Sprachdivergenzen im Europäischen Kollisionsrecht.

Ein europäisch-rechtslinguistischer Ansatz.

By (author) David Cuenca Pinkert

Book cover: Sprachdivergenzen im Europäischen Kollisionsrecht.

Extent: 106 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Language & Linguistics, Law, Social Sciences 

Series: Sprache und Medialität des Rechts / Language and Media of Law

Series volume number: 3

Language: German

Paperback (Published)

(June 2021)

ISBN: 9783428183203

6.18 x 9.17 inches

Price: $70.00

Out of stock

David Cuenca Pinkert untersucht exemplarisch am Beispiel ausgewählter Vorschriften des Europäischen Verordnungsrechts und anhand der Euro-Latinismen, inwieweit Sprachdivergenzen Einfluss auf die Rechtsanwendung haben können und wendet zum Zwecke dieser Analyse linguistische Methoden und Theorien auf den Rechtstext an. Die Abhandlung versteht sich als Beitrag zu einer fächerübergreifenden Disziplin, der Rechtslinguistik im Bereich des EU-Kollisionsrechts.


Das Europaische Kollisionsrecht liegt in seinen Verordnungen in 24 gleichermaaen verbindlichen Sprachen vor. Die Ubersetzungen sind nicht immer gelungen. Es gibt Sprachabweichungen. Die Arbeit untersucht nun am Beispiel ausgewahlter Vorschriften des Europaischen Verordnungsrechts, namentlich Art. 22 Abs. 3 Eu-GuVO und Art. 2 Rom II-VO sowie anhand der sog. Euro-Latinismen, inwieweit Sprachdivergenzen Einfluss auf die Rechtsanwendung haben konnen. Dabei werden etablierte Methoden und Theorien aus der Linguistik, wie die Frame-Semantik und die Taxonomie, auf den Rechtstext angewandt und die rechtslinguistische Auslegungsarbeit in die streng juristische Methodenlehre dogmatisch ubergreifend eingeordnet. Die Arbeit ist ein Pladoyer dafur, dass die Rechtslinguistik ganz wesentliche Beitrage fur die dogmatische Auslegungsarbeit der Jurisprudenz leistet und um die besten Ergebnisse zu erzielen auch herangezogen werden muss.

A. Einleitung
Problemstellung – Gang der Untersuchung
B. Einordnung und Vorverständnis
Europäische Rechtslinguistik – Europäisches Kollisionsrecht – Sprachdivergenzen
C. Sprachdivergenzen beim Anspruchsbegriff in Art. 22 Abs. 3 EuGüVO
Vorbemerkung: Der Drittschutz im Kontext des internationalprivatrechtlichen Verordnungsrechts – Linguistische Analyse – Rechtliche Erörterung
D. Sprachdivergenzen beim Schadensbegriff in der Rom II-VO
Problemstellung – Standpunkt des (rechtswissenschaftlichen) Schrifttums – Linguistische Analyse – Rechtliche Erörterung – Ergebnis
E. Latinismen zur Vermeidung von Sprachdivergenzen?
Zur Rolle des Lateins in der Rechtssprache – Lateinische Bezeichnungen im Europäischen Kollisionsrecht – Art. 2 Abs. 1 Rom II-VO – Ergebnis
F. Fazit und Ausblick – Reformbedürftigkeit des EU Sprachenregimes?
G. Zusammenfassung der Ergebnisse in Thesen
Literatur- und Stichwortverzeichnis

  • By (author) David Cuenca Pinkert