Wissen in Recht und Sprache – Viele Stimmen, vage Grenzen

Edited by Katja Leyhausen-Seibert Edited by Anna Menzel Edited by Friedemann Vogel

Book cover: Wissen in Recht und Sprache – Viele Stimmen, vage Grenzen

Paperback (Published)

(May 2024)

ISBN: 9783428191833

6.18 x 9.17 inches

Price: $114.00

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Der Sammelband beruht auf einer Diskussion im Heidelberger AK Recht und Sprache 2020, als einschneidende gesundheitspolitische Massnahmen mit der Wissenschaft legitimiert wurden. Der erste Beitrag pladiert philosophisch fur einen praxisbezogenen und dynamischen Wissensbegriff. Untersuchungen aus Rechts-, Sprach- und Kunstwissenschaften erwidern mit Uberlegungen zur Korperlichkeit, Historizitat, Performativitat und Diversitat von Wissen und thematisieren Wissensanmassungen, besonders vor Gericht.


English summary: Knowledge in Law and Language – Multiple Voices, Vague Boundaries: This volume is based on a discussion in the Heidelberg working group Law and Language in 2020, when far-reaching health policy measures were legitimised with the science. The opening contribution argues philosophically in favour of a practice-oriented and dynamic-processual, yet strict concept of knowledge: knowledge should be historically open to new insights but offer reliable orientation in theory and practice and not be watered down by other types of certainty. Studies from law, linguistics and the arts respond with claims to participation and epistemic justice. They investigate the diversity, performativity and corporeality of knowledge and stress the knowledge of underprivileged groups. Others show how the European enlightened concept of knowledge and science is currently being politically instrumentalised and dissolved. The role of knowledge in front of the court is thematised in the area of human rights and climate issues as well as the topics of AI, child protection, gender, asylum, corona and disaster policy. German description: Der Sammelband beruht auf einer Diskussion im Heidelberger Arbeitskreis Recht und Sprache im Jahr 2020, als einschneidende gesundheitspolitische Massnahmen mit der Wissenschaft legitimiert wurden. Der Eroffnungsbeitrag pladiert philosophisch fur einen praxisbezogenen und dynamisch-prozessualen, trotzdem strengen Wissensbegriff: Wissen soll historisch fur neue Erkenntnisse offen sein, aber zuverlassige Orientierung in Theorie und Praxis bieten und nicht durch andere Arten der Gewissheit verwassert werden. Untersuchungen aus Rechts-, Sprach- und Kunstwissenschaften erwidern: Einige reklamieren Partizipation und Wissensgerechtigkeit mit Untersuchungen zur Diversitat, Performativitat und Korperlichkeit des Wissens unterprivilegierter Gruppen. Andere zeigen, wie der europaisch aufgeklarte Wissensbegriff gegenwartig politisch instrumentalisiert und aufgelost wird. Anhand der Menschenrechts- und Klimathematik sowie der Themen von KI, Kinderschutz, Gender, Asyl-, Corona- und Katastrophenpolitik wird Wissen vor Gericht thematisiert.

Harald Wohlrapp: Was ist Wissen? Ein (neuer) Vorschlag zur Bestimmung des Wissensbegriffs Peter Schiffauer: Was konnen Rechtskundige wissen? Regina Schidel: Wissensungerechtigkeit. Eine rechtsphilosophische Perspektivierung Nicole Zilberszac: Legal Objectivity. Towards a material and embodied approach Katja Leyhausen-Seibert: Zur Sozialtechnologie des Katastrophismus Thomas-Michael Seibert: Wissen vor Gericht Izabela Jedrzejowska-Schiffauer: Zum Verhaltnis zwischen Wissen und Weltanschauung im Verfassungsrecht. Ein Versuch uber das Konzept des Kerns der Menschenrechte David Cuenca Pinkert: Das Wissen des Gerichtsdolmetschers Valentin Feneberg: Vernunftige Verfolger? Realitatskonstruktion mit Erfahrungssatzen in der deutschen Syrienrechtsprechung Friedemann Vogel: (Un)Gewissheit im Rechtsdiskurs. Sprachliche Indikatoren fur Faktizitatsanspruche in Gerichtsentscheidungen und juristischen Fachaufsatzen aus diskursmetrischer Perspektive Thomas Coendet: The Legal Knowledge of Artificial Intelligence Margret Mundorf: Recht vermitteln. Perspektivitat in der Vermittlung juristischen Wissens in Fort- und Weiterbildung, Harald Wohlrapp: Was ist Wissen? Ein (neuer)
Vorschlag zur Bestimmung des Wissensbegriffs

Peter Schiffauer: Was können Rechtskundige wissen?

Regina Schidel: Wissensungerechtigkeit. Eine rechtsphilosophische Perspektivierung
Nicole Zilberszac: Legal Objectivity. Towards a material and embodied approach

Katja Leyhausen-Seibert: Zur Sozialtechnologie des Katastrophismus

Thomas-Michael Seibert: Wissen vor Gericht

Izabela Jędrzejowska-Schiffauer: Zum Verhältnis zwischen Wissen und Weltanschauung im
Verfassungsrecht. Ein Versuch über das Konzept des Kerns der Menschenrechte

David Cuenca Pinkert: Das Wissen des Gerichtsdolmetschers

Valentin Feneberg: »Vernünftige Verfolger«? Realitätskonstruktion mit
Erfahrungssätzen in der deutschen Syrienrechtsprechung

Friedemann Vogel: (Un)Gewissheit im Rechtsdiskurs. Sprachliche Indikatoren für
Faktizitätsansprüche in Gerichtsentscheidungen und juristischen Fachaufsätzen aus
diskursmetrischer Perspektive

Thomas Coendet: The Legal Knowledge of Artificial Intelligence

Margret Mundorf: Recht vermitteln. Perspektivität in der Vermittlung juristischen
Wissens in Fort- und Weiterbildung

  • Edited by Katja Leyhausen-Seibert
  • Edited by Anna Menzel
  • Edited by Friedemann Vogel