Forschungsfreiheit und Embryonenschutz.

Eine verfassungs- und europarechtliche Untersuchung der Forschung an Embryonen.

By (author) Ekaterini Iliadou

Book cover: Forschungsfreiheit und Embryonenschutz.

Extent: 302 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law

Series: Schriften zum Ă–ffentlichen Recht

Series volume number: 799

Language: German

Paperback (Published)

(November 1999)

ISBN: 9783428098903

6.18 x 9.17 inches

Price: $114.00

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Die Autorin untersucht die Rechtsfragen der verbrauchenden Forschung an Embryonen, der Forschung also mit dem direkten oder indirekten Endeffekt des Todes menschlicher Embryonen. Nach Darstellung des durch das Embryonenschutzgesetz angeordneten Verbots solcher Forschungen werden im ersten Teil der Arbeit die verfassungsrechtlichen Aspekte des Problems erörtert. Die Einordnung der Embryonenforschung zum Schutzbereich der Forschungsfreiheit stellte das Schrankenproblem des vorbehaltlos gewährleisteten Grundrechts des Art. 5 Abs. 3 GG. Nach ĂœberprĂ¼fung der zur Lösung dieses Problems vorgeschlagenen Theorien wurde angenommen, daĂŸ die Forschungsfreiheit ihre Grenzen in der allgemeinen Rechtsordnung findet, die dem Schutz schwerwiegender VerfassungsgĂ¼ter dient. Ob dies beim Embryonenschutz der Fall ist, konnte nach Untersuchung der zwei fĂ¼r den Sachverhalt relevanten Verfassungsnormen, nämlich der MenschenwĂ¼rde und des Grundrechts auf Leben, beantwortet werden. Die Erörterung des Garantiegehalts und der Funktion der MenschenwĂ¼rde als Staatsfundamentalnorm orientierte die Fundierung des Embryonenschutzes bezĂ¼glich der verbrauchenden Embryonenforschung zunächst auf den Lebensschutz. Durch die dogmatische Figur der gesetzgeberischen Schutzpflicht erfolgte die Präzisierung des relativen Schutzgebots fĂ¼r das Leben. Die Aufgabe, durch Abwägung das notwendige Gleichgewicht zwischen Forschungsfreiheit und Lebensschutz zu finden, wurde dem Gesetzgeber anvertraut. Die ĂœberprĂ¼fung der gesetzgeberischen Entscheidungen erfolgte einerseits auf der Basis des ĂœbermaĂŸverbots, andererseits aber auch mit Hilfe des der Schutzpflicht dienenden UntermaĂŸverbots. Der zweite Teil der Arbeit konzentriert sich auf die Untersuchung der materiell-rechtlichen Regelung der verbrauchenden Embryonenforschung durch das in Deutschland umstrittene Europäische MenschenrechtsĂ¼bereinkommen zur Biomedizin, dessen Ăœbereinstimmung mit dem Grundgesetz angenommen wurde. SchlieĂŸlich wird die Rechtslage in bezug auf die Embryonenforschung innerhalb der Europäischen Gemeinschaft betrachtet. Die Perspektive einer Teilnahme der Gemeinschaft am Europäischen MenschenrechtsĂ¼bereinkommen zur Biomedizin wird bejaht.

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