Rechtssubjektivität für Künstliche Intelligenz

Eine Untersuchung von Zuerkennungsgründen für die "ePerson"

By (author) Jessica Hawighorst

Book cover: Rechtssubjektivität für Künstliche Intelligenz

Extent: 386 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: German Studies, Law

Series: Schriften zum Recht der Digitalisierung

Language: German

Paperback (Published)

(January 2026)

ISBN: 9783161705601

6.1 x 9.13 inches

Price: $134.00

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Jessica Hawighorst explores the legal possibility of granting artificial intelligence independent legal subjectivity. Combining doctrinal and philosophical approaches, she examines under what conditions AI systems might be recognized as electronic persons.


English summary: Jessica Hawighorst’s study investigates whether and under what conditions artificial intelligence can be recognized as an independent legal subject. Focusing on the concept of the “electronic person” (ePerson), it examines the theoretical and doctrinal foundations of assigning legal personality to autonomous AI systems. The author combines systematic legal analysis with philosophical and constitutional reasoning, drawing on both German and European contexts, including the AI Act. The author discusses how the growing autonomy of AI systems raises questions of foreseeability, traceability, and responsibility for their actions. Central legal concepts such as “person,” “subject,” and “capacity” are critically reassessed, showing that legal subjectivity is a legislative construct within constitutional limits rather than an inherent property. Ethical and cultural considerations serve as guiding principles for determining the scope of potential AI personhood. The study concludes that while granting AI legal personhood is theoretically feasible and could clarify certain issues in contract and liability law, it is not currently necessary. Establishing such a framework would require significant legislative effort. The decision thus remains a matter of political and normative choice. German description: Jessica Hawighorst widmet sich der Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen kunstliche Intelligenz als eigenstandiges Rechtssubjekt anerkannt werden kann. Im Mittelpunkt steht die Figur der sogenannten elektronischen Person (ePerson), die als rechtlich selbststandiger Trager von Rechten und Pflichten konzipiert wird. Die Autorin analysiert die dogmatischen und philosophischen Grundlagen einer solchen Zuschreibung und verbindet rechtsdogmatische Argumentation mit verfassungsrechtlichen und europarechtlichen Perspektiven. Ausgehend von der zunehmenden Autonomie moderner KI-Systeme untersucht die Autorin die Herausforderungen von Vorhersehbarkeit, Nachvollziehbarkeit und Zurechnung ihres Handelns. Dabei werden zentrale Begriffe wie Rechtssubjekt, Rechtsperson und Rechtsfahigkeit kritisch beleuchtet und in ihrem Verhaltnis zueinander neu bestimmt. Jessica Hawighorst zeigt, dass die Zuerkennung von Rechtssubjektivitat kein naturgegebenes, sondern ein gesetzgeberisches Konstrukt ist, das sich innerhalb verfassungsrechtlicher Grenzen frei gestalten lasst. Ethik, Rechtskultur und Zweckmassigkeit bilden dabei die entscheidenden Bezugspunkte. Sie gelangt zu dem Schluss, dass eine rechtliche Anerkennung kunstlicher Intelligenz als Person zwar moglich, gegenwartig jedoch nicht erforderlich ist. Sie konnte bestehende Unsicherheiten im Vertrags- und Haftungsrecht verringern, ware jedoch mit erheblichen legislativen und administrativen Herausforderungen verbunden. Der Gesetzgeber bleibt damit frei, uber die Einfuhrung und Ausgestaltung einer solchen Rechtspersonlichkeit politisch zu entscheiden.

