Die reformatorische Bilderfrage in den schwabischen Reichsstadten

by Gudrun Litz

Book cover: Die reformatorische Bilderfrage in den schwabischen Reichsstadten

Extent: 395 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Religious Studies

Series: Spatmittelalter, Humanismus, Reformation / Studies in the Late Middle Ages, Humanism and the Reformation

Series volume number: 35

Language: German

(Hardback) (Published)

(February 2007)

ISBN: 9783161491245

9.37 x 6.38 inches

Price: $162.00

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Die Diskussion um die Bedeutung des Kultbildes erregte im Reformationszeitalter die Gemuter. Anhand von zwolf Fallstudien zu schwabischen Reichsstadten und ihren – in der bisherigen Forschung meist vernachlassigten – Landgebieten untersucht Gudrun Litz, welche allgemein-politischen, spezifisch-innerstadtischen, obrigkeitlichen, theologisch-frommigkeitsgeschichtlichen und personlichen Faktoren Einfluss nahmen und die praktizierten Losungsformen bestimmten. Eine besonders kritische Sorgfalt widmet sie dabei den schriftlichen Quellen, v. a. der in den stadtischen, kirchlichen und privaten Archiven erhaltenen Uberlieferung. Daruber hinaus spielt aber auch die materielle Kultur der noch erhaltenen Bildwerke eine wichtige Rolle, konnen doch die Schicksale der nicht oder erst spater zerstorten Kultobjekte Hinweise auf Fragen der genauen Vorgange in den Stadten und Territorien sowie auf ihre Weiter-, Um- und Nichtnutzung liefern. Bestatigt die quantitative Haufigkeit der Vorfalle gegen sakrale Kunstwerke den Eindruck einer ‘Bildersturmlandschaft’, zeigt sich – trotz der uberlieferungsbedingten Schwierigkeiten – bei der Auswertung ein heterogenes Bild. Blieben auch wirkliche ‘Bildersturme’ die Ausnahme, kennzeichnen die haufig zu beobachtenden Aktionen einzelner Personen oder kleiner Gruppen gegen ein Bildwerk, die sog. Bilderfrevel, den gesamten Untersuchungszeitraum. Die charakteristischste Form des Kampfes gegen die ‘Gotzen’ in den schwabischen Reichsstadten ist jedoch die von der stadtischen Obrigkeit ver- und geordnete Entfernung der Bilder aus den Gotteshausern, seltener die Ablehnung solcher Entfernungen.

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