Handlung und Zurechnung.

By (author) Stephan Ast

Book cover: Handlung und Zurechnung.

Extent: 227 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law, Philosophy

Series: Strafrechtliche Abhandlungen. Neue Folge

Series volume number: 286

Language: German

Hardback (Published)

(March 2019)

ISBN: 9783428153978

6.18 x 9.17 inches

Price: $152.00

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Die Handlung ist Ergebnis, nicht Gegenstand der Zurechnung. Sie kommt zustande, indem jemand einem anderen oder sich selbst eine Veränderung oder deren Ausbleiben begründet zurechnet. Dieses Handlungskonzept hilft, die Rolle der Kausalität, der Intention und normativer Zurechnungsurteile besser zu verstehen. Es ist daher in der Lage, das Fahrlässigkeits- und das Unterlassungsdelikt je als Handlung aufzufassen, und stellt die Teilbereiche der Straftatlehre auf ein tragfähiges Fundament.


Die Handlung ist Ergebnis, nicht Gegenstand der Zurechnung. Sie kommt durch eine Beobachtung zustande, die einer Person aus bestimmten Grunden eine Veranderung oder deren Ausbleiben zurechnet. Dieses Konzept ist dem Verstandnis der Handlung als willkurlicher Korperbewegung oder (gesteuertem) Kausalprozess entgegengesetzt. Weder Kausalitat noch Finalitat (Absicht) sind unabdingbar, um die Zurechnung und somit eine Handlung zu begrunden. An die Stelle jener Voraussetzungen tritt das allgemeinere Erfordernis des Kontingenz- und Sinnbezugs auf die Person des Handelnden. Das Zurechnungskonzept kann daher sowohl das Vorsatzerfordernis als auch die normative, objektive Begrundung der Zurechnung in den Handlungsbegriff integrieren. Fahrlassigkeit und Unterlassung werden als Handlungen verstandlich. Die Arbeit fordert dazu auf, die gesamte Tatbestands- und Straftatlehre als Teile der Handlungslehre zu verstehen.

A. Einleitung

B. Handlung und normative Zurechnung

Die Begriffe von Handlung und Zurechnung – Besonderheiten der strafrechtlichen Handlungslehre – Der kausale, objektive Handlungsbegriff – Der finale, subjektive Handlungsbegriff – Handlung und Straftatsystem

C. Die Handlung als Ergebnis einer Zurechnung

Sinnsetzung und Gegenstand des Sinnbezugs – Der Zurechnungsgegenstand – Die Kontingenzvoraussetzung – Die intentionale Zurechnung – Die normative Zurechnung

D. Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis und Sachwortregister

  • By (author) Stephan Ast

"Review - German Der Verf. hat die zwei universellen und grundlegenden Begriffe - Handlung und Zurechnung - durchdringend analysiert und daraus eine umfassende Konzeption der Zurechnung erarbeitet, die aus der intentionalen und normativen Zurechnung sowie der Kontingenz besteht. Seine Argumentation ist nicht nur rechtstheoretisch, sondern auch mithilfe der Sprach- und Analysenphilosophie sowie der Soziologie untermauert worden, weshalb das Ergebnis starke Uberzeugungskraft hat. Hochgeschatzt werden soll, dass es Ast mit der teleologischen Normableitung gelungen ist, das Verursachungsverbot mit dem Verbot der erfolgsgeeigneten Handlung normentheoretisch zu verknupfen. Damit hat er der herkommlichen Debatte um die Normentheorie eine neue Perspektive hinzugefugt. [...] Diese Arbeit hat erfolgreich aufgezeigt, dass die Lehre von der Handlung auch heute nicht marginalisiert werden darf und es vermag, zahlreiche weitere Erkenntnisse zu erbringen. Prof. Dr. Yuki Nakamichi, in: Goltdammer's Archiv fur Strafrecht, 2/2021"

»Der Verf. hat die zwei universellen und grundlegenden Begriffe - Handlung und Zurechnung - durchdringend analysiert und daraus eine umfassende Konzeption der Zurechnung erarbeitet, die aus der intentionalen und normativen Zurechnung sowie der Kontingenz besteht. Seine Argumentation ist nicht nur rechtstheoretisch, sondern auch mithilfe der Sprach- und Analysenphilosophie sowie der Soziologie untermauert worden, weshalb das Ergebnis starke Überzeugungskraft hat. Hochgeschätzt werden soll, dass es Ast mit der teleologischen Normableitung gelungen ist, das Verursachungsverbot mit dem Verbot der erfolgsgeeigneten Handlung normentheoretisch zu verknüpfen. Damit hat er der herkömmlichen Debatte um die Normentheorie eine neue Perspektive hinzugefügt. [...] Diese Arbeit hat erfolgreich aufgezeigt, dass die Lehre von der Handlung auch heute nicht marginalisiert werden darf und es vermag, zahlreiche weitere Erkenntnisse zu erbringen.« Prof. Dr. Yuki Nakamichi, in: Goltdammer´s Archiv für Strafrecht, 2/2021