Repräsentation.
Studien zur Wort- und Begriffsgeschichte von der Antike bis ins 19. Jahrhundert.
By (author) Hasso Hofmann
Paperback (Published)
(July 2003)
ISBN: 9783428112449
6.18 x 9.17 inches
Price: $160.00
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Die anhaltende positive Resonanz hat den Verlag 5 Jahre nach Erscheinen der dritten Auflage zu einem weiteren Neudruck (mit einer neuen Einleitung) bewogen. Dass das Buch nichts von seiner Gultigkeit eingebusst hat, belegen auch die ausgewahlten Pressestimmen: Die vorliegende Arbeit zahlt seit langem zu den Standardwerken nicht nur der Verfassungsgeschichte … Dieser Erfolg beruht nicht allein auf der Themenstellung des Werkes. Kennzeichnend fur Hofmanns Buch, das aus einer Erlanger juristischen Habilitationsschrift hervorging, ist auch die weitraumige Perspektive der Betrachtung: Die Arbeit bewegt sich auf einem thematischen und fachlichen Spektrum, das buchstablich ‘uber die Facher- und Landergrenzen hinweg reicht’. Andreas Thier, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung fur Rechtsgeschichte, Germanistische Abteilung, 118. Bd. 2001 Dass ein Neudruck notwendig wurde, beweist das anhaltende Interesse an dieser grundlegenden Arbeit, die in ihrer inhaltlichen Fulle und der Differenziertheit der Interpretation und Einordnung der Quellen bis heute unubertroffen ist. Alexander Hollerbach, in: Archiv des offentlichen Rechts, 2/1992
Inhaltsubersicht: Einleitung - 1. Der Begriff der Reprasentation - ein deutsches Problem? - 2. Zum Stand der Diskussion und zur Aufgabenstellung - Erster Teil: Zur antiken und mittelalterlichen Wortgeschichte: 1. Kapitel: Repraesentare und repraesentatio in der romischen Literatur, in der klassischen Jurisprudenz und in der alteren Patristik: 3. Romische Literatur und Jurisprudenz - 4. Tertullian: Reprasentativcharakter der fruhchristlichen Synoden und der romischen Provinziallandtage? - Die Reprasentation des Herrenleibs - 2. Kapitel: Eucharistische Reprasentation: 5. Der Berengarsche Abendmahlsstreit - 6. Die eucharistische Reprasentationsformel bei Thomas von Aquin - 7. Exkurs: Zur Geschichte der erkenntnistheoretischen Terminologie: Die reprasentierende Spezies in der scholastischen Wahrnehmungslehre - Erkenntnistheoretische Reprasentation - Der Reprasentationsbegriff bei Leibniz - Psychologie und Ontologie des Erfassens der Aussenwelt - 3. Kapitel: Rechtssprache in der Spatantike und im fruhen Mittelalter: 8. Die Sprache der kaiserlichen Konstitutionen - 9. Die germanischen Volksrechte - Zweiter Teil: Der Ausdruck Reprasentation in der juristischen, ekklesiologischen und politischen Terminologie des spaten Mittelalters und der Neuzeit bis ins 19. Jahrhundert: 4. Kapitel: Reprasentation und Stellvertretung: 10. Vorbemerkung - 11. Corpus mysticum und persona repraesentata: Das Wort Reprasentation und die Bedeutung der Stellvertretung -Reprasentation: Vertretung des corpus mysticum Christi? - Die Lehre von der persona repraesentata - Zusammenfassung - 12. Reprasentation und Stellvertretung: Stellvertretung im romischen Recht - Die Behandlung des Problems im Mittelalter - Reprasentation: Fachausdruck der unmittelbaren Stellvertretung - Der sprachgeschichtliche Hintergrund der Messliturgie - 13. Reprasentation: Verkorperung einer Rolle - Der Terminus Repra-sentation im Erbrecht und im Volkerrecht: Rollenspiel und Status-Reprasentation - Das ius repraesentationis im Erbrecht - Volkerrechtliche Reprasentation - 5. Kapitel: Repraesentatio identitatis: 14. Kollegiale Verkorperung einer Vielheit - Die korporationstheoretische Gleichsetzung eines Teils mit dem Ganzen: Der Defensor pacis des Marsilius von Padua: Volkssouveranitat und Reprasentativsystem im Mittelalter? - Stadt und Staat - Der Begriff der valentior pars - Arten der Reprasentation nach Johannes von Segovia - Identitatsreprasentation - Kollegiale Reprasentation der Stadtkommune und Mehrheitsprinzip - Konvergenz im Gedanken der permanenten Beschlusskorperschaft - Die Lehre vom Kurfurstenkollegium bei Lupold von Bebenburg, Wilhelm von Ockham und Konrad von Megenberg - 15. Wilhelm von Ockhams kirchenpolitische Kritik an Marsilius von Padua - Die Idee der Organschaft - 16. Reprasentation der versammelten Gemeinde - Der Gedanke der Identitatsreprasentation in der konziliaren Bewegung: Ockham und der Konziliarismus - Konziliarismus: Kirchlicher Konstitutionalismus? - Die innerkirchlichen Ursprunge - Der Konzilsgedanke bei Konrad von Gelnhausen und Heinrich von Langenstein: Antwort auf das Schisma - Korporationstheoretische Voraussetzungen und Konsequenzen - Struktur und Funktion der Reformkonzilien - Antik-korporationsrechtliches und orientalisch-hierokratisches Verstandnis der Corpus-caput-Metapher: Die antikonziliaristische Restauration des Papsttums - 6. Kapitel: Reprasentation und Herrschaft: 17. Reprasentation und Konsens - Die Stufenlehre des Nikolaus von Cues und dessen Begriff der Vermittlungs-Reprasentation: Der synthetische Charakter der Reformschrift De concordantia catholica - Der Ausgangspunkt: Supremat des Konzils - Das Papsttum in der Concordantia catholica - Die doppelte Reprasentation der Kirche - Reprasentation und Konsens - Die Stufen der Einheit - Des Cusaners kirchenpolitische Schwenkung: Der Papst als Haupt und complicatio der Kirche - Kardinalskollegium und Furstenrat - 18. Uber die Anfange parlamentarischer Reprasentation: Konziliarismus und Parlamentarismus - Der Locus de synodis in der lutherischen Orthodoxie - Die Konzilsauffassung der reformierten Theologie - Das englische Modell - Landstandische Reprasentation - Althusius: Die Lehre von der doppelten Reprasentation - 19. Reprasentation der Staatsperson: Monarchische Reprasentation - Hugo Grotius - Johann Christoph Beckmann: Reprasentation der Staatsperson - Hobbes - Emer de Vattel - Staatsreprasentantschaft und Reprasentativgewalt - Verinnerlichung des Begriffs der Staatsreprasentation in der deutschen Fruhromantik - Das Reprasentationsrecht des Staatsoberhaupts - 20. Um den Reprasentationsbegriff der Franzosischen Revolution: Sieyes und die franzosische Verfassung von 1791 - Deutsches Echo - Kants Begriff der wahren Republik - Die konstitutionelle Teilung der Reprasentation zwischen Monarchie und Burgertum in Frankreich, Revolutionare Kritik - Reprasentativsystem und monarchisches Prinzip - Reprasentation als Organisation der Vernunftherrschaft: Guizot und die Doktrinare - Karl von Rottecks naturliche Reprasentation der Nation - Aktuelle und virtuelle Reprasentation: Edmund Burke - Namenregister
- By (author) Hasso Hofmann
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