Flankenräume im mittelbyzantinischen Kirchenbau

Zur Befundsicherung, Rekonstruktion und Bedeutung einer verschwundenen architektonischen Form in Konstantinopel

By (author) Lioba Theis

Book cover: Flankenräume im mittelbyzantinischen Kirchenbau

Extent: 368 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Classical Studies

Series: Spätantike – Frühes Christentum – Byzanz

Language: German

Hardback (Published)

(April 2005)

ISBN: 9783895003592

6.69 x 9.45 inches

Price: $147.00

In stock

PDF (Published)

(January 2005)

ISBN: 9783954908448

Price: $123.00

Spätbyzantinische Kirchenanlagen (seit dem 13. Jahrhundert) in den ehemaligen Kernbereichen von Byzanz, besonders in Konstantinopel, Griechenland, aber auch auf dem Balkan sind in der Regel vielteilig. Sie bestehen aus dem Kernbau von Bema, Naos und Narthex und werden häufig auf Nord- und Südseite von Nebenräumen flankiert. Die vorliegende Untersuchung erbringt den Beweis, dass solche Anlagen schon in mittelbyzantinischer Zeit – sicher seit dem 10. Jahrhundert – in der Hauptstadt Konstantinopel entwickelt wurden und sich von dort in den byzantinischen Kernlanden, aber auch in allen von Byzanz beeinflussten Ländern, z. B. in Russland, verbreitet haben. Form und Funktion dieser Raumteile im Verhältnis zum Gesamtbau werden anhand des archäologischen Befundes der konstantinopolitanischen Beispiele exemplarisch untersucht.


Spatbyzantinische Kirchenanlagen (seit dem 13. Jahrhundert) in den ehemaligen Kernbereichen von Byzanz, besonders in Konstantinopel, Griechenland, aber auch auf dem Balkan sind in der Regel vielteilig. Sie bestehen aus dem Kernbau von Bema, Naos und Narthex und werden haufig auf Nord- und Sudseite von Nebenraumen flankiert. Die vorliegende Untersuchung erbringt den Beweis, dass solche Anlagen schon in mittelbyzantinischer Zeit – sicher seit dem 10. Jahrhundert – in der Hauptstadt Konstantinopel entwickelt wurden und sich von dort in den byzantinischen Kernlanden, aber auch in allen von Byzanz beeinflussten Landern, z. B. in Russland, verbreitet haben. Form und Funktion dieser Raumteile im Verhaltnis zum Gesamtbau werden anhand des archaologischen Befundes der konstantinopolitanischen Beispiele exemplarisch untersucht.

  • By (author) Lioba Theis

„Um das Verdienst von Theis abschließend zusammenzufassen, ist besonders auf ihre Leistung im Bereich der Befundsicherung hinzuweisen. Einerseits wird man nach der Lektüre einen Großteil der mittelbyzantinischen Kirchen Konstantinopels nur noch als stark amputierte Baukörper wahrnehmen können. Andererseits ist Theis in der Auswertung der wenigen erhaltenen Indizien so konsequent, dass sich zumindest auf dem Weg der Rekonstruktion eine Vorstellung von dem einstigen Erscheinungsbild und der subtilen Raumwirkung der Bauwerke zurückgewinnen lässt. Unter den wenigen fundierten Publikationen über mittel- und spätbyzantinische Sakralarchitektur gehört ihre Arbeit zu den brauchbaren und anregenden, der man eine ihr gebührende Beachtung wünscht.“<br/><br/>In: sehepunkte 6 (2006), Nr. 10 [15.10.2006] <br/><a target="_blank" href="http://www.sehepunkte.de/2006/10/9741.html">http://www.sehepunkte.de/2006/10/9741.html</a><br/><br/>---------------------------<br/><br/>„Die Arbeit gibt eine Bestandsaufnahme des derzeitigen Forschungsstandes zum hauptstädtischen Kirchenbau dieses Zeitraumes, in vielen Fällen durch aktuelles Bildmaterial bereichert. Zahlreiche auch neue Beobachtungen schärfen den Blick auf die Denkmäler. Ob die daraus gezogenen Schlussfolgerungen in jedem Fall als verlässlich gelten können, werden auch noch weitere zukünftige Untersuchungen zeigen. Anregungen dazu sind hier reichlich gegeben.“<br/><br/>In: Jahrbuch der österreichischen Byzantinistik. 56 (2006). S. 372-378.<br/><br/>