Bundesverfassungsgericht und Fachgerichtsbarkeit

By (author) Ralf Alleweldt

Book cover: Bundesverfassungsgericht und Fachgerichtsbarkeit

Extent: 392 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Law

Series: Jus Publicum

Language: German

Hardback (Published)

(May 2006)

ISBN: 9783161490002

6.5 x 9.29 inches

Price: $194.00

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On the basis of a thorough analysis of the case-law of the German Federal Constitutional Court, Ralf Alleweldt develops a systematic model for the constitutional review of court decisions.


English summary: In the constitutional complaint procedure, the German Federal Constitutional Court has the competence to review all court judgments and decisions as to whether they violate fundamental human rights. It is, however, not clear how intensive this review should be. Many scholars argue that it has inherent limitations. Ralf Alleweldt questions this assumption and develops, on the basis of a thorough analysis of the case-law and by way of constitutional interpretation, a systematic model for the constitutional review of court decisions. German description: Kaum ein Thema des deutschen Verfassungsrechts ist so ausfuhrlich und gleichzeitig so ergebnisarm diskutiert worden wie der Prufungsumfang des Bundesverfassungsgerichts bei der Urteilsverfassungsbeschwerde. Das Verfassungsgericht selbst agiert uneinheitlich nach schwer nachvollziehbaren Kriterien; immer wieder werden ihm Kompetenzuberschreitungen vorgeworfen. Den Kritikern ist es bislang jedoch nicht gelungen, den zutreffenden Umfang der verfassungsgerichtlichen Befugnisse in einem rechtsdogmatischen Modell zu beschreiben. Mehr und mehr Stimmen behaupten die Unlosbarkeit des Problems. Nahezu einhellig wird allerdings angenommen, die verfassungsgerichtliche Kontrolle konne nicht einfach den Anforderungen des materiellen Grundrechtsschutzes folgen. Ralf Alleweldt untersucht die Grunde fur diese Annahme und arbeitet heraus, dass sie auf bruchigen Pramissen beruht. Er zieht die Verbindungslinien vom prozessualen Problem des Prufungsumfangs zur materiellen Grundrechtsdogmatik. Die Uneinheitlichkeit der Rechtsprechung erklart sich teilweise dadurch, dass die Verfassung je nach der im Einzelfall betroffenen Grundrechtsdimension unterschiedliche Anforderungen an eine gerichtliche Entscheidung stellt. Es ist nur in Teilbereichen begrundbar, warum sich die Kontrolltatigkeit des Verfassungsgerichts von der materiellen Reichweite der Grundrechte losen sollte. Auf der Grundlage dieser Erkenntnis entwickelt der Autor ein strukturiertes, interpretativ aus der Verfassung ableitbares und praxisbezogenes Modell der verfassungsgerichtlichen Uberprufung von Gerichtsentscheidungen.

EINLEITUNG
TEIL 1: HISTORISCHE UND MATERIELLRECHTLICHE GRUNDLAGEN
1. Kapitel: Der Weg zur Unlösbarkeit: Das Dilemma der Grundrechtsprüfung
2. Kapitel: Einzelfallbezogene Grundrechtsbindung in der heutigen Grundrechtsdogmatik
TEIL 2: DIE RECHTSPRECHUNGSPRAXIS DES BUNDESVERFASSUNGSGERICHTS
3. Kapitel: Entwicklung des Prüfungsumfangs im verfassungsgerichtlichen Selbstverständnis
4. Kapitel: Kontrolltypen
5. Kapitel: Tatsächliches Entscheidungsverhalten des Bundesverfassungsgerichts
6. Kapitel: Erkenntnisse aus der Kontrollpraxis
TEIL 3: DIREKTE GRUNDRECHTSKONTROLLE: LÖSUNGSMODELLE IN DER LITERATUR
7. Kapitel: Begrenzungsmodelle
8. Kapitel: Die Beiträge der Staatsrechtslehrertagung 2001
TEIL 4: DIREKTE GRUNDRECHTSKONTROLLE: ANALYSE UND EIGENER VORSCHLAG
9. Kapitel: Überprüfung der traditionellen Problemsicht
10. Kapitel: Eingriffskontrolle
11. Kapitel: Ausstrahlungskontrolle
12. Kapitel: Vollständige Grundrechtsprüfung, verfassungsgerichtliche Kontrollpraxis und Staatsrechtslehre
TEIL 5: RECHTSBINDUNGSKONTROLLE
13. Kapitel: Willkürkontrolle
14. Kapitel: Rechtsfortbildungskontrolle
15. Kapitel: Grundlagenkontrolle
TEIL 6: TATSACHEN- UND DEUTUNGSKONTROLLE
16. Kapitel: Tatsachenkontrolle
17. Kapitel: Deutungskontrolle
ERGEBNIS
LITERATURVERZEICHNIS

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