Klimaschutz und Justiz

Klimaklagen in der nationalen und internationalen Rechtsprechung

By (author) Anthony Mario Wernicke

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Extent: 380 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law, Technical Sciences: Computer Science, Engineering, IT, & Math

Series: Schriften zum Umweltrecht

Series volume number: 213

Language: German

Paperback (Published)

(August 2025)

ISBN: 9783428195701

6.18 x 9.17 inches

Price: $127.00

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Die Justiz wird zunehmend mit der Aufgabe betraut, die Einhaltung eines hohen Klimaschutzniveaus zu gewahrleisten. Im Rahmen von sog. Klimaklagen werden die Gerichte mit der Thematik des Klimawandels auf offentlich-rechtlicher und zivilrechtlicher Ebene konfrontiert. Vor diesem Hintergrund wird untersucht, welche spezifische Rolle die Gerichte einnehmen, wo die Funktionsgrenzen der Justiz liegen und wie die Digitalisierung eine Unterstutzung darstellen kann.


English summary: Climate Protection and Justice. Climate Lawsuits in National and International Jurisdiction: The judiciary is increasingly being entrusted with the task of ensuring compliance with a high level of climate protection. In the context of so-called climate lawsuits, the courts are confronted with the issue of climate change on a public law and civil law level. Against this background, the specific role of the courts is examined, where the functional limits of the judiciary lie and how digitalisation can provide support. German description: Der Klimawandel stellt eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar, die eine interdisziplinare Zusammenarbeit erfordert. Die Klimaklagen treten hierbei sowohl auf zivilrechtlicher als auch auf offentlich-rechtlicher Ebene auf und sind mit einer Reihe von rechtlichen Herausforderungen verbunden. In diesem Kontext wird untersucht, welche spezifische Rolle die Gerichte einnehmen und wo die Funktionsgrenzen der Justiz liegen. Das Spannungsverhaltnis zwischen Judikative und Legislative bzw. Exekutive ist von besonderer Relevanz. Der Justiz stehen im Ergebnis mehrere Instrumente fur die Erreichung des hohen Klimaschutzniveaus zur Verfugung, die unter anderem die Rechtsfortentwicklung vorsehen. Mithin erweist sich die Digitalisierung als potenzielle Losung, den Klimawandel zu begrenzen und gerichtliche Verfahren effektiv zu gestalten, um zeitnahe Klimaschutzmassnahmen durchzusetzen. Die Twin-Transformation aus Digitalisierung und Klimaschutz auf der Ebene des Rechts kann neben der Schaffung und Auswertung einer Datenbasis zur gerichtlichen Kontrolle von Klimaschutzmassnahmen fuhren.

1. Klima und Klimawandel als gegenwärtige
Herausforderung: Klima – Klimawandel – Klimaziele

2. Klima vor Gericht: Klima als Rechtsbegriff – Klimaklagen – Jüngeres Phänomen oder
lange Tradition? – Historischer Exkurs zur Entstehung des Klimaschutzrechts

3. Klimahaftungsklagen: Vertragliche Haftung – Gesetzliche Haftung –
Kausalitätsnachweis und die Pflichtwidrigkeit von Treibhausgasemissionen – Den Haager
Shell-Urteil – Lösungsansatz – Fallanwendung

4. Klimaschutzklagen: Klimaschutz als Verfassungsproblem – Klimaschutzklagen im
Verwaltungsrecht – Staatsklimahaftung – Internationale Klimaschutzklagen

5. Klima in der justiziellen Kompetenz: Klimaklagen als Grundvoraussetzung –
Verantwortlichkeit der Justiz – Originäre Aufgabe der Justiz – Gefahren der
Klimaklagen – Instrumentarien der Justiz – Ergebnis des Verhältnisses zwischen Justiz
und Klimaschutz

6. Digitalisierung und Klimaschutz als Twin-Transformation: Klimaschutz und digitale
Transformation – Digitalisierung der Justiz – Datenbasis und Auswertung zur Förderung
der Klimaklagen – Negative Auswirkungen und Herausforderung der Digitalisierung –
Ausblick und Fazit

7. Klimaschutz und Justiz – ein Fazit

  • By (author) Anthony Mario Wernicke

»Insgesamt legt Wernicke mit ›Klimaschutz und
Justiz‹ eine außergewöhnliche Arbeit vor, die sich rasch als Referenzwerk für den
Bereich der Klimaklagen – also den Ansatz, Klimaschutz über die Justiz zu betreiben –
etablieren dürfte. Sie verbindet dogmatische Präzision mit rechtspolitischer Vision
und zeigt, dass Gerichte im Klimaschutz keine Rand-, sondern eine Schlüsselrolle
spielen könnten – freilich innerhalb rechtsstaatlich gesetzter Grenzen. Dass nicht
jede Schlussfolgerung des Autors auf allumfassende Billigung stoßen wird, ist dabei
kein Mangel, sondern verdeutlicht, wie sehr das Buch geeignet ist, einer wichtigen
Diskussion neue Impulse zu geben.« Prof. Dr. Christoph Holtwisch, in: Natur und
Recht, 1/2026