Phanomenologie des Horens
Eine Untersuchung im Ausgang von Martin Heidegger
by David Espinet
Paperback (Out of print)
(July 2009)
ISBN: 9783161499715
Price: $63.00
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English summary: David Espinet deals with the question of the re-establishment of listening within the development of philosophical theory. Contrary to an often visually influenced epistemic tradition which neglects listening, the auditive experience patterns are shown to be crucial for Heidegger’s thinking. The experience of listening creates a particular pre-intentional openness which allows the emergence of whatever is to be thought. In its complete structure, the experience of listening ranges from sensual listening to the act of understanding or thinking. Listening and thinking develop in a differential interplay – as thinking that listens, which is open for the unexpected, still silent sense, and as listening that thinks, that in its bodily existence has to listen beyond the comprehensible to the incomprehensible sense as a completely other sense. In the resonating cavity of the body, the claim of openness is thus addressed to thinking, a demand to which it only close itself, but from which it cannot withdraw. German description: David Espinet nimmt die Frage nach der Rehabilitierung des Horens im Kontext philosophischer Theoriebildung auf. Entgegen einer vielfach visualistisch gepragten, horvergessenen Erkenntnistradition erweist sich fur Heideggers Denken das auditive Erfahrungsmuster als ebenso zentral. Im Horen klingt auf besondere Weise jene vorintentionale Offenheit an, die das, was zu denken gibt, zulasst. Im Ausgang von Heideggers zahlreichen Einzelanalysen des Horens, die David Espinet zu einer gut verstandlichen Gesamtdarstellung zusammentragt, entsteht sowohl die Rekonstruktion von Heideggers Phanomenologie des Horens als auch daruber hinaus die sachlich-systematische Beschreibung der Horerfahrung selbst. In ihrer Strukturganzheit erstreckt sich diese vom sinnlichen Horen bis zu unakustischen Erfahrungen wie Verstehen oder Denken. Horen und Denken pragen sich jeweils in einem differenzierten Wechselspiel aus – als horendes Denken, das offen ist fur unerwarteten, noch stillen Sinn; und als denkendes Horen, das in seiner Leiblichkeit uber den verstandlichen Sinn hinaus auch Unverstandliches, mithin Fremdes oder Anderes, vernimmt. Im Resonanzraum des Leibes meldet sich so der Anspruch auf Offenheit, dem das Denken sich nur verschliessen, aber nicht entziehen kann. Diese Uberlegungen werden flankiert durch eine Reihe geschichtlich-systematischer Einzelanalysen, die Heideggers Rehabilitierung des Horens in das Spannungsfeld unterschiedlicher Positionen stellt: Visualprimat und Horvergessenheit (Parmenides, Platon, Aristoteles und Husserl); die begriffliche Relevanz der Hormetaphorik im philosophischen Text (Blumenberg); die Horbarkeit des Logos und die Phanomenologie (Heraklit); Stimme und Horen jenseits prasenzmetaphysischer Pramissen (Holderlin, Derrida); die leibliche Dimension des horenden Denkens (Merleau-Ponty, Proust).
- By (author) David Espinet
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