Transforming Sacred Spaces

New Approaches to Byzantine Ecclesiastical Architecture from the Transitional Period

Edited by Sabine Feist

Book cover: Transforming Sacred Spaces

Extent: 276 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Architecture, Classical Studies

Series: Spätantike – Frühes Christentum – Byzanz

Language: English

Hardback (Published)

(March 2020)

ISBN: 9783954904198

6.69 x 9.49 inches

Price: $147.00

In stock

PDF (Published)

(September 2020)

ISBN: 9783954906826

Price: $222.00

Die Kirchen der Dunklen Jahrhunderte, der Zeit zwischen Spätantike und Mittelalter, wurden lange Zeit recht stiefmütterlich behandelt. Zwar hat man sich schon früh für die in dieser Zeit vollzogenen nachhaltigen Veränderungen interessiert und nach deren Ursachen geforscht, doch wurden die Bauten stets isoliert und unter rein gattungsimmanenten Kriterien untersucht. Diesem Desiderat ist ein an der LMU München gehaltenes Kolloquium entsprungen, dessen gesammelte Beiträge in diesem Sammelband nun vorliegen. Thematisiert werden neben bauarchäologischen Befunden auch historische, urbanistische sowie raumsoziologische Fragestellungen. <br/>


Die Kirchen der Dunklen Jahrhunderte, der Zeit zwischen Spatantike und Mittelalter, wurden lange Zeit recht stiefmutterlich behandelt. Zwar hat man sich schon fruh fur die in dieser Zeit vollzogenen nachhaltigen Veranderungen interessiert und nach deren Ursachen geforscht, doch wurden die Bauten stets isoliert und unter rein gattungsimmanenten Kriterien untersucht. Diesem Desiderat ist ein an der LMU Munchen gehaltenes Kolloquium entsprungen, dessen gesammelte Beitrage nun in diesem Sammelband vorliegen. Die Beitrage sind in drei Sektionen untergliedert. Im ersten Teil Historical-cultural background – breaking with traditions wird nach Entwicklungen des stadtischen und landlichen Umfeldes zur Zeit der Dunklen Jahrhunderte gefragt. Dabei werden die bisherigen Forschungsansatze und -methoden diskutiert sowie das Stadtewesen aus ziviler und imperialer Perspektive untersucht. Ausserdem spielt die Rolle des monastischen Umfeldes fur die Etablierung neuer Architekturformen eine Rolle. Der zweite Abschnitt Monuments – revision of the archaeological evidence widmet sich Fallbeispielen verschiedener Regionen fur den Kirchenbau der Dunklen Jahrhunderte. Ausserdem werden die bisherigen stark chronologisch-orientierten Erklarungsmodelle in Frage gestellt und neue Kriterien fur die Einordnung der Architektur dieser Zeit vorgeschlagen. In der dritten Sektion Sociology of space – searching for reasons werden die historischen, urbanistischen und bauarchaologischen Befunde in einen breiteren Kontext gestellt und vor dem Hintergrund raumsoziologischer Modelle untersucht. Thematisiert werden die Rolle der Architektur fur die Vergegenwartigung des Gottlichen sowie die sich verandernde Bildausstattung der Kirchen dieser Zeit und der Wandel ihrer liturgischen Bespielung.

Sabine Feist, geboren 1985 in Köln, studierte von 2005 bis 2011 Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Alte Geschichte in Freiburg, Athen, Basel und Göttingen. Zwischen 2012 und 2016 folgte ein Promotionsstudium der Spätantike und Byzantinischen Kunstgeschichte und der Klassischen Archäologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, das durch verschiedene Stipendien unterstützt wurde (u. a. Fellowship am Research Center for Anatolian Civilizations der Koç University in Istanbul, Mitgliedschaft der Graduiertenschule Distant Worlds der LMU München, Reisestipendium der LMU München). Seit 2015 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Orientalische Archäologie und Kunstgeschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. <br/>Neben der spätantiken und byzantinischen Sakralarchitektur sind weitere Forschungsschwerpunkte unter anderem die Inszenierung von Heiligkeit in Spätantike und Frühmittelalter, spätantike Skulptur sowie die Wissenschaftsgeschichte. <br/>

  • Edited by Sabine Feist

„Als Ganzes genommen übertrifft der Band seine im Vorwort gestellten Erwartungen, da die Beiträge vielfältigere Themenbereiche diskutieren als eingangs definiert. [...] Trotz manch kritischer Einwendung ist der Band sehr zu begrüßen, da er Beiträge von hohem wissenschaftlichem Niveau präsentiert, die umfangreiche Literaturhinweise liefern und von Bildern guter Qualität begleitet werden. Die meisten Untersuchungen zeigen neue und spannende Forschungsansätze für die Kirchenarchitektur der Übergangsperiode, die sich gelegentlich widersprechen, aber wertvolle Anregungen für weitere Forschung in diesem Bereich liefern. Die im Titel erweckten Erwartungen kann der Band zur Gänze erfüllen.“<br/><br/>Von Galina Fingarova<br/>In: Byzantine Review, 03/2021, S. 247-255
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