Menschenhandel.

Eine empirische Untersuchung zur Strafverfolgungspraxis.

By (author) Annette Louise Herz

Book cover: Menschenhandel.

(Paperback) (Published)

(November 2005)

ISBN: 9783428120437

5.83 x 8.82 inches

Price: $45.00

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Die Autorin untersucht umfassend die Determinanten
der Strafverfolgung von Menschenhandelskriminalität von der Auslösung der
Ermittlungen bis zur gerichtlichen Aburteilung. Dabei werden eingehend Besonderheiten
im Hinblick auf Tatstrukturen, Opfer und Tatverdächtige analysiert. Annette Louise
Herz bedient sich verschiedener sozialwissenschaftlicher Methoden und legt neben
einer Aktenanalyse eine schriftliche Befragung und mündliche Experteninterviews vor.
Die Befragungen erfassen vorrangig Erfahrungen und Meinungen von Vertretern von
Polizei und Justiz, richten sich darüber hinaus aber auch an Anwälte, Mitarbeiter von
Fachberatungsstellen und Betreiber bordellartiger Einrichtungen. Ziel der Arbeit ist
es, die Voraussetzungen für eine effektive Strafverfolgung von Menschenhandel
aufzuzeigen.

Inhaltsübersicht: Einleitung - 1. Kapitel:
Bestimmung des Untersuchungsgegenstandes: § 1. Grundlagen der Untersuchung - § 2.
Gang der Untersuchung und Fragestellungen - 2. Kapitel: Rechtsgrundlagen: § 1.
Internationale Bestimmungen zu Menschenhandel - § 2. Nationale Bestimmungen - 3.
Kapitel: Registrierte Menschenhandelskriminalität: § 1. Ausgangspunkt - § 2.
Erfassungsgrundlage von PKS und Lagebildern - § 3. Entwicklung - 4. Kapitel: Stand
der Forschung: § 1. Bisherige empirische Forschung - § 2. Sekundäranalytische
Erkenntnisquellen - 5. Kapitel: Methode und Durchführung der Untersuchung: § 1. Zur
Methodenwahl - § 2. Aktenanalyse - § 3. Schriftliche Befragung - § 4.
Expertengespräche - 6. Kapitel: Ergebnisse der empirischen Untersuchung: § 1.
Verfahrensmerkmale - § 2. Opfermerkmale - § 3. Täter- und Tatbegehungsmerkmale - § 4.
Weiterführende Fragen - 7. Kapitel: Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: § 1.
Zusammenfassung - § 2. Schlussfolgerungen - Literaturverzeichnis - Anhang

  • By (author) Annette Louise Herz

»Zusammenfassend ist hinsichtlich der vorliegenden
Studie – neben den bereits ausführlich dargestellten Punkten – insgesamt die Fülle an
Material, welches verarbeitet und zur Gewinnung informativer Schlussfolgerungen
herangezogen wurde, als äußerst positiv hervorzuheben. Die Tatsache, dass in der
Zwischenzeit in der deutschen Rechtslage massive Änderungen in Bezug auf die
Menschenhandelstatbestände eingetreten sind, tut der Wichtigkeit des in Rede
stehenden Werkes wie auch dessen Informationsgehalt keinerlei Abbruch, sind doch –
wie die Autorin zu Beginn der Arbeit auch erläutert – wesentliche Elemente der alten
Regelungen in die neuen Tatbestände übernommen worden. Zudem vermag die Studie nicht
zuletzt auch dazu dienen, die Effektivität und Sinnhaftigkeit der jüngsten Autoren zu
überprüfen und die Entwicklungen der bestehenden Phänomene zu beobachten. Das
gegenständliche Werk sollte jedenfalls zur Standardlektüre eines mit dem Bereich des
Menschenhandels befassten Wissenschaftlers oder Praktikers gehören und stellt – wie
bereits erwähnt – auch für in die Materie eingelesene Personen neue und interessante
Aspekte bereit.«
Dr. Stephanie Öner, in: Zeitschrift für Internationale Strafrechtsdogmatik, Nr.
13/2009

»›Menschenhandel‹ von Annette Herz ist eine sehr umfangreiche und detaillierte
empirische Untersuchung zu einem für die Praxis der Strafverfolgung eher undankbaren
Bereich der Kriminalität. Durch die Kombination von Aktenanalyse, schriftlicher
Befragung und persönlichen Interviews gelingt es ihr, die Faktoren zu zeigen, die den
Umgang mit den Menschenhandelstatbeständen erschweren. […] Die Hindernisse für eine
wirksame Strafverfolgung auf dem Weg von der Tatbegehung bis zu einer Verurteilung
wegen Menschenhandels werden – insbesondere in der Zusammenfassung – übersichtlich
wie auf einer Perlenschnur aufgereiht präsentiert. […] Die Untersuchungsergebnisse
sind nicht immer überraschend. Aber davon abgesehen, dass mit dieser Untersuchung
Erfahrungen der Verfahrensbeteiligten in gewisser Weise objektiviert werden, ist
festzuhalten, dass die von Herz aufgestellten Schlussfolgerungen nur Gehör finden,
wenn sie – wie hier – wissenschaftlich untermauert sind.«
Dr. Kirstin Drenkhahn, in: Neue Kriminalpolitik, Heft 2/2006