Investorenkommunikation.

Unter besonderer Berücksichtigung der persönlichen Investorenkommunikation des Aufsichtsrats und seines Vorsitzenden.

By (author) Jana Landsittel

Book cover: Investorenkommunikation.

Extent: 333 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law

Series: Abhandlungen zum Deutschen und Europäischen Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht

Series volume number: 142

Language: German

Paperback (Published)

(May 2019)

ISBN: 9783428157389

6.18 x 9.17 inches

Price: $164.00

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Corporate Governance verlangt über die Kommunikation des Vorstands mit ausgesuchten Investoren hinaus auch einen vertraulichen Dialog zwischen Investoren und dem Aufsichtsrat sowie seinen Vorsitzenden. Während die Leitungs- und Geschäftsführungskompetenzen des Vorstands seine kommunikativen Maßnahmen legitimieren, steht dem Aufsichtsrat eine durch seine Sachkompetenzen vermittelte Annexkompetenz zur Durchführung der Gespräche zu. Organadäquat ist dabei die Wahrnehmung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden, wobei selbstverständlich Grenzen zu beachten sind.


Insbesondere in Zeiten des Shareholder Activism verlangt Corporate Governance uber die personliche Kommunikation des Vorstands mit ausgesuchten Investoren hinaus auch einen vertraulichen Investorendialog des Aufsichtsrats. Wahrend die Leitungs- und Geschaftsfuhrungskompetenzen des Vorstands die kommunikativen Maanahmen des Vorsitzenden und weiterer Vorstandsmitglieder legitimieren, ist die Kommunikationskompetenz des Aufsichtsrats nicht gleichermaaen augenscheinlich, ist der Aufsichtsrat doch nach seiner ursprunglichen Ausgestaltung ein Uberwachungs- und Beratungsorgan. Unter Berucksichtigung sowohl der angloamerikanischen Usancen als auch der in den letzten Jahrzehnten vollzogenen Aufwertung des rechtlichen Konstrukts des Aufsichtsrats ist eine Annexkompetenz abgeleitet von seinen Sachkompetenzen zur personlichen Kommunikation mit Investoren anzuerkennen. Organadaquat ist die Wahrnehmung der Dialoge durch den Vorsitzenden, wobei sich Grenzen aus der organimmanenten Zustandigkeitsverteilung, aktien- und kapitalmarktrechtlichen Prinzipien und der Wahrung eines einheitlichen Unternehmensauftritts ergeben.

1. Einleitung
Einführung

2. Aufblühen der Investorenkommunikation in der Praxis
Einordnung des Dialogs in das »Phänomen« des Shareholder Activism – Investor-Relations-Arbeit

3. Investorenkommunikation
Fallkonstellationen der Investorenkommunikation – Die Kompetenz des Vorstands – Die Kompetenz des Aufsichtsrats – Kompetenzrechtliche Verstöße des Aufsichtsrats oder seines Vorsitzenden – Bewertung der Kodexanregung und der Leitsätze – Kommunikationsordnung

4. De lege ferenda
Regularien – Unterschiede zwischen börsennotierten und nicht börsennotierten Unternehmen

5. Schlussbetrachtung und Thesen

Annex: Entwurf einer Kommunikationsordnung einer paritätisch mitbestimmten Aktiengesellschaft

Literatur- und Stichwortverzeichnis

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