Spathumanismus und reformierte Konfession

Theologie, Jurisprudenz und Philosophie in Heidelberg an der Wende zum 17. Jahrhundert

edited by Christoph Strohm, Herman J. Selderhuis and Joseph S. Freedman

Book cover: Spathumanismus und reformierte Konfession

Extent: 374 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Religious Studies

Series: Spatmittelalter, Humanismus, Reformation / Studies in the Late Middle Ages, Humanism and the Reformation

Series volume number: 31

Language: German

(Hardback) (Published)

(October 2006)

ISBN: 9783161490422

Price: $137.00

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English summary: The articles in this volume examine how and in what way denominational orientations were reflected in the teachings of philosophy, jurisprudence and theology at the University of Heidelberg at the end of the 16th century. In theology, it is possible to establish a clear denominational dissociation, one which is directed at the so-called Gnesiolutherans and the Lutheranism of the Formula of Concord but not at the Lutheranism which had Melanchthonian tendencies. In philosophy, this is scarcely discernible. In jurisprudence, there was a strong dissociation from papism. However there are almost no dissociations within Protestantism. There is however a general criticism of the unpleasant quarreling among theologians. The authors of this volume show clearly what little meaning the labels Calvinist or reformed actually have. German description: Das internationale Symposium, das 2004 in der Johannes a Lasco Bibliothek in Emden stattfand, ging der Frage nach, ob und in welcher Weise konfessionelle Orientierungen am Ende des 16. Jahrhunderts in der Lehre der Philosophie, Jurisprudenz und Theologie an der Universitat Heidelberg einen Niederschlag gefunden haben. Gerade die Vorreiterrolle der Kurpfalz mit der Universitat Heidelberg bei den Versuchen einer Calvinisierung des Reiches lasst eine verstarkte Wirkung der Konfessionalisierung in den verschiedenen Lebensbereichen vermuten. Der vorlaufige Befund ist jedoch widerspruchlich. Bei den Theologen kann man eine klare konfessionelle Abgrenzung feststellen, die sich gegen die sogenannten Gnesiolutheraner und das Luthertum der Konkordienformel, nicht jedoch gegen das melanchthonianisch gesinnte Luthertum richtet. Bei den Philosophen ist das kaum greifbar, wie gerade die ambivalente Haltung zur ramistischen Methode zeigt. Bei den Juristen, die sich in der grossen Mehrheit der reformierten Konfession verbunden wissen, lassen sich Aspekte herausarbeiten, die eine scharfe Abgrenzung gegenuber dem Papismus deutlich machen. Hingegen wird auf innerprotestantische Abgrenzungen fast vollig verzichtet und vielmehr durchgangig Kritik an dem argerlichen Theologengezank formuliert. Insgesamt wird deutlich, wie wenig aussagekraftig die Etiketten calvinistisch oder reformiert sind. Nicht weniger charakteristisch fur das damalige Heidelberger Gelehrtenmilieu ist die tiefe Verbundenheit mit humanistischem Gedankengut sowie die starke Prasenz westeuropaischer Beziehungen und Erfahrungshorizonte.

Eike Wolgast: Geistiges Profil und politische Ziele des Heidelberger Spathumanismus Cornel A. Zwierlein: Heidelberg und der Westen um 1600 Joseph S. Freedman: The Influence of Petrus Ramus in Heidelberg from 1572 through the Early Seventeenth Century Don R. Sinnema: Johann Jungnitz on the Use of Aristotelian Logic in Theology Gunter Frank: Ethik bei Viktorin Strigel und Abraham Scultetus Kees Meerhoff: Bartholomew Keckermann and the Anti-Ramist Tradition at Heidelberg Willem van 't Spijker: Heidelberger Gutachten in Sachen Vorstius Herman J. Selderhuis: Das Recht Gottes. Der Beitrag der Heidelberger Theologen zu der Debatte uber die Pradestination Theodor Mahlmann: Die Pradestinationslehre Georg Sohns (1551-1589) juristisch gelesen Detlef Doring: Samuel Pufendorf und die Heidelberger Universitat in der Mitte des 17. Jahrhunderts Christoph Strohm: Weltanschaulich-konfessionelle Aspekte im Werk Heidelberger Juristen

  • Edited by Joseph S Freedman
  • Edited by Herman J Selderhuis
  • Edited by Christoph Strohm