Verdienst und Vergeltung
by Florian Zimmermann
Hardback (Published)
(December 2012)
ISBN: 9783161517419
Price: $99.00
Out of stock
English summary: After a period dominated by the preventionalist paradigm, retribution grew increasingly important during the last decades. Since this was desert-based, the author begins with an analysis of this key concept, concluding that there is no substantial and sufficient desert-based justification for punishment. He then considers three possible retributivist arguments which may be understood as explanations of desert: expressionistic theories arguing for punishment as the necessary expression of our disapproval of the lawbreaking, status theories claiming the necessity of retribution in order to defeat and annul the wrongdoer’s claim of superiority over his victim and finally fairness theories which interpret the crime as the unfair advantage of the lawbreaker when he takes advantage of the law and does not comply with it himself. In this book, the author shows the initial plausibility of these approaches, but also why each of them ultimately fails. As prevention is also highly problematic, the author is sceptical of the justification for punishment and calls for a new paradigm for dealing with criminality. German description: Kriminalstrafen fugen den Menschen Dinge zu, die das Rechtssystem eigentlich verhindern soll. Zur Begrundung greift man wieder verstarkt auf Vergeltungsauffassungen zuruck. Oftmals wird so argumentiert, dass Verbrecher bestraft werden mussen, weil sie es verdienen. Da eine Analyse des Begriffes jedoch zeigt, dass Verdienst keine eigenstandige Rechtfertigung liefert, arbeitet Florian Zimmermann drei retributive Argumentationsfiguren heraus, die als Versuche einer Explikation von Verdienst verstanden werden: Vertreter expressionistischer Theorien betonen, dass Unrecht Kritik und Tadel verdiene, deren angemessener Ausdruck die Vergeltungsstrafe sei. Die Anhanger der Wurdetheorien erachten die Vergeltungsstrafe als notwendig, um den Wert des Opfers zu bestatigen. Und Verfechter von Fairnesstheorien behaupten: Wer nur die Vorzuge, aber nicht die Lasten der Rechtsordnung annimmt, erwirbt einen unfairen Vorteil, der retributiv abgenommen werden muss. Da laut Florian Zimmermann neben diesen retributiven auch praventive Argumente fragwurdig sind, stellt sich die Frage nach einem vollig neuen Umgang mit Kriminalitat.
- By (author) Florian Zimmermann
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