Ein preußischer Gesandter in München.

Georg Freiherr von Werthern. Tagebuch und politische Korrespondenz mit Bismarck 1867–1888. Red.: Mathias Friedel.

Edited by Winfried Baumgart Editorial board member Mathias Friedel

Book cover: Ein preußischer Gesandter in München.

Extent: 531 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Literary Studies

Series: Deutsche Geschichtsquellen des 19. und 20. Jahrhunderts

Series volume number: 74

Language: German

Hardback (Published)

(March 2018)

ISBN: 9783428154449

6.69 x 9.45 inches

Price: $164.00

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Georg Freiherr von Werthern war von 1867 bis 1888 preußischer Gesandter in München, hatte also den bedeutendsten innerdeutschen Diplomatenposten der Bismarckzeit inne. Die hier veröffentlichten Quellen umfassen Auszüge aus seinem Tagebuch und seine geheimen Berichte an Bismarck. Sie bieten u.a. viele bisher unbekannte Einzelheiten über König Ludwig II. von Bayern, seine Haltung zur deutschen Reichseinigung 1870/71 und die Umstände seines Todes am 13. Juni 1886 im Starnberger See.


Georg Freiherr von Werthern war von 1867 bis 1888 preuaischer Gesandter in Munchen, hatte also den bedeutendsten innerdeutschen Diplomatenposten inne. Er war von Bismarck zwar fur hohere Posten bestimmt Wien, Konstantinopel, sogar fur das Staatssekretariat des Auswartigen , lehnte jedoch aus privaten Grunden ab, vor allem aber, weil ihm das angenehme gesellschaftliche Leben in der bayerischen Hauptstadt gefiel, wo er mit den Malern Kaulbach und Lenbach, mit dem Historiker Ranke und anderen verkehrte. Die Quellen umfassen Auszuge aus seinem Tagebuch und seine vertraulichen und geheimen Berichte an Bismarck. Sie bieten u.a. bisher unbekannte Einzelheiten uber die Haltung des bayerischen Konigs, Ludwig II., zur deutschen Reichseinigung, uber diverse Audienzen bei ihm und uber dessen Tod am 13. Juni 1886 im Starnberger See. Die Quellen uber die Todesumstande ergeben den klaren Indizienbeweis, dass der Konig seinen ihn begleitenden Irrenarzt, Dr. Gudden, erwurgt hat und selbst an einem Herzschlag gestorben sein durfte.

Vorwort

Einleitung

Verzeichnis der weniger gebräuchlichen Abkürzungen

Dokumentenverzeichnis

Teil I. Aus dem Tagebuch Wertherns 1869–1888

Teil II. Politische Korrepondenz mit Bismarck 1867–1888

Verzeichnis der Quellen und der Literatur

Register

  • Edited by Winfried Baumgart
  • Editorial board member Mathias Friedel

»Auch wenn sich die Auswahl des Bandes auf jene Tagebucheinträge beschränkt, ›die von historisch-politischem Interesse sind‹ (S. 9), so sind die vielfältigen Einblicke in die Münchner Gesellschaft und ihre diplomatischen Zirkel bemerkenswert. Nicht zuletzt ließen die Vorzüge und Annehmlichkeiten des Postens Werthern von weiteren beruflichen Ambitionen Abstand nehmen. Ob sich aus den Einblicken in das Innenleben der preußischen Gesandtschaft in München Rückschlüsse auf die innerdeutsche Diplomatie im Allgemeinen ziehen lassen, ist nur eine von vielen Fragen, die sich aus dem bisweilen vergnüglich zu lesenden Tagebuch Wertherns ergeben.« Markus Mößlang, in: Historische Zeitschrift, Band 309, Heft 1/2019