Der Rücktritt im Strafrecht.
Eine kritische Analyse von § 24 StGB de lege lata und Überlegungen de lege ferenda.
By (author) Mareike Herrmann
Paperback (Published)
(October 2013)
ISBN: 9783428141159
6.18 x 9.17 inches
Price: $145.00
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Die Autorin entwickelt ausgehend von der derzeitigen Fassung des § 24 StGB einen Reformvorschlag auf der Grundlage einer dualistischen Konzeption von Versuch und Rücktritt. Kernpunkte des Vorschlags sind hierbei die gegenüber dem geltenden Recht deutlichere Hervorhebung eines Rücktrittsvorsatzes und der Verzicht auf das Freiwilligkeitsmerkmal. Die Unterscheidung zwischen den drei Rücktrittsvarianten des § 24 Abs. 1 StGB wird eingeebnet. Stattdessen wird verlangt, dass der Versuchstäter sich um die Verhinderung der Tatvollendung bemüht, indem er bewusst eine reelle Rettungschance für das Rechtsgut bereitstellt. Daneben schlägt die Autorin vor, die starre Rechtsfolge der Straflosigkeit durch die Einführung einer obligatorischen Strafmilderung und eines fakultativen Absehens von Strafe zu ersetzen.
Mareike Herrmann entwickelt in ihrer Arbeit ausgehend von der derzeitigen Fassung des § 24 StGB einen Reformvorschlag auf der Grundlage einer dualistischen Konzeption von Versuch und Rücktritt. Kernpunkte des Gesetzesvorschlags sind hierbei die gegenüber dem geltenden Recht deutlichere Hervorhebung eines Rücktrittsvorsatzes und der Verzicht auf das Freiwilligkeitsmerkmal. Die Unterscheidung zwischen den drei Rücktrittsvarianten des § 24 Abs. 1 StGB wird eingeebnet. Stattdessen wird verlangt, dass der Versuchstäter sich um die Verhinderung der Tatvollendung bemüht, indem er bewusst eine reelle Rettungschance für das Rechtsgut bereitstellt. Dabei darf er dem zufälligen Erfolgseintritt keinen Raum lassen. Daneben schlägt die Autorin vor, die starre Rechtsfolge der Straflosigkeit durch die Einführung einer obligatorischen Strafmilderung und eines fakultativen Absehens von Strafe zu ersetzen.
Einleitung
1. Einführung in die Struktur des Rücktritts nach § 24 StGB
Einordnung des Rücktritts als Strafaufhebungsgrund – Die Auslegung des § 24 StGB im Lichte der ratio legis
2. Die Bedeutung der einzelnen Tatbestandsmerkmale (mit Ausnahme der Freiwilligkeit)
§ 24 Abs. 1 Satz 1 Var. 1 StGB. Aufgabe der weiteren Tatausführung – § 24 Abs. 1 Satz 1 Var. 2 und § 24 Abs. 2 Satz 1 StGB. Verhindern der Tatvollendung – § 24 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 Satz 2 StGB. Ernsthaftes Bemühen um die Verhinderung der Tatvollendung – Zusammenfassung
3. Das Freiwilligkeitsmerkmal
Zur Willensfreiheit – Der Streit um die Freiwilligkeit im Sinne von § 24 StGB – Weitere Überlegungen zum Merkmal der Freiwilligkeit
4. Zur Rechtsfolge des Rücktritts
Der Strafgrund des Versuchs im Überblick – Die ratio legis einer Rücktrittsnorm (unter Anknüpfung an die Ansichten zur Konzeption de lege lata) – Die Straflosigkeit als Rechtsfolge des Rücktritts
5. Die Rücktrittskonzeptionen, insbesondere ihre Rechtsfolgen, in anderen Rechtsordnungen
Dänemark – Frankreich – Italien – Korea – Österreich – Polen – Schweden – Schweiz – Spanien – Türkei – Corpus Juris (2000; »Florenz-Entwurf«) – IStGH-Statut – Common-law-Systeme: England und USA
6. Eigene Konzeption
Sinn und Zweck einer Rücktrittsnorm und die Rechtsfolge – Die einzelnen Voraussetzungen der Rücktrittsnorm
Schlusswort
Literaturverzeichnis
Personen- und Sachverzeichnis
- By (author) Mareike Herrmann
»Herrmanns Arbeit gefällt. Sie ist argumentativ niveauvoll, in der Sache innovativ und macht einen konsistenten und vereinfachenden Gesetzesvorschlag. [...] Ein Vorzug des Gesetzesvorschlags liegt darin, dass er das Alles-oder-Nichts-Prinzip der geltenden Rücktrittsregel vermeidet. Gerade die krasse Gegensätzlichkeit – zwischen Straffreiheit und vollendungsgleicher Strafe – wird ja in den Augen Vieler der möglichen Breite denkbarer Versuchsfälle mit positivem Nachtatverhalten nicht gerecht. Der Gesetzgeber hat daher Anlass, den Vorschlag
der Autorin ernsthaft zu bedenken.« Prof. Dr. Jörg Scheinfeld, in: Goltdammer´s Archiv für Strafrecht, 8/2019
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