Die Mindestpreisregelung des WpÜG.

By (author) Moritz Weidemann

Book cover: Die Mindestpreisregelung des WpÜG.

Extent: 510 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law

Series: Abhandlungen zum Deutschen und Europäischen Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht

Series volume number: 133

Language: German

Paperback (Published)

(February 2019)

ISBN: 9783428155965

6.18 x 9.17 inches

Price: $215.00

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Obgleich die Mindestpreisregelung in § 31 WpÜG ein konzeptionelles Kernelement des nationalen Übernahmerechts ist, stand sie bisher nur selten im Zentrum des rechtswissenschaftlichen Interesses. Diese Lücke sucht die Arbeit zu schließen, indem sie sich vor allem den Grundlagen des § 31 WpÜG widmet. Auf dem so gebildeten Fundament kommt der Autor zu dem Ergebnis, dass die Mindestpreisregelung ein problematisches Rechtsinstitut ist. Er stellt vor diesem Hintergrund einen Reformbedarf fest.


Die Mindestpreisregelung in 31 WpUG verpflichtet den Bieter, bei der Evaluierung des Angebotspreises im Rahmen von offentlichen Ubernahmeangeboten zwei Untergrenzen zu beachten: den Borsenkurs der Zielgesellschaft und den fur Vorerwerbe vereinbarten Preis. Aufbauend auf einer methodenpluralistischen Analyse und einem rechtsvergleichenden Blick in die USA verdeutlicht die Arbeit, dass die Mindestpreisregelung ein problematisches Rechtsinstitut ist: Sie ist Teil eines ubernahmerechtlichen Vermogensschutzes, dessen Legitimation durch die seit Verabschiedung der Ubernahmerichtlinie eingetretenen Veranderungen zunehmend in Frage gestellt wird. Die Untersuchung konstatiert eine allgemeine Entwicklung weg von spezifisch ubernahmerechtlichen Schutzmechanismen und hin zu verbandsrechtlichen Kontrollinstanzen ein Weg, den das US-Recht seit jeher verfolgt. Im Ergebnis empfiehlt der Autor, unter Geltung der Ubernahmerichtlinie zumindest den Anwendungsbereich des 31 WpUG einzuschranken.

Einleitung

Problemaufriss – Gegenstand und Ziel der Untersuchung – Gang der Untersuchung

1. Grundlagen der Mindestpreisregelung

Die historische Entwicklung der Mindestpreisregelung – Die Funktionen der Mindestpreisregelung des WpÜG im Kontext der Zielkonzeption des Kapitalmarktrechts – Rechtsökonomischer Rahmenbezug – Zusammenfassung

2. Mindestpreisregelung im nationalen Recht

Anwendungsbereich der Mindestpreisregelung – Art und Höhe der Gegenleistung – Mindestpreis bei verspätetem Pflichtangebot – Rechtsschutz – Zusammenfassung

3. Mindestpreisregelung in den USA: Die Dichotomie von Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht

Die Verteilung der Regelungskompetenzen in den USA – Der Regelungsrahmen für den Markt für Unternehmenskontrolle – Pflicht zur Gleichbehandlung der Aktionäre bei Kontrolltransaktionen – Angemessener Mindestpreis und interne Corporate-Governance-Mechanismen – Zusammenfassende Würdigung und Schlussfolgerungen für das nationale Recht

4. Zeitlich gestreckte Erwerbsvorgänge

Der zeitliche Anwendungsbereich der Vorerwerbsregel – Der sachliche Anwendungsbereich der Gleichstellungsklausel – Zusammenfassung

Schlussbetrachtung

Literatur- und Stichwortverzeichnis

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