Schiedszusagen im europäischen und deutschen Kartellrecht.

Die effektive Einbindung von Schiedsgerichten in Fusionskontroll- sowie Kartell- und Missbrauchsverfahren.

By (author) Thomas Pelikan

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Extent: 246 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law

Series: Beiträge zum Europäischen Wirtschaftsrecht

Series volume number: 87

Language: German

Hardback (Published)

(February 2024)

ISBN: 9783428190539

6.18 x 9.17 inches

Price: $101.00

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Diese Arbeit untersucht rechtliche Fragen, die mit
dem Einsatz von Schiedszusagen einhergehen, unter anderem die (konzernweite)
zivilrechtliche Bindungswirkung solcher Zusagen sowie den Maßstab der ordre
public-Kontrolle solcher Schiedssprüche, die als Korrektiv konfligierender
Entscheidungen von Wettbewerbsbehörde und Schiedsgericht dient. Zudem wird
untersucht, wieso in Deutschland keine Schiedszusagen akzeptiert wurden und ob
Schiedsauflagen Teil von Abstellungsverfügungen sein können.


English summary: Arbitration Commitments in European and German Antitrust Law. The Effective Involvement of Arbitral Tribunals in Merger Control, Antitrust and Abuse of Dominance Proceedings: This study examines legal issues associated with the use of arbitration commitments, including the (group-wide) civil law binding effect of such commitments and the standard of ordre public review of such arbitral awards, which serves as a corrective to conflicting decisions by the competition authority and arbitral tribunal. In addition, the paper examines why arbitration commitments have not been accepted in Germany and whether such commitments can be imposed by the competition authority. German description: Seit mehr als 30 Jahren akzeptiert die Europaische Kommission Schiedszusagen. Diese fuhren zu einem interessanten Geflecht der privat- und offentlich-rechtlichen Durchsetzung von Verpflichtungszusagen. Diese Untersuchung widmet sich den rechtlichen Fragen, die mit dem Einsatz von Schiedszusagen auftreten. So wird ihre zivilrechtliche Bindungswirkung mit den Mitteln des Vertragsrechts festgestellt und ihre konzernweite Geltung begrundet. Von besonderer Bedeutung ist, wie mit konfligierenden Entscheidungen einer Wettbewerbsbehorde und einem Schiedsgericht umzugehen ist. Das einzige Korrektiv bleibt die ordre public-Kontrolle. Diese Arbeit bietet einen Beitrag zur Bestimmung des dort geltenden Uberprufungsmassstabes, da zu beachten ist, dass Verpflichtungszusagen haufig nicht den Kernbereich des Kartellrechts beruhren. Die Untersuchung hinterfragt, wieso Schiedszusagen in Deutschland nicht akzeptiert wurden. Zuletzt werden Schiedsauflagen als Teil von Abstellungsverfugungen beleuchtet.

A. Einleitung

B. Gang der Untersuchung

C. Grundlagen
Schiedsfähigkeit von kartellrechtlichen Streitigkeiten – Einführung in
Verpflichtungszusagen – Vor- und Nachteile von Schiedszusagen

D. Rechtliche Fragen bei dem Einsatz von Schiedszusagen
Zivilrechtliche Bindungswirkung einer Schiedszusage – Verteilung der Kompetenzen –
Konfligierende Entscheidungen – Ordre public-Kontrolle von Schiedssprüchen

E. Schiedszusagen in Deutschland
Schiedszusagen in deutschen Fusionskontrollverfahren – Schiedszusagen in deutschen
Kartell- und Missbrauchsverfahren

F. Schiedsauflage als Teil von Abstellungsverfügungen
Überwachungsmaßnahmen als Teil der Zusagen in Abstellungsverfügungen – Verpflichtung
zur Durchführung von Schiedsverfahren

G. Zusammenfassung: Die effektive Einbindung von Schiedsgerichten in
kartellrechtliche Verfahren

H. Thesen der Untersuchung

Entscheidungs-, Literatur-, Materialien- und Stichwortverzeichnis

  • By (author) Thomas Pelikan