Rechtliche Aspekte des digitalen Privatvermögens in Bezug auf Dateien und Plattformkonten.

Zugleich eine rechtsvergleichende Untersuchung des deutschen und US-amerikanischen Rechts zu den Themen Zweitmarkt gebrauchter Dateien und Zugang Dritter zu Plattformkonten.

By (author) Nils Außner

Book cover: Rechtliche Aspekte des digitalen Privatvermögens in Bezug auf Dateien und Plattformkonten.

Extent: 449 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: American Studies, German Studies, Law

Series: Studien zum vergleichenden Privatrecht / Studies in Comparative Private Law

Series volume number: 9

Language: German

Paperback (Published)

(July 2020)

ISBN: 9783428159765

6.18 x 9.17 inches

Price: $164.00

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Die Arbeit befasst sich mit der Digitalisierung und Entmaterialisierung des Privatvermögens. Sie setzt sich u.a. mit den Rechten an Dateien und benutzerkontogestützten Plattformverträgen auseinander. Hiervon wird übergeleitet zum digitalen Nachlass, der Weiterveräußerungsmöglichkeit von Dateien sowie dem Plattformkontozugang durch Erben, Betreuer und Bevollmächtigte. Die Themen des Weiterverkaufs von Dateien sowie des Kontozugangs werden mit der US-amerikanischen Rechtslage verglichen.


Die alltaglich gewordene intensive Nutzung der Informationstechnologie durch Privatpersonen fuhrt dazu, dass diese enorme digitale Vermogenswerte in Form von Dateien und Plattformkonten anhaufen. Die Arbeit befasst sich deshalb mit verschiedenen bedeutenden rechtlichen Aspekten dieser Gegenstande des digitalen Privatvermogens und fuhrt diese einer umfassenden Darstellung zu. Dadurch wird ein Beitrag zur aktuellen Umbruchstimmung im Zivilrecht aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung und Entmaterialisierung privater Vermogenswerte geleistet. Inhaltlich setzt sich die Arbeit zunachst mit den Rechten an selbst erstellten und erworbenen Dateien, den Vertragsverhaltnissen von Plattformvertragen sowie den Auswirkungen der Digitale-Inhalt-RL auseinander. Hiervon wird ubergeleitet zu den Themen des digitalen Nachlasses, der Weiterverauaerungsmoglichkeit von gebrauchten Dateien und sodann dem Zugang zu Plattformkonten durch Erben, Betreuer und Bevollmachtigte. Zudem werden die Themen des Weiterverkaufs gebrauchter Dateien und des Zugangs zu Plattformkonten mit der US-amerikanischen Rechtslage verglichen.

Einführung
Digitale Lebenswirklichkeit – Zu untersuchende Themen – Gang der Arbeit

1. Bedeutende Rechtspositionen des digitalen Privatvermögens
Begriffsbestimmung und Definitionsfindung – Eigentumsrechte an Dateien – (Nutzungs-)Rechte an erworbenen Dateien – Vertragliche Einordnung von Plattformverträgen – Auswirkung der Digitale-Inhalte-Richtlinie

2. Ausgewählte Folgeprobleme im Umgang mit Dateien und Plattformkonten
Erbrecht (sog. digitaler Nachlass) – Verkauf von in Verkehr gebrachten Dateien – Plattformkontenzugang für Erben, Betreuer und Bevollmächtigte

3. Rechtsvergleich mit den USA zu den Themen »Zweitmarkt ›gebrauchter‹ Dateien« und »Plattformkontenzugang für Dritte«
Einleitung zum Recht der USA – Zweitmarkt »gebrauchter« Dateien — Plattformkontenzugang für Erben, Betreuer und Bevollmächtigte – Rechtsvergleich BRD/EU – USA

4. Zusammenfassung und Abschlussbemerkung
Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse – Abschlussbemerkung

Literaturverzeichnis

Entscheidungsverzeichnis

Stichwortverzeichnis

  • By (author) Nils Außner

»Angesichts der Bandbreite der von Außner behandelten Themen, der Tiefe der Auseinandersetzung mit Rechtsprechung und Literatur und nicht zuletzt der auch für die deutsche Rechtspraxis sehr fruchtbaren Auseinandersetzung mit der Rechtslage in den USA sollen diese Kritikpunkte den Gesamteindruck aber nicht schmälern. Für die weitere Auseinandersetzung mit dem digitalen Privatvermögen ist Außners Arbeit ein Referenzpunkt.« Matthias Pruns, in: Zeitschrift für die gesamte erbrechtliche Praxis, 11/2020

»Höchst praxisrelevant ist die Dissertation von Außner mit dem Titel Rechtliche Aspekte des Digitalen Privatvermögens in Bezug auf Dateien und Plattformkonten (Duncker & Humblot, 449 S., 109,90 EUR). Etwa erarbeitet er eine Definition zu ›Digitales Privatvermögen‹, um sich dann mit den Eigentumsrechten bzw. Nutzungsrechten an Dateien zu beschäftigen. Er betont, dass für Rechtspositionen aus dem digitalen Nachlass keine erbrechtlichen Sonderregelungen gelten. Aufschlussreich ist seine Begründung, dass es für Betreuer und Bevollmächtigte einer Ermächtigungsgrundlage bedarf, wenn sie Plattformkontenzugang haben wollen. Vergleichend beschäftigt er sich mit dem Recht in den USA.« Dr. Claus-Henrik Horn, in: Zeitschrift für die gesamte erbrechtliche Praxis, 10/2020