Staatsschulden.

Wider die Schuldenbremsen.

By (author) Karl Albrecht Schachtschneider

Book cover: Staatsschulden.

Extent: 215 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law, Social Sciences 

Series: Schriften zum Öffentlichen Recht

Series volume number: 1442

Language: German

Paperback (Published)

(December 2020)

ISBN: 9783428180790

6.18 x 9.17 inches

Price: $89.00

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Die öffentliche Hand finanziert sich zunehmend durch Kreditaufnahme. Das wird durch Nullzinspolitik gefördert. Die Schuldenbremsen sind ausgesetzt oder werden ignoriert. Die Zentralbanken finanzieren entgegen allen Verboten ihre Staaten monetär. Die Schuldenbremsen haben die wirtschaftliche Vernunft gegen sich. Austeritätszwänge sind wirtschaftlich und politisch verheerend. Die Staatsfinanzierung der Zentralbanken begründet keine Schulden ihres Staates. ›Schuldner‹ und ›Gläubiger‹ sind identisch.


Die Staatsschulden wachsen. Die Schuldenbremsen sind ausgesetzt oder werden miaachtet. Der Ausgleich der wirtschaftlichen Schaden aus den Maanahmen gegen die Corona-Pandemie soll die Kreditaufnahmen rechtfertigen. Die Zentralbanken helfen mit monetarer Staatsfinan-zierung, vertrags- und verfassungswidrig. Die Gerichte nehmen die Rechtsbruche hin, wenn gewisse Regeln eingehalten werden. Die in der Foderalismusreform 2009 in das Grundgesetz geschriebenen Schuldenbremsen widersprechen wirtschaftlicher Vernunft. Der Fiskalpakt 2012 hat Schuldenbremsen fur fast alle Unionsstaaten verbindlich gemacht. Die Austeritats-zwange hatten verheerende wirtschaftliche und politische Folgen. Die notwendige Einheit der Wirtschafts- und Wahrungs- mit einer Sozialunion zwingt zum Finanzausgleich. Die Souvera-nitat der Unionsvolker laat diese Politik nicht zu. Die Geldversorgung der Staaten durch ihre Zentralbanken, unmittelbar oder mittelbar, begrundet keine Schulden. Der Staat hat keine Forderungen gegen sich selbst.

A. Einleitung

B. Texte zur Schuldenbremse
Defizitprotokoll – Art. 136 AEUV – Fiskalpakt – Art. 109, Art. 109 a, Art. 115, Art. 143 d GG

C. Monetäre Staatsfinanzierung durch das ESZB und die EZB
Legalität der Maßnahmen der EZB und des ESZB – Maßnahmen der Staatsfinanzierung der EZB und des ESZB – Übernahme von Staatsanleihen am Sekundärmarkt – TARGET 2- System – Monetäre Eurorettung

D. Haushaltsdisziplin der Mitgliedstaaten
Art. 126 AEUV, Stabilitäts- und Wachstumspakt, Six-Pack – Fiskalpakt

E. Europäischer Stabilitätsmechanismus
Art. 136 Abs. 3 AEUV – Relativierung des Bail-out-Verbots – Konditionierung – Unmittelbarer Erwerb von Staatsanleihen

F. Finanz- und Budgethoheit der Völker
Souveränität der Bürger Deutschlands – Finanz- und Budgethoheit – Wirtschaftsregierung der EU

G. Sanierung oder Abwicklung von Kreditinstituten
Forderungsrisiko der Gläubiger – Systemrelevanz von Geldinstituten

H. Schuldenbremsen ohne ökonomische Vernunft
Scheitern der Haushaltsdisziplinierung – Von der Stabilitäts- zur Schuldengemeinschaft – Monetäre Finanzierung des Staates

I. Entwicklungsbehinderung durch Schuldenbremsen
Europäistische Visionen und Schuldengrenzen – Erfolglose Austeritätspolitik – Zukunftsvorsorge durch kreditierte Investitionen

J. Schuldenbremsen und Sozialstaat
Finanzierung des Sozialstaates – Versorgung ohne Beitrag zum Gemeinwohl – Geldverteilung

K. Kreditäre Geldvermehrung
Mißbrauch globaler Geldmengen – Unrecht des Globalismus

L. Doktrin von Schulden des Staates gegenüber dem Staat
Zentralbank und Geschäftsbanken Akteure der Geldversorgung – Finanzierung des Staates – Schulden des Staates durch monetäre Staatsfinanzierung ? – Verteilungspolitik – Plakative Kritik der Staatsschuldendoktrin

Anhänge 1 – 4

Literatur- und Stichwortverzeichnis

  • By (author) Karl Albrecht Schachtschneider