Die Johanneskirche in Ephesos

By (author) Andreas Thiel

Book cover: Die Johanneskirche in Ephesos

Extent: 240 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Classical Studies

Series: Spätantike – Frühes Christentum – Byzanz

Language: German

Hardback (Published)

(April 2005)

ISBN: 9783895003547

8.86 x 12.4 inches

Price: $117.00

In stock

PDF (Published)

(January 2005)

ISBN: 9783954908424

Price: $98.00

Die Kirche Johannes des Theologen in Ephesos gehört zu den bedeutendsten Sakralbauten der Spätantike. Kaiser Justinian I. ließ sie um die Mitte des 6. Jahrhunderts als mächtige Kreuzkuppelbasilika nach dem Vorbild der Apostelkirche von Konstantinopel errichten. Die vorliegende Baumonographie untersucht die Architektur der Kirche und ihrer Nebengebäude, scheidet Entstehungsphasen und rekonstruiert ältere Planungen. So entsteht das Gesamtbild eines Pilgerzentrums der justinianischen Epoche. Viele Zeichnungen und Rekonstruktionsvorschläge zur Gestalt der Kirche ergänzen die Dokumentation des Bestandes.


Das Heiligtum des Theologen Johannes war eines der bedeutendsten Pilgerzentren des ostlichen Mittelmeerraumes. Es lag abseits des hellenistisch-romischen Ephesos auf einem Hugel in der Nahe des Artemisions. Seit dem 6./7. Jahrhundert n. Chr., als das Gebiet der antiken Stadt durch naturliche Veranderungen der Topographie zunehmend unbewohnbar wurde, entstand aus der Siedlung um das Heiligtum das stark verkleinerte mittelalterliche Ephesos. Eine letzte Blutezeit erlebte diese Stadt im 14. Jahrhundert unter der Herrschaft der Seldschuken. Bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wusste man um den genauen Ort des Heiligtums. Nach der Publikation fand die Kirche in den spateren 50er Jahren noch Interesse als eines der Baudenkmaler, an denen eine Teilrekonstruktion versucht wurde. Daneben wurde der Bau in allgemeinen Handbuchern sowie in Darstellungen und Analysen spatantiker Architektur berucksichtigt. Vor allem F. W. Deichmann verdankt man im Rahmen verschiedener Spezialuntersuchungen Arbeiten uber die Mauertechnik, die Bauplastik und zuletzt uber die Werkmarken der Kirche. Umfangreiche Grabungen und Restaurierungen der letzten Jahrzehnte haben den Ruinenbestand bzw. -befund im Bereich des Heiligtums wesentlich verandert. Es schien deshalb an der Zeit, bisherige Forschungen zusammenzufassen, erneut zu prufen und, wo notig, zu korrigieren und zu erganzen. Daneben sollten Baugruppen der unmittelbaren Umgebung, deren Publikationen von unterschiedlichem Umfang und Genauigkeit sind, mit berucksichtigt werden. Nach einer zusammenfassenden Wurdigung der verschiedenen Arbeiten zu Detailfragen des Gesamtkomplexes ist schliesslich eine neuen Gesamtrekonstruktion des justinianischen Heiligtums, insbesondere aber des Kirchenbaus angestrebt.

  • By (author) Andreas Thiel

„Il lavoro di Andreas Thiel fornisce un accurato resoconte delle componenti architettoniche e delle fasi edilizie del santuario, senza tuttavia tirare le fila di una rilettura complessiva del monumento. (...)<br/>Rimane da deisderare che altri monumenti dell’architettura tardoantica della Turchia ricevano una simile attenzione attraverso opere monografiche.“<br/><br/>Von Ilenia Gradante<br/><br/>In: Rivista di archaeologia Cristiana. 84 (2008). S. 555-557.<br/><br/>--------------------------<br/><br/>„Le grand mérite de l’A. est d’avoir réuni toute la documentation disponible sur la basilique de l’apôtre S. Jean et sur son site, non seulement les acquis de l’archéologie, mais aussi les témoignages littéraires et historiques, en signalant les questions restées ouvertes, comme celle posée par la confusion des personnages portant le nom de Jean. À partir de cette vaste collecte, il a pu reconstituer l’histoire du monument, dans les différentes phases de son développement.“<br/><br/>In: Revue d’histoire ecclésiastique. Vol. 103 (2008). Nr. 2. S. 704.<br/><br/>--------------------------<br/><br/>„Das Buch von Andreas Thiel zur Johanneskirche enthält eine handwerklich saubere, rein technische Beschreibung der bekannten Bauteile und -phasen. Das Monument und die Quellenlage zu diesem Bau, der zu den Kirchen mit hoher Bedeutung für die Kunstgeschichte der justinianischen Architektur zählt, sind durch diese Arbeit gut bebildert erschlossen. Die Bauaufnahmen, Zeichnungen von Einzelbefunden und Rekonstruktionen lassen deutlich die Professionalität des Autors in dieser Hinsicht erkennen. (...) Nichtsdestoweniger kann man dem Buch als Befundpublikation den Status eines Standardwerkes zusprechen, auf das weitere Bearbeitungen einzelner Aspekte dieses bedeutenden frühchristlichen Baus zurückgreifen werden. Vor allem eine Bearbeitung der Fragen zu den liturgischen Abläufen im Heiligtum und der Bedeutung der Anlage innerhalb des kleinasiatischen Pilgerwesens in früh- und mittelbyzantinischer Zeit wäre ein weiteres lohnenswertes Unterfangen. Es bleibt zu wünschen, dass auch andere, baugeschichtlich ähnlich interessante Kirchenanlagen bei bedeutenden Fundplätzen der klassischen Antike in der Türkei, wie z. B. Pergamon, Milet, Perge, Side o. Ä. eine entsprechende, monografische Aufarbeitung auf dem Stand der Zeit erfahren werden.“<br/><br/>Sebastian Ristow<br/><br/>In: Sehepunkte. Ausgabe 6 (2006), Nr. 3.<br/><a target="_blank" href="http://www.sehepunkte.de/2006/03/9715.html">http://www.sehepunkte.de/2006/03/9715.html</a> (5. August 2010)