Desinformationsrecht: Verfassungsrechtliche Vorgaben für staatliche Desinformationstätigkeit.

By (author) Albert Ingold

Book cover: Desinformationsrecht: Verfassungsrechtliche Vorgaben für staatliche Desinformationstätigkeit.

Extent: 124 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law

Series: Beiträge zum Informationsrecht

Series volume number: 26

Language: German

Paperback (Published)

(March 2011)

ISBN: 9783428135493

6.18 x 9.17 inches

Price: $102.00

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Die Untersuchung behandelt die verfassungsrechtlichen Bindungen staatliche Organe, soweit diese bewusst manipulierend Fehlinformationen verbreiten. Eingebettet in den informationsrechtlichen Diskurs zur Richtigkeitsgewährleistung wird also die Fixierung auf “wahr” konnotierte Informationen gelockert und der Blick auf die Verbreitung bewusst unwahrhaftiger Informationen gerichtet. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob sowie ggf. wie und wann ein demokratischer Rechtsstaat desinformieren darf.


Albert Ingold behandelt verfassungsrechtliche Bindungen staatlicher Organe, soweit diese bewusst manipulierend Fehlinformationen verbreiten. Eingebettet in den informationsrechtlichen Diskurs zur Richtigkeitsgewährleistung wird die Perspektivverengung auf “wahr” konnotierte Informationen aufgegeben und der Blick auf die Verbreitung bewusst unwahrhaftiger Informationen gerichtet. Der Schwerpunkt liegt deshalb in der Beantwortung der Rechtsfrage, ob und ggf. unter welchen Bedingungen ein demokratischer Rechtsstaat desinformieren darf.

Dazu wird zunächst Desinformationstätigkeit begrifflich eingegrenzt und eine Phänomenologie der typischen Erscheinungsformen staatlicher Desinformation als Grundlage für Rechtmäßigkeitserwägungen aufgezeigt. Sodann wird der verfassungsrechtliche Rahmen für diese Desinformationstätigkeit skizziert, indem die rechtlichen Vorgaben aus grundrechtlichen, unionsgrundfreiheitsbezogenen, demokratiebezogenen und rechtsstaatsbezogenen Bindungen im Einzelnen analysiert werden. Dabei wird deutlich, dass verfassungsrechtlich zwar kein Totalverbot für staatliche Desinformationstätigkeit anzuerkennen ist, jedoch in der Gesamtschau der rechtlichen Vorgaben nur ein minimaler Anwendungsbereich für selbige verbleibt.

Albert Ingold, geboren 1980, studierte Jura an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach der ersten juristischen Staatsprüfung 2005 arbeitete er dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Battis und wurde 2007 mit der Arbeit “Erstplanungspflichten im System des Planungsrechts” promoviert. Nach der zweiten juristischen Staatsprüfung 2008 ist er seit 2009 als Akademischer Rat a. Z. an der Ludwig-Maximilians-Universität München am Lehrstuhl von Prof. Dr. Jens Kersten tätig.

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»Bereits der Titel lässt aufhorchen. Die von Prof. Dr. Jens Kersten angeregte Monographie von Ingold überzeugt durch Originalität und Kürze. [...] Ingolds Werk ist eine gut lesbare und prägnante Darstellung der (Un-)Zulässigkeit staatlicher Desinformationstätigkeit.« Dr. Christoph Partsch, in: Archiv für Presserecht, 1/2017

»Im Ganzen eine hervorragende Arbeit, die sich gleichermaßen für Praxis und Wissenschaft eignet.« Axel Schwarz, in: ZID Kuselit, 10/2011
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