Diskriminierungsschutz und unternehmerische Freiheit.

By (author) Steffen Lieske

Book cover: Diskriminierungsschutz und unternehmerische Freiheit.

Extent: 432 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law

Series: Schriften zum Sozial- und Arbeitsrecht

Series volume number: 303

Language: German

Paperback (Published)

(September 2011)

ISBN: 9783428135189

6.18 x 9.17 inches

Price: $189.00

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Eine der wichtigsten und umstrittensten legislatorischen Maßnahmen der letzten Zeit im Arbeitsrecht war die Einführung eines Diskriminierungsschutzes für Beschäftigte. Seine Struktur besteht darin, bestimmte Merkmale zu “verbotenen Kriterien” für Arbeitgeberentscheidungen zu machen. Dagegen muss der Unternehmer Produkte und Dienstleistungen “am Markt” anbieten. Dort ist die Unterscheidung nach verbotenen Merkmalen alltägliche Praxis. Die Arbeit untersucht die sich hieraus ergebende Konfliktlage.


Steffen Lieske untersucht die Struktur unternehmerischer Entscheidungsfreiheit und ihres rechtlichen Schutzes. Die Bereiche der – im Hinblick auf den freien Marktauftritt – problematischen Einschränkung der Freiheit durch arbeitsrechtliche Diskriminierungsverbote werden aufzeigt. Aus der Analyse der Garantie der Entscheidungsfreiheit wird ein Bedarf an Relativierungen des Diskriminierungsschutzes entwickelt. Diese Nachsteuerung findet zum einen über eine teleologische Reduktion der Diskriminierungsverbote statt, um diskriminierungsbezogene Dienstleistungen und Produkte zu ermöglichen, die nicht Ergebnis gesellschaftlicher Vorverurteilungen sind. Zum anderen sind erhebliche Schäden vom Arbeitgeber in Konstellationen, in denen er mit diskriminierenden Kundenwünschen konfrontiert wird, nicht mehr hinzunehmen – bis zur Grenze der unmittelbar hierauf gestützten Kündigung des Arbeitnehmers.

Der Verfasser wurde 1979 in Lehrte bei Hannover geboren. Nach dem Abitur im Jahr 1998 schlossen sich das Studium der Rechtswissenschaften an der Leibniz Universität Hannover und das Referendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts Celle an. Nach einer Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Dr. Roland Schwarze arbeitete der Verfasser als Rechtsanwalt in der Kanzlei Hengeler Mueller in Frankfurt a. M.; er ist derzeit in der Niedersächsischen Gerichtsbarkeit als Proberichter am Arbeitsgericht Osnabrück tätig.

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