Die Christianisierung der spätrömischen Welt

Stadt, Land, Haus, Kirche und Kloster in frühchristlicher Zeit

Von Beat Brenk. Mit einem italienischsprachigen Beitrag von Fulvio Coletti

Book cover: Die Christianisierung der spätrömischen Welt

Extent: 400 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Classical Studies

Series: Spätantike – Frühes Christentum – Byzanz

Language: German

Hardback (Published)

(May 2003)

ISBN: 9783895003080

8.86 x 12.4 inches

Price: $77.00

Out of stock

PDF (Published)

(January 2003)

ISBN: 9783954905713

Price: $63.00

Nachdem die Christliche Archäologie jahrzehntelang ihr Interesse auf die Wechselbeziehung zwischen den großen Kunstzentren und den Provinzen sowie die Bautypologie gerichtet hat, greift dieses Buch andere Phänomene auf. Es umfasst die Christianisierung und Umnutzung von Städten, Landschaften, Gebirgen und Wüsten. Nicht die Verdrängung des Heidentums durch das Christentum steht dabei im Vordergrund, sondern die Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation und der daraus folgende Rückgang der Bevölkerungszahlen im 3. und 4. Jahrhundert, die eine Konzentration von Reichtum in privater Hand bewirkten. Während sich die christliche Kirchenarchitektur in den meisten Städten in die Stadtkulisse integrierte, zeigten sich die durch Entvölkerung hervorgerufenen Veränderungen durch Leerstand, Verfall, Abbruch und Umnutzung vieler Gebäude. <br/>Dieses Buch unternimmt den Versuch, die Topologie der Zeit zum Sprechen zu bringen und die „Rhetorik“ der Bauten und Bauanordnungen aufzudecken. So forderte beispielsweise die Besiedelung von Einöden und Wüsten besondere, neue Baukonzepte und Leistungen.


Nachdem die Christliche Archaologie jahrzehntelang ihr Interesse auf die Wechselbeziehung zwischen den grossen Kunstzentren und den Provinzen sowie die Bautypologie gerichtet hat, greift dieses Buch andere Phanomene auf. Es umfasst die Christianisierung und Umnutzung von Stadten, Landschaften, Gebirgen und Wusten. Nicht die Verdrangung des Heidentums durch das Christentum steht dabei im Vordergrund, sondern die Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation und der daraus folgende Ruckgang der Bevolkerungszahlen im 3. und 4. Jahrhundert, die eine Konzentration von Reichtum in privater Hand bewirkten. Wahrend sich die christliche Kirchenarchitektur in den meisten Stadten in die Stadtkulisse integrierte, zeigten sich die durch Entvolkerung hervorgerufenen Veranderungen durch Leerstand, Verfall, Abbruch und Umnutzung vieler Gebaude. Dieses Buch unternimmt den Versuch, die Topologie der Zeit zum Sprechen zu bringen und die “Rhetorik” der Bauten und Bauanordnungen aufzudecken. So forderte beispielsweise die Besiedelung von Einoden und Wusten besondere, neue Baukonzepte und Leistungen.

  • By (author) Beat Brenk

„Ein generelles Ergebnis der hier vorgelegten Studien ist es, dass übergreifende, nach einem bestimmten Muster geplante Vorgangsweisen bei der Adaption älterer Bauten kaum nachzuweisen sind, sondern in den verschiedenen Bereichen praxisorientierte Einzellösungen für die jeweilige Situation gefunden wurden. Es gab keinen „Masterplan“, nach dem eine Stadt, ein Tempel, ein Haus christanisiert worden wäre. Als Mediävist darf man hoffen, dass dieses anregende Buch analoge Studien für die hier nicht in Betracht gezogenen Provinzen, speziell Gallien, provozieren möge und die vielfältigem Bezüge ins frühe Mittelalter ausgebaut werden können.“<br/><br/>In: Mediaevistik. 19 (2006). S. 321-323.<br/><br/>-----------------------<br/><br/>„Das grundlegende Anliegen Brenks, ein "kontextuelles Sehen" anzustreben und das "Einzelne in seinem Lebenszusammenhang" (170) zu betrachten, ist jedoch ausgesprochen gewinnbringend und sollte in jedem Fall weiter verfolgt werden.“<br/><br/>In: sehepunkte 5 (2005), Nr. 11 [15.11.2005],<br/><a target="_blank" href="http://www.sehepunkte.de/2005/11/8673.html">www.sehepunkte.de/2005/11/8673.html</a><br/><br/>-----------------------<br/><br/>„Durch seine andere, stark mentalitätsgeschichtlich orientierte Heransgehensweise veranlaßt, verweist Verf. auf Schwächen in der bisherigen Forschung. Das bezieht sich zum einen auf die meist ungenügende stratigraphische Befundaufnahmen bei Ausgrabungen und zum anderen auf die unzureichende Auswertung des vorhandenen Materials. An diesem Punkt geht Verf. mit einigen Forschern hart ins Gericht; mitunter beklagt er aber den Mangel auch nur allgemein.<br/>Spätestens an diesen Stellen tritt einem der Verf. engagiert entgegen, und man vermeint den Verve zu spüren, mit dem das Buch geschrieben worden ist. Dieser Tatsache sind wahrscheinlich auch einige Inkonsequenzen z.B. in der Zitierweise, der Transkription oder der Orthographie geschuldet, die aber den Anspruch des Buches nicht schmälern, einen Entwurf für eine neue Sicht auf die spätantik-frühchristliche Kunst darzustellen.<br/>Die weitere Forschung wird den Erfolg dieses Entwurfes erweisen müssen.“<br/><br/>In: Byzantinische Zeitschrift. 97 (2004) Heft 1. S. 194-196.