Die Konvergenz von Vertrags- und Deliktsrecht in der Arzthaftung

Eine dogmatische Untersuchung arzthaftungsrechtlicher Grundlagen

By (author) Helena Tripp

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Extent: 257 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law, Medicine

Series: Schriften zum BĂĽrgerlichen Recht

Series volume number: 597

Language: German

Paperback (Published)

(September 2025)

ISBN: 9783428195893

6.18 x 9.17 inches

Price: $89.00

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Im Arzthaftungsrecht wird von einer Parallelitat vertraglicher und deliktischer Anspruche ausgegangen. Die Berucksichtigung struktureller Besonderheiten verdeutlicht, dass eine pauschale inhaltliche Identitat nicht moglich ist. Diese Arbeit setzt sich grundlegend mit der Pflichtenstruktur im Vertrags- und Deliktsrecht sowie beweisrechtlichen Implikationen einer dogmatisch ungenauen Haftungsbegrundung auseinander. Sie unterbreitet eine Losung, die strukturell im BGB angelegt ist.


English summary: The Convergence of Contract and Tort Law in Medical Liability Law. A Dogmatic Analysis of the Principles Governing Medical Liability Law: In medical liability law, a parallelism of contractual and tortious claims is presumed. However, the consideration of structural peculiarities in contracts and torts shows that a blanket identical standard of liability is not justifiable. This work deals fundamentally with the structure of duties in contract and tort law as well as the evidentiary implications of a dogmatically imprecise justification of liability. It proposes a solution that is structurally inherent in the BGB. German description: Das Arzthaftungsrecht ist eine Materie, die aufgrund der historischen Verankerung des Schmerzensgeldes in 847 BGB a.F. aus dem Deliktsrecht gewachsen ist. Seitdem auch auf vertraglicher Ebene immaterieller Schadensersatz gewahrt werden kann, ruckte auch der Behandlungsvertrag zwischen Arzt und Patient bei Haftungsfragen in den Vordergrund. Dabei wurde unbesehen die deliktische Haftungsstruktur in das Vertragsrecht ubertragen.Wie konnen Vertrags- und Deliktsrecht jedoch unter Berucksichtigung ihrer strukturellen Eigenschaften parallel verlaufen? Konnen vertraglich modifizierbare Hauptleistungspflichten und allgemeingultige Verkehrspflichten inhaltlich identisch sein? Wie unterscheiden sich Pflichtwidrigkeit und Fahrlassigkeit, wenn beide Massstabe auf die verkehrserforderliche Sorgfalt, namentlich den Facharztstandard, rekurrieren? Ist der grobe Behandlungsfehler ein Fall grober Fahrlassigkeit? Diese und weitere Fragen werden vor dem Hintergrund der Dogmatik des BGB beleuchtet.

1 Die Arzthaftung als Konglomerat Beruhrungspunkte des Arzthaftungsrechts - Hintergrund 2 Die Zweispurigkeit der Arzthaftung Die Haftung nach Vertrags- und Deliktsrecht - Das haftungsrechtliche Verhaltnis von Vertragsrecht zu Deliktsrecht 3 Hauptleistungspflichten und Verkehrspflichten Einfuhrung - Deliktische Verkehrs(sicherungs-)pflichten - Vertragliche Pflichten: 241 BGB - Besonderheiten des Arzthaftungsrechts - Eigener Losungsansatz zu Verhaltensmassstab und Inhalt der Verkehrspflicht - Die Behandlung ohne zugrundeliegenden Vertrag mit dem Patienten 4 Pflichtverletzung und Rechtsgutsverletzung Problemaufriss - Situation bei einer lege artis Behandlung - Situation bei Vorliegen eines Behandlungsfehlers - Stellungnahme - Losungsvorschlag 5 Pflichtwidrigkeit und Fahrlassigkeit Einfuhrung - Begriffsbestimmung - Problemaufriss: Das Verhaltnis von Pflichtwidrigkeit zu Fahrlassigkeit - Offenkundige Abgrenzungskriterien - Der grobe Behandlungsfehler als grobe Fahrlassigkeit? - Der einfache Behandlungsfehler als einfache Fahrlassigkeit?, § 1 Die Arzthaftung als Konglomerat
Berührungspunkte des Arzthaftungsrechts – Hintergrund

§ 2 Die Zweispurigkeit der Arzthaftung
Die Haftung nach Vertrags- und Deliktsrecht – Das haftungsrechtliche Verhältnis von
Vertragsrecht zu Deliktsrecht

§ 3 Hauptleistungspflichten und Verkehrspflichten
Einführung – Deliktische Verkehrs(sicherungs-)pflichten – Vertragliche Pflichten: §
241 BGB – Besonderheiten des Arzthaftungsrechts – Eigener Lösungsansatz zu
Verhaltensmaßstab und Inhalt der Verkehrspflicht – Die Behandlung ohne
zugrundeliegenden Vertrag mit dem Patienten

§ 4 Pflichtverletzung und Rechtsgutsverletzung
Problemaufriss – Situation bei einer lege artis Behandlung – Situation bei Vorliegen
eines Behandlungsfehlers – Stellungnahme – Lösungsvorschlag

§ 5 Pflichtwidrigkeit und Fahrlässigkeit
Einführung – Begriffsbestimmung – Problemaufriss: Das Verhältnis von
Pflichtwidrigkeit zu Fahrlässigkeit – Offenkundige Abgrenzungskriterien – Der »grobe«
Behandlungsfehler als grobe Fahrlässigkeit? – Der einfache Behandlungsfehler als
einfache Fahrlässigkeit?

  • By (author) Helena Tripp