100 Jahre Weimarer und Wiener Republik – Avantgarde der Pluralismustheorie.
Edited by Christoph Gusy Edited by Robert Chr. van Ooyen Edited by Hendrik Wassermann
Paperback (Published)
(December 2018)
ISBN: 9783428156139
6.18 x 9.17 inches
Price: $87.00
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In der Weimar-Diskussion hat sich ein Paradigmenwechsel vollzogen. Ein vergleichender Blick auf Revolution und Staatstheorie der Weimarer und Wiener Republik zeigt, dass mit Hugo Preuß und Hans Kelsen zwei »Verfassungsväter« Demokratie als offene, pluralistische Gesellschaft dachten und nicht identitären Konzepten von »Volk« oder auch »Klasse« anhingen. Sie zählen somit bis heute zur deutschsprachigen Avantgarde moderner Demokratie- und Verfassungstheorie. Mit dem Wiener Staatsrechtler Leo Wittmayer wird dabei ein weiterer Parteien- und Pluralismustheoretiker wiederentdeckt.
In der Weimar-Diskussion hat sich ein Paradigmenwechsel vollzogen: Nicht mehr vom Scheitern einer Republik durch Verfassungsmangel, sondern vom revolutionaren und grossen demokratischen Experimentierkasten ist nun starker die Rede. Ein vergleichender Blick auf Revolution und Staatstheorie der Wiener Republik wird dabei eher selten geworfen. Es zeigt sich, dass mit Hugo Preuss und Hans Kelsen nicht nur zwei demokratische Vordenker die staatsrechtliche Diskussion um die neuen Verfassungen in Weimar und Wien gepragt haben. Beide Verfassungsvater sind entgegen identitarer Konzepte von Volk oder auch Klasse vielmehr Vordenker einer offenen, pluralistischen Gesellschaft. Sie zahlen daher bis heute zur deutschsprachigen Avantgarde moderner Demokratie- und Verfassungstheorie. Das Recht und Politik-Beiheft Nr. 3 spurt diesen parallelen Zusammenhangen von Revolution, Verfassung und Pluralismus in Weimar und Wien nach. Mit dem Wiener Staatsrechtler Leo Wittmayer wird dabei auch ein weiterer Parteien- und Pluralismustheoretiker wiederentdeckt.
Christoph Gusy
Die verdrängte Revolution
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
Hugo Preuß – das deutsche Volk und die Politik
Andreas Voßkuhle
Hugo Preuß als Vordenker einer Verfassungstheorie des Pluralismus
Christoph Gusy
Die Weimarer Verfassung zwischen Überforderung und Herausforderung
Robert Chr. van Ooyen
»Weimar« – ein Paradigmenwechsel. Vom »antidemokratischen Denken« zur Avantgarde der Verfassungspolitologie pluralistischer Demokratie bei Preuß, Anschütz, Thoma, Kelsen, Heller – und Loewenstein
Christoph Schmetterer
Die Entstehung der Ersten Republik Österreich 1918–1920 aus rechtshistorischer Sicht
Robert Chr. van Ooyen
Staatslehre ohne »Staat« – Demokratietheorie ohne »Volk«. Die normative Staatstheorie von Hans Kelsen als Verfassungstheorie pluralistischer Demokratie
Detlef Lehnert
Leo Wittmayer: Ein Wiener Parteien- und Pluralismustheoretiker in den »Weimarer« politischen Verfassungsdebatten
Autoren dieses Heftes
Hendrik Wassermann, Studium der Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Freien Universität in Berlin (West). 1984 1. Juristisches Staatsexamen. Nach dem Referendariat in Berlin und Neapel 2. Juristisches Staatsexamen 1988 in Berlin. 1989–1990 Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1990 Eintritt in den Diplomatischen Dienst. Im Auswärtigen Dienst Verwendungen in Bonn, Algier, Addis Abeba, Los Angeles, Wien OSZE und N’Djamena. Derzeit (2018) Tätigkeit im Bereich Datenschutz in der Zentrale des Auswärtigen Amts, Berlin. Verantwortlicher Redakteur von »Recht und Politik« (RuP). Interessenschwerpunkte: Freiheitsrechte, Staatstheorie, Öffentliches Recht.
Christoph Gusy lehrt Öffentliches Recht, Staatslehre und Verfassungsgeschichte an der Universität Bielefeld.
- Edited by Christoph Gusy
- Edited by Robert Chr. van Ooyen
- Edited by Hendrik Wassermann
Review - German Insgesamt bieten die Beitrage so eine interessante Zusammenstellung von Einordnungen der damaligen verfassungsrechtlichen und verfassungspolitischen Entwicklungen. Sehr zu begrussen ist, dass auch osterreichische Entwicklungen in die Betrachtung einbezogen werden. Thilo Scholle, in: Archiv fur Sozialgeschichte (online), Band 59/2019 Alles in allem schafft der vorliegende Band, was er sich vorgenommen hat: Dafur zu sensibilisieren, dass die neuen Verfassungen in Weimar und Wien auch eine neue, pluralistische Verfassungstheorie erforderten und dass es grosse Denker waren, die dieser den Boden bereiteten. Dr. Michael Fuchs, in: Deutsches Verwaltungsblatt, Heft 18/2019
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»Insgesamt bieten die Beiträge so eine interessante Zusammenstellung von Einordnungen der damaligen verfassungsrechtlichen und verfassungspolitischen Entwicklungen. Sehr zu begrüßen ist, dass auch österreichische Entwicklungen in die Betrachtung einbezogen werden.« Thilo Scholle, in: Archiv für Sozialgeschichte (online), Band 59/2019
»Alles in allem schafft der vorliegende Band, was er sich vorgenommen hat: Dafür zu sensibilisieren, dass die neuen Verfassungen in Weimar und Wien auch eine neue, pluralistische Verfassungstheorie erforderten und dass es große Denker waren, die dieser den Boden bereiteten.« Dr. Michael Fuchs, in: Deutsches Verwaltungsblatt, Heft 18/2019
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