Selbsttäuschung

Dekonstruktion einer (moral-)philosophischen Debatte aus historischer Perspektive

By (author) Simone Neuber

Book cover: Selbsttäuschung

Extent: 672 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Philosophy

Series: Philosophische Untersuchungen

Language: German

Paperback (Published)

(May 2026)

ISBN: 9783161645945

6.1 x 9.13 inches

Price: $209.00

In stock

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(June 2026)

ISBN: 9783161645952

Price: $210.00

Obvious cases of self-deception pose a considerable challenge, including from a philosophical point of view. Investigating the current debate, Simone Neuber sets out to trace the first theoretical analyses of the phenomenon of “self-deception” and sheds light on the difficulties associated with how it is conceived, even when this is applied to supposedly relevant texts from the history of philosophy.


Anknupfend an die gegenwartige Diskussion um Selbsttauschung wirft Simone Neuber einen Blick in die Geschichte. Sie analysiert und erhellt die Hintergrunde einer Sache “which we may call self-deceit” (Daniel Dyke). Dabei berucksichtigt sie fruhere Diskussionen uber die Moglichkeit, ein Selbstbetruger zu werden, wie diese etwa Christoph Martin Wieland und Karl Philipp Moritz fuhren. Sie skizziert, warum unter anderem Bernhard Bolzano fur die Kunst einer weisen Selbsttauschung werben kann und zeigt auf, dass gegenwartige Exegeten oft zu leichtfertig die uns aktuell beschaftigende “Selbsttauschung” in Texten fruherer Autoren finden. Denn wenn Augustinus ein se seducere zum Haupthindernis des “Tuns der Wahrheit” macht, dann skizziert er ein Phanomen, das von einer gewohnlichen Selbsttauschung deutlich abweicht; und auch fur Blaise Pascal und Kant ist die Kunst der Selbsttauschung nicht so fundamental, wie wir das gegenwartig vielfach lesen – umso zentraler sind ihnen ein aveuglement und eine innere Luge . Simone Neuber entfaltet, was es damit auf sich hat und inwiefern Sartre mit seiner mauvaise foi ein neues Paradigma des Nachdenkens einfuhren mochte.

Vorwort
Einleitung
1. Zum Selbstbetrug als einem aktuellen philosophischen Problem1
2. Begriffs- und ideengeschichtliche AnnC$herungen an Selbstbetrug
3. Zum Weg dieser Arbeit
Teil I b Eine Art der TC
1. Vorbemerkungen
2. Warum self-deceit? Dykes Benennungsakt und dessen offenbarungstheologischer Rahmen
3. Was ist eigentlich self-deceit?
4. Zur Funktion von Dykes Reflexion auf den Selbstbetrug
5. Dykes Selbstbetrug im pneumatologischen Spannungsfeld
6. Dualismen und ihre Probleme
7. Dykes Weichenstellung im Kontext von Jer 17,9 und ein Seitenblick auf Luther
8. Fazit
9. Zusammenfassung von Teil I
Teil II b SelbstverfC 1. Vorbemerkungen
2. Augustinus zur SelbsttC$uschung. Die Forschungssituation
3. Was ist und was leistet Augustins Gedankenfigur einer seductio sui? Eine Feinbestimmung
4. ErgC$nzungen und Verortungen
5. Fazit
6. Zusammenfassung von Teil II
Exkurs: Petrarcas Blick auf Augustinus als SelbsttC$uschungsdiagnostiker in dessen Secretum meum
1. Vorbemerkungen
2. b Augustinusb als SelbsttC$uschungsdiagnostiker
3. Vom Scheitern der Heilung
4. Die Diffusion der SelbsttC$uschung
Teil III b SelbsttC$uschung als neues Fundamentalproblem? Einige Diskussionen im franzC6sischen 17. und deutschsprachigen 18. Jahrhundert
1. Cbergang
2. Etappen auf dem Weg zum diagnostischen Begriff im deutschsprachigen 18. Jahrhundert
3. Exemplarische SelbsttC$uschungsblC 4. Zusammenfassung von Teil III
Teil IV b Angst vor der Wahrheit: Heidegger und Sartre
1. Einleitendes
2. Heideggers Angst vor der Wahrheit der Existenz
3. Sartres unendliches Begehren nach dem Sein und wie es
schlechten Glauben nC$hrt
4. Zusammenfassung von Teil IV
Schlussbetrachtung

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