Der automatische Austausch von Finanzkonteninformationen in Steuersachen.

Eine einfachgesetzliche, verfassungsrechtliche und europarechtliche Untersuchung.

By (author) Sophie Schurowski

Book cover: Der automatische Austausch von Finanzkonteninformationen in Steuersachen.

Extent: 478 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law, Social Sciences 

Series: Schriften zum Steuerrecht

Series volume number: 150

Language: German

Paperback (Published)

(August 2020)

ISBN: 9783428158652

6.18 x 9.17 inches

Price: $177.00

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Der Austausch von Finanzkonteninformationen basierend auf dem »Common Reporting Standard« soll eine Verifikationslücke schließen und damit die grenzüberschreitende Steuerverkürzung unterbinden, welche sich durch das Verschleiern von Kapitaleinkünften auf Auslandskonten ergibt. Die Arbeit untersucht den Standard einfachgesetzlich sowie verfassungs- und europarechtlich mit Blick auf die Finanzinstitute, die einer die Berufsfreiheit einschränkenden »Indienstnahme« zur Kontendatenverarbeitung für Steuerzwecke begegnen sowie im Hinblick auf die Kontoinhaber, die durch die automatisierte Auslandsdatenübermittlung – auch an Drittländer außerhalb der EU – erheblichen Grundrechtseingriffen unterliegen.


Fur eine globale Gesellschaft sind grenzuberschreitende Tatigkeiten wesenhaft. Die Besteuerungssysteme werden durch die fortschreitende Globalisierung vor zahlreiche Herausforderungen gestellt. Einerseits sind die Ermittlungsmoglichkeiten aufgrund des Volkerrechts beschrankt, andererseits besteht jedoch die verfassungsrechtlich verankerte Gewahrleistungspflicht einer Gleichmaaigkeit der Besteuerung sowie der Unterbindung grenzuberschreitender Steuerhinterziehung. Die Moglichkeit der Steuerverkurzung ergab sich im Bereich der Kapitaleinkunfte auch durch im Ausland gefuhrte Bankkonten, die dem nationalen Fiskus oftmals durch sog. Bankgeheimnisse verschwiegen blieben. Der grenzuberschreitende Austausch von Finanzkonteninformationen basierend auf dem Common Reporting Standard soll diese Verifikationslucke schlieaen und wird in dieser Arbeit anhand von einfachgesetzlichen, verfassungs- und europarechtlichen Maastaben untersucht. Beleuchtet werden dabei sowohl die Stellung der Finanzinstitute, die einer Indienstnahme zur Kontendatenverarbeitung fur Steuerzwecke und damit einer Einschrankung ihrer Berufsfreiheit begegnen, als auch die Stellung der Kontoinhaber, die durch die automatisierte Auslandsdatenubermittlung erheblichen Grundrechtseingriffen im Bereich des Daten- und effektiven Rechtsschutzes unterliegen.

1. Einleitung

2. Die Initiativen zum automatischen Informationsaustausch in Steuersachen
Ausgangslage – Initiativen im Überblick – Entwicklungstendenzen der Initiativen

3. Der automatische Austausch von Finanzkonten nach dem FKAustG im Detail
Anwendungsbereich – Die Melde- und Sorgfaltspflichten der Finanzinstitute

4. Die Stellung der Finanzinstitute beim automatischen Finanzkonteninformationsaustausch
Inhaltliche Abgrenzungen – Entwicklungstendenzen der Kontendatenpreisgabe an nationale Steuerbehörden – Einordnung in die Privatisierungsdogmatik – Generell zur Legitimation der Indienstnahme – Speziell zur Legitimation der Indienstnahme im Rahmen des Austauschs von Finanzkonteninformationen – Die Indienstnahme im Rechtsverhältnis: Letztverantwortung des Staats?

5. Die Stellung des Kontoinhabers beim automatischen Finanzkonteninformationsaustausch
Generell zur Legitimation steuerverfahrensrechtlicher Maßnahmen mit datenschutzrechtlichem Eingriffscharakter – Speziell zur Legitimation von Eingriffen in die Freiheitsrechte von Kontoinhabern für Zwecke des automatischen Finanzkonteninformationsaustauschs

6. Zusammenfassung

Literaturverzeichnis und Sachregister

  • By (author) Sophie Schurowski