutschen und dem USamerikanischenAktienrecht 10: Satzungs- vs. Vertragsgesellschaft 11: Unternehmens- und Gesellschaftsinteresse vs. Shareholder Primacy und Shareholder Value Maximization 12: Kollektivismus und Individualismus im Innenrecht: Institutionalisierung vs. Individualisierung 13: Zur Rolle der Aktionare: Mitglied des Kollektivs vs. individueller Investor 14: Generelle Folgerungen fur die gegenseitige Rechtsuberahme (Legal Transplants) und die wechselseitige Fruchtbarmachung bei der Rechtsentwicklung 5. Kapitel: neuere Entwicklungen und Konvergenzlinien: Aktienrecht im ESG-Zeitalter und danach: 15: Markt und Rechtswandel vor, im und zum Ende des ESG-Zeitalter 16: Aktienrechtliche Paradigmen im ESG-Zeitalter und danach Zusammenfassung in Thesen ~GER~Einfuhrung A. Zwei aktienrechtliche Paradigmen 1. Kapitell: Akeitenrechtliche Paradigmen als Untersuchungsgegenstand 1: Grunde fur Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Aktienrechtsordnungen in der internationalen Corporate Governance-Diskussion 2: Kollektivistisches vs. individualistisches Paradigma 2. Kapitel: Das kollektivistisch-verbandrechtliche Aktienrechtspraradigma in Deutschland 3: Entwicklung des organisationsrechtlichen Normenbestands in Deutschland 4: Vor-paradigmatische Phase im aktienrechtlichen Diskurs des 19. Jahrhunderts 5: Der (korporative) Verband und sein kollektivistisches Fundament: Was bleibt nach mehr als 125 Jahren Verbandsrechtslehre? 3. Kapitel: Das individualistisch-kontraktualistische Aktienrechtsparadigma in den USA 6: Historischer Abriss der Entwicklung des Aktienrechts Delawares 7: Die Debatte uber das Wesen der Corporation bis zum Siegeszug des Legal Realism und im Zeitalter des Managerialism 8: Zur Verfestigung des individualistischen Paradigmas 9: Das Aktienrecht Delawares: Das individualistische Paradigma im geschriebenen Aktienrecht und in der Rechtsprechung 4. Kapitel: (resultierende) Divergenzen ziwschen dem deutschen und dem USamerikanischenAktienrecht 10: Satzungs- vs. Vertragsgesellschaft 11: Unternehmens- und Gesellschaftsinteresse vs. Shareholder Primacy und Shareholder Value Maximization 12: Kollektivismus und Individualismus im Innenrecht: Institutionalisierung vs. Individualisierung 13: Zur Rolle der Aktionare: Mitglied des Kollektivs vs. individueller Investor 14: Generelle Folgerungen fur die gegenseitige Rechtsuberahme (Legal Transplants) und die wechselseitige Fruchtbarmachung bei der Rechtsentwicklung 5. Kapitel: neuere Entwicklungen und Konvergenzlinien: Aktienrecht im ESG-Zeitalter und danach: 15: Markt und Rechtswandel vor, im und zum Ende des ESG-Zeitalter 16: Aktienrechtliche Paradigmen im ESG-Zeitalter und danach Zusammenfassung in Thesen ",

Einführung
A. Zwei aktienrechtliche Paradigmen
1. Kapitell: Akeitenrechtliche Paradigmen als Untersuchungsgegenstand
§ 1: Gründe für Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Aktienrechtsordnungen in der
internationalen Corporate Governance-Diskussion
§ 2: Kollektivistisches vs. individualistisches Paradigma
2. Kapitel: Das kollektivistisch-verbandrechtliche Aktienrechtspraradigma in Deutschland
§ 3: Entwicklung des organisationsrechtlichen Normenbestands in Deutschland
§ 4: Vor-paradigmatische Phase im aktienrechtlichen Diskurs des 19. Jahrhunderts
§ 5: Der (korporative) Verband und sein kollektivistisches Fundament: Was bleibt nach mehr als 125
Jahren Verbandsrechtslehre?
3. Kapitel: Das individualistisch-kontraktualistische Aktienrechtsparadigma in den USA
§ 6: Historischer Abriss der Entwicklung des Aktienrechts Delawares
§ 7: Die Debatte über das Wesen der Corporation bis zum Siegeszug des Legal Realism und im Zeitalter
des Managerialism
§ 8: Zur Verfestigung des individualistischen Paradigmas
§ 9: Das Aktienrecht Delawares: Das individualistische Paradigma im geschriebenen Aktienrecht und in
der Rechtsprechung
4. Kapitel: (resultierende) Divergenzen ziwschen dem deutschen und dem USamerikanischenAktienrecht
§ 10: Satzungs- vs. Vertragsgesellschaft
§ 11: Unternehmens- und Gesellschaftsinteresse vs. Shareholder Primacy und Shareholder Value
Maximization
§ 12: Kollektivismus und Individualismus im Innenrecht: Institutionalisierung vs. Individualisierung
§ 13: Zur Rolle der Aktionäre: Mitglied des Kollektivs vs. individueller Investor
§ 14: Generelle Folgerungen für die gegenseitige Rechtsüberahme (Legal Transplants) und die
wechselseitige Fruchtbarmachung bei der Rechtsentwicklung
5. Kapitel: neuere Entwicklungen und Konvergenzlinien: Aktienrecht im ESG-Zeitalter und danach:
§ 15: Markt und Rechtswandel vor, im und zum Ende des ESG-Zeitalter
§ 16: Aktienrechtliche Paradigmen im ESG-Zeitalter und danach
Zusammenfassung in Thesen

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