Erster Teil: Einfuhrung und technische Grundlagen 1 Einleitung 2 Was ist kunstliche Intelligenz? I. Geschichtliche Entwicklung II. Begriff und technischer Hintergrund III. Einsatzbereiche und Typen von KI IV. Vergleich mit menschlicher Intelligenz V. Ausblick: Kunftige Chancen und Risiken durch KI Zweiter Teil: Die elektronische Person 3 Die Diskussion uber ""personifizierte Maschinen"" I. Menschliche Maschinen in Unterhaltungsmedien II. Einzug der Diskussion in die (juristische) Fachliteratur III. Diskussion auf politischer Ebene 4 Begriffe und ""Begriffsverwirrung"" I. Begriffe II. Exkurs: Teilrechtsfahigkeit III. Entwirrung der Begriffe? IV. Stellungnahme zu den Begrifflichkeiten 5 Aktuelle Begriffs- und Statusdiskussionen I. Statusdebatten mit Bezug zum Menschen II. Gesamthandsgemeinschaften III. Tiere und Natur IV. Kunstliche Intelligenz V. Vor- und Nachteile der Statusdebatten und das ""Henne-Ei-Problem"" in der Diskussion 6 Die Entwicklung des Rechtsdenkens uber Rechtspersonlichkeit I. Entwicklung der naturlichen Person II. Entwicklung der juristischen Person III. ""Atypische"" Rechtssubjekte in Vergangenheit und Gegenwart IV. Heutiges Verstandnis: Rechtspersonlichkeit als ein Gegenstand der Zuschreibung durch den Gesetzgeber 7 Grunde fur die Zuerkennung von Rechtspersonlichkeit I. Rechtskulturelle Orientierungsmuster ~GER~Erster Teil: Einfuhrung und technische Grundlagen 1 Einleitung 2 Was ist kunstliche Intelligenz? I. Geschichtliche Entwicklung II. Begriff und technischer Hintergrund III. Einsatzbereiche und Typen von KI IV. Vergleich mit menschlicher Intelligenz V. Ausblick: Kunftige Chancen und Risiken durch KI Zweiter Teil: Die elektronische Person 3 Die Diskussion uber ""personifizierte Maschinen"" I. Menschliche Maschinen in Unterhaltungsmedien II. Einzug der Diskussion in die (juristische) Fachliteratur III. Diskussion auf politischer Ebene 4 Begriffe und ""Begriffsverwirrung"" I. Begriffe II. Exkurs: Teilrechtsfahigkeit III. Entwirrung der Begriffe? IV. Stellungnahme zu den Begrifflichkeiten 5 Aktuelle Begriffs- und Statusdiskussionen I. Statusdebatten mit Bezug zum Menschen II. Gesamthandsgemeinschaften III. Tiere und Natur IV. Kunstliche Intelligenz V. Vor- und Nachteile der Statusdebatten und das ""Henne-Ei-Problem"" in der Diskussion 6 Die Entwicklung des Rechtsdenkens uber Rechtspersonlichkeit I. Entwicklung der naturlichen Person II. Entwicklung der juristischen Person III. ""Atypische"" Rechtssubjekte in Vergangenheit und Gegenwart IV. Heutiges Verstandnis: Rechtspersonlichkeit als ein Gegenstand der Zuschreibung durch den Gesetzgeber 7 Grunde fur die Zuerkennung von Rechtspersonlichkeit I. Rechtskulturelle Orientierungsmuster ",

Erster Teil: Einführung und technische Grundlagen
§ 1 Einleitung
§ 2 Was ist künstliche Intelligenz?
I. Geschichtliche Entwicklung
II. Begriff und technischer Hintergrund
III. Einsatzbereiche und Typen von KI
IV. Vergleich mit menschlicher Intelligenz
V. Ausblick: Künftige Chancen und Risiken durch KI
Zweiter Teil: Die elektronische Person
§ 3 Die Diskussion über „personifizierte Maschinen"
I. Menschliche Maschinen in Unterhaltungsmedien
II. Einzug der Diskussion in die (juristische) Fachliteratur
III. Diskussion auf politischer Ebene
§ 4 Begriffe und „Begriffsverwirrung"
I. Begriffe
II. Exkurs: Teilrechtsfähigkeit
III. Entwirrung der Begriffe?
IV. Stellungnahme zu den Begrifflichkeiten
§ 5 Aktuelle Begriffs- und Statusdiskussionen
I. Statusdebatten mit Bezug zum Menschen
II. Gesamthandsgemeinschaften
III. Tiere und Natur
IV. Künstliche Intelligenz
V. Vor- und Nachteile der Statusdebatten und das „Henne-Ei-Problem" in der Diskussion
§ 6 Die Entwicklung des Rechtsdenkens über Rechtspersönlichkeit
I. Entwicklung der natürlichen Person
II. Entwicklung der juristischen Person
III. „Atypische" Rechtssubjekte in Vergangenheit und Gegenwart
IV. Heutiges Verständnis: Rechtspersönlichkeit als ein Gegenstand der
Zuschreibung durch den Gesetzgeber
§ 7 Gründe für die Zuerkennung von Rechtspersönlichkeit
I. Rechtskulturelle Orientierungsmuster

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