Wirtschaftsvölkerstrafrecht.
Grundlagen der völkerstrafrechtlichen Verantwortlichkeit von Unternehmen.
By (author) Kai Ambos
Paperback (Published)
(June 2018)
ISBN: 9783428155156
5.31 x 8.31 inches
Price: $51.00
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Die Frage der strafrechtlichen Haftung transnationaler Wirtschaftsunternehmen für völkerrechtliche Verbrechen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die vorliegende Untersuchung begründet diese – nach einer umfassenden Bestandsaufnahme des Diskussionsstands – mittels des Zurechnungsmodells als derivative, auf Aufsichts- bzw. Organisationsverschulden beruhende Unternehmenshaftung. Im Rahmen der bekannten Formen strafbarer Beteiligung kommt insbesondere der Beihilfehaftung eine besondere Bedeutung zu. Alles in allem kann das Strafrecht allerdings auch in diesem Bereich nur als Teil eines ganzheitlichen Ansatzes (beschränkte) präventive Wirkungen entfalten.
The question of the criminal liability of transnational companies for international crimes is increasingly important. This study is grounded in the current state of the art at the international level and across multiple jurisdictions. It explains corporate liability using an attribution model: the conduct of the company’s employees and its lack of adequate supervision and organisation are attributed to the company. The study also shows that complicity is the most relevant mode of participation. The overall conclusion is that the preventive effect of criminal law in this area is limited and needs to be complemented by a series of other measures as part of a holistic approach to corporate criminality.
I. Begriffliche Vorbemerkungen
II. Beteiligung von Unternehmen an völkerstrafrechtlichem Unrecht aus rechtstatsächlicher Sicht
III. Völkerstrafrechtliche Praxis
Nürnberg – Aktuelle Praxis
IV. Haftungsfragen
Vorfrage: Fokus auf das Unternehmen als solches (»corporate approach«) – Organisations- vs. Zurechnungsmodell
V. Formen strafbarer Beteiligung
Täterschaftliche Haftung – Strafbare Beihilfe versus »neutrale« Handlungen
Fazit
Literatur- und Sachwortverzeichnis
Legal education at the universities of Freiburg, Oxford (UK) and Munich 1984–1990. First State Exam in Bavaria, 1990; Second State Exam in Baden-Wuerttemberg, 1994. LL.D. 1992 and Habilitation (Post-Doc) at the Ludwig-Maximilians-University of Munich, 2001 (venia legendi in Criminal Law, Criminal Procedure, Criminology, Comparative Law and Public International Law). Former senior research fellow at the Max-Planck Institute for Foreign and International Criminal Law and senior research assistant at the University of Freiburg im Breisgau, Germany. Acting Professor in Freiburg, summer term 2002 and winter term 2002/2003, Calls to chairs from the universities of Göttingen and Graz. Since May 2003 Chair of Criminal Law, Criminal Procedure, Comparative Law and International Criminal Law at the Georg-August-University Göttingen, Germany. Head of the Department of Foreign and International Criminal Law, Institute of Criminal Law and Justice at the University of Göttingen. Responsible for the Master Programs since April 2006. Judge at the Provincial Court Göttingen (Landgericht). Dean of Students of the Faculty of Law at the University of Göttingen between April 2008 and 2010. Since February 2017 Judge at the Kosovo Specialist Chambers, The Hague (KSC) and since December 2017 Advisor (amicus curiae) Special Jurisdiction for Peace, Bogotá, Colombia.
- By (author) Kai Ambos
»Die kenntnisreichen und anregenden Ausführungen von Ambos machen einmal mehr deutlich, dass eine Aufarbeitung transnationaler Menschenrechtsverletzungen durch die Anerkennung einer völkerstrafrechtlichen Verantwortlichkeit von Unternehmen zumindest de lege lata noch viele dogmatische Hürden zu nehmen hat.« Prof. Dr. Petra Wittig, in: Neue Kriminalpolitik, Jg. 31, Heft 2/2019
»Das vorliegende Buch trifft den Geist der Zeit, indem es die Idee, auch Unternehmen strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen, auf das Völkerstrafrecht überträgt. Durch die grundlegende Auseinandersetzung mit dem Meinungsstand in komprimierter Form wird es den Leserinnen
und Lesern ermöglicht, rasch die Grundlagen für eine weiterführende Diskussion zu erhalten. Insofern ist es allen an einer Diskussion um rechtsstaatliche Prinzipien Interessierten, den in Zeiten globaler Wirtschaftsstrukturen auch an der Effizienz des Strafrechts gelegen ist, sehr zu empfehlen. Der Autor schafft es vorbildlich, die zentralen Gedanken in verständlicher Sprache darzustellen, ohne sich auf der einen Seite in Details zu verlieren, auf der anderen Seite bietet die umfangsreiche Quellenangabe in den Fußnoten und im Literaturverzeichnis für die an einer tiefergehenden Auseinandersetzung mit der Thematik Interessierten hinreichend Stoff zum Nachschlagen, was Wendung ersetzen durch die Qualität des Buches unterstreicht.« Prof. Dr. Alois Birklbauer, in: Journal für Strafrecht, Heft 1/2019
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