Die Sprach- und Ortsfremdheit von Beschuldigten im Strafverfahren.
Eine Untersuchung des deutschen Umgangs mit sprach- und ortsfremden Beschuldigten im Lichte des unionsrechtlichen Diskriminierungsverbots.
By (author) Tobias Kulhanek
Paperback (Published)
(March 2019)
ISBN: 9783428157211
6.18 x 9.17 inches
Price: $164.00
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Die diskriminierungsfreie Ausgestaltung der prozessualen Rechte zur Garantie eines transparenten, fairen Strafverfahrens ist ein unerlässlicher Baustein der Subjektstellung des Beschuldigten. Insofern bedarf es – auch im Hinblick auf Art. 18 AEUV – der Sicherstellung eines ausdifferenzierten Systems, mit dem sprachlich, örtlich oder kulturell bedingte Nachteile auf ein unvermeidbares Mindestmaß reduziert werden.
Die diskriminierungsfreie Ausgestaltung der prozessualen Rechte zur Garantie eines transparenten, fairen Strafverfahrens ist ein unerlasslicher Baustein der Subjektstellung des Beschuldigten. Der Zweck einer wahrheitsbasierten, verfahrensokonomischen, konsequenten und effektiven Strafverfolgung steht dabei mit der Sprach- und Ortsfremdheit von Beschuldigten in einem nicht unerheblichen naturlichen Konflikt. Die Arbeit behandelt das strafprozessuale Verfahren in seinem gesamten Anwendungsbereich vom ersten Kontakt der Strafverfolgungsbehorden mit dem Tatverdachtigen uber den Abschluss des Ermittlungsverfahrens, die Durchfuhrung der Hauptverhandlung, den Akt der Strafzumessung und Rechtsfolgenbestimmung, bis hin zur Vollstreckung samt Strafvollzug. Insofern wird auch den vielschichtigen Komponenten einer supranationalen Einkleidung verschiedener Rechtspositionen und der Ausstrahlungswirkung des Art. 18 AEUV besondere Beachtung geschenkt.
A. Einleitung
Statistische Betrachtung – Umgang mit Personen ohne verlässliche Personaldokumente – Gang der Untersuchung in den Teilen B.-E.
B. Gerichtssprache und die Sprachfremdheit von Beschuldigten
Der Rechtssatz »Die Gerichtssprache ist Deutsch« – Internationale Einflüsse – Ausformungen und Eintrübungen des Rechtssatzes »Die Gerichtssprache ist Deutsch« sowie Maßnahmen zur Kompensation sprachbedingter Nachteile
C. Der Umgang mit ortsfremden Beschuldigten
Das Institut der strafprozessualen Zustellungsvollmacht – Zustellung im Ausland – Öffentliche Zustellung – Untersuchungshaft
D. Folgen der Tat für sprach- und ortsfremde Beschuldigte
Die Berücksichtigung der Sprach- und Ortsfremdheit bei der Rechtsfolgenbestimmung – Der Umgang mit sprach- und ortsfremden Beschuldigten bei der Strafverwirklichung (Strafvollstreckung und Strafvollzug)
E. Vertiefende Betrachtung im Lichte des unionsrechtlichen Diskriminierungsverbots
Das unionsrechtliche Diskriminierungsverbot – Diskriminierungsrechtliche Anknüpfungspunkte betreffend die Sprachfremdheit von Beschuldigten – Diskriminierungsrechtliche Anknüpfungspunkte betreffend die Ortsfremdheit von Beschuldigten
F. Zusammenfassende Schlussbetrachtung
Literatur-und Sachwortverzeichnis
- By (author) Tobias Kulhanek
»Das Buch kann jedem Strafjuristen, aber auch jedem Kriminologen ans Herz gelegt werden; trotz seiner starken dogmatischen Ausprägung, sensibilisiert das Werk in vielen – auch kriminologischen – Bereichen, die ansonsten in der Praxis teilweise übersehen werden könnten und somit unberücksichtigt bleiben würden.« Leif Artkämper, in: Polizei-Newsletter online 29.06.2019
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