Verhaltensökonomik im Verbraucherrecht

By (author) Simon Zeuner

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Extent: 363 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law

Series: Schriften zum Bürgerlichen Recht

Series volume number: 600

Language: German

Hardback (Published)

(October 2025)

ISBN: 9783428195787

6.18 x 9.17 inches

Price: $127.00

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Im Bereich des (europaischen) Verbrauchervertragsrechts fuhren fehlende Berucksichtigung verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse beziehungsweise deren unzureichende Umsetzung zu ineffektiver Regulierung und abweichender Handhabung in der Praxis. Ferner erzeugen konsumorientierte Ansatze bei Verbrauchern problematische Erwartungshaltungen, denen durch Einforderung von Selbstverantwortung zu begegnen ist. Gleichzeitig muss das Recht vor dem manipulativen Einsatz verhaltensokonomischer Effekte schutzen.


English summary: Behavioural Economics in Consumer Law: In European consumer contract law, inadequate consideration of behavioural psychology – or its insufficient implementation – leads to ineffective regulation and inconsistent practical applications. Furthermore, consumer-oriented approaches may foster problematic expectations among consumers. This must be addressed by demanding personal responsibility while simultaneously ensuring that the law safeguards against the manipulative exploitation of cognitive biases. German description: Recht reguliert menschliches Verhalten, daher sind bei Rechtsetzung und -anwendung verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse zu berucksichtigen. Insbesondere existiert eine Vielzahl von Effekten, die zu systematisch von der okonomischen Rationalverhaltensthese abweichendem Entscheidungsverhalten fuhren. Die Arbeit geht der Frage nach, inwieweit diese Erkenntnisse im (europaischen) Verbrauchervertragsrecht berucksichtigt sind, was gegenwartig nur selektiv der Fall ist. Zudem erscheint die konkrete Umsetzung bisweilen unzureichend. Dies fuhrt zu ineffektiver Regulierung und abweichender Handhabung in der Praxis. Ferner erzeugen konsumorientierte Ansatze, denen kein adaquater Schutzgedanke zugrunde liegt, bei Verbrauchern problematische Erwartungshaltungen. Diesen ist durch Einforderung von Selbstverantwortung zu begegnen – dem Verbraucher muss insbesondere ein Mindestmass an Aufmerksamkeit zugemutet werden. Gleichzeitig ist ein verstarkter Schutz vor dem manipulativen Einsatz verhaltensokonomischer Effekte erforderlich.

§ 1: Einleitung
Gegenstand und Ziel der Untersuchung – Gang der Darstellung

§ 2: Grundlagen
Privatautonomie – Ökonomische Analyse des Rechts – Verbraucherrecht

§ 3: Analyse
Allgemeine Aspekte des Verbrauchervertragsrechts – Spezielle Aspekte des
Verbrauchervertragsrechts

§ 4: Schlussfolgerungen
Identifikation wesentlicher Grundlinien – Rechtspraktische Folgen – Folgerungen aus
Sicht der Untersuchung

§ 5: Zusammenfassung
Allgemeine Thesen – Spezielle Thesen

  • By (author) Simon Zeuner