Wettbewerbswidrigkeit der Manipulation durch Plattformdienste.

By (author) Christoph Dankers

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Extent: 227 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law, Social Sciences 

Series: Schriften zum Wirtschaftsrecht

Series volume number: 354

Language: German

Paperback (Published)

(May 2024)

ISBN: 9783428191253

6.18 x 9.17 inches

Price: $101.00

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Die Psychologie zeigt Moglichkeiten auf, menschliche Entscheidungen gezielt zu manipulieren. Vor allem digitale Plattformunternehmen machen hiervon Gebrauch, um ausgewahlten Produkten auf nachgelagerten Markten einen psychologisch begrundeten Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Die Arbeit untersucht anhand des Europaischen Wettbewerbsrechts, wo hierbei die Grenze zwischen erlaubten Plattformdesigns und wettbewerbswidriger Manipulation verlauft.


English summary: Anti-competitive Manipulation of End-user Decisions on Digital Platforms: Psychology shows ways to manipulate or nudge human decisions. Such practices are used in particular on digital platforms to gain competitive advantages on downstream markets. The book explores where to draw the line between innovative platform designs and anti-competitive manipulation in European competition law and platform regulation. German description: Funktionierender Wettbewerb setzt voraus, dass Nachfrageentscheidungen durch Qualitat, Innovation oder niedrige Preisen bestimmt werden. Psychologische Untersuchungen zeigen jedoch, dass reale Entscheidungsprozesse auch von anderen Faktoren abhangen: So lassen Menschen sich durch die Umgestaltung von Entscheidungsarchitekturen gezielt beeinflussen. Vor allem Plattformunternehmen setzen solche manipulativen Praktiken ein, um ausgewahlten Produkten einen psychologisch begrundeten Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Die Arbeit zeigt anhand des Europaischen Wettbewerbsrechts, wo hierbei die Grenze zwischen erlaubten Plattformdesigns und wettbewerbswidriger Manipulation verlauft. Ein Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf Manipulationen mit Rankings und Defaults. Hierbei zeigt sich, dass das Unionsrecht einer psychologisch informierten Rechtsanwendung gut zuganglich ist und Instrumente bereithalt, um die Manipulation von Nutzerentscheidungen zum Schutz des Wettbewerbs zu begrenzen.

Einleitung

1. Manipulation auf digitalen Märkten: Psychologisch wirkende
Wettbewerbsbeschränkungen – Besonderes Manipulationspotenzial digitaler
Plattformdienste – Manipulation mit Rankings – Manipulation mit Defaults – Ergebnisse
2. Schutzmöglichkeiten im Unionsrecht: Psychologisch informierte Regulierung und
Rechtsanwendung – Unionskartellrecht – Digital Markets Act – P2B-VO – Europäisches
Lauterkeitsrecht – Europäisches Verbraucherschutzrecht – Ergebnisse

3. Grenzen der Manipulation mit Rankings: Fallbeispiele – Einseitig bestimmte
Rankings unter Art. 102 AEUV – Koordinierte Rankings unter Art. 101 AEUV – Rankings
im Digital Markets Act – Ergebnisse

4. Grenzen der Manipulation mit Defaults: Fallbeispiele – Einseitig festgelegte
Defaults unter Art. 102 AEUV – Koordinierte Defaults unter Art. 101 AEUV – Defaults
im Digital Markets Act – Ergebnisse

5. Zusammenfassung

Literatur- und Stichwortverzeichnis

  • By (author) Christoph Dankers

»Insgesamt handelt es sich hierbei um eine
gelungene Dissertation, die das interessante Thema der Nutzermanipulation anhand von
Rankings und Defaults strukturiert und nachvollziehbar darstellt.« Soraya Hammou, in:
Verbraucher und Recht, 4/2